Ausstellungspräsentation 2016 in Gambia

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Englischsprachige Ausstellung tourt durch Südafrika

Über mehrere Jahre hat recherche international e.V. zusammen mit dem ANC-Veteran Denis Goldberg die Idee verfolgt, eine englischsprachige Version der Ausstellung in Südafrika zu zeigen. Im September 2016 hat die Staatskanzlei NRW Mittel dafür bereit gestellt.  Unterstützt von der EXILE-Kulturkoordination in Essen, FilmInitiativ Köln e.V. und dem von Denis Goldberg initiierten Community H.E.A.R.T.  e.V. in Deutschland und seiner Denis Goldberg Legacy Foundation in Südafrika hat recherche international e.V. englische Ausstellungstafeln (im Format A1) drucken lassen sowie Video- und Hörstationen mit englischen Over-Voices erstellt. Im Januar 2017 konnte eine komplette englischsprachige Ausstellung nach Südafrika geschickt werden. Am 28. Februar 2017 erlebte sie im Castle of Good Hope, dem ältesten Gebäude des Landes, das heute ein (Militär-)Museum ist, ihre Premiere. Danach war sie bis Juni 2017 weiterhin in Kapstadt zu sehen. Weitere Ausstellungsstationen in Südafrika waren: vom 16. August bis 16. Dezember 2017 der Freedom Park in Pretoria, ab Anfang 2018 das Holocaust & Genozide Centre in Johannesburg, ab Juni 2018 das Steve Biko Centre in King Williams Town und von Anfang Oktober bis Ende Dezember 2019 die Desmond & Leah Tutu Legacy Foundation in Kapstadt. Dort wurde die Ausstellung von Denis Goldberg zum 88. Geburtstag von Desmond Tutu eröffnet.

Bericht über Schulvortrag

Bericht von Anna-Lena Pallas, Schülerin des Erftgymnasiums in Bergheim, über einen Vortrag von Karl Rössel (recherche international e.V.) über „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“ im Rahmen einer Afrika-Projektwoche im September 2017:

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Fotos und Gästebuchder Ausstellung in Münster

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Ein vergessenes Kapitel der Geschichte

Millionen Soldaten aus Afrika, Asien und Ozeanien haben im Zweiten Weltkrieg gekämpft, um die Welt vom deutschen und italienischen Faschismus sowie vom japanischen Großmachtwahn zu befreien. Sowohl die faschistischen Achsenmächte als auch die Alliierten rekrutierten in ihren Kolonien Hilfstruppen und Hilfsarbeiter oftmals mit Gewalt. Hunderttausende Frauen waren Opfer sexueller Gewalt. Rekruten aus den Kolonien mussten sich mit weniger Sold, schlechteren Unterkünften und geringeren Kriegsrenten als ihre «weißen Kameraden» zufrieden geben. Weite Teile der Dritten Welt dienten auch als Schlachtfelder und blieben nach Kriegsende verwüstet und vermint zurück.

Doch so gravierend die Folgen des Zweiten Weltkriegs in der Dritten Welt auch waren, in der hiesigen Geschichtsschreibung kommen sie nicht vor. Dies zu ändern ist das Ziel eines historischen Langzeitprojekts, mit dem das Rheinische JournalistInnenbüro in Köln im Jahre 1996 begann und das seit 2000 von dem gemeinnützigen Verein Recherche International e.V. getragen wird.

Auf der Basis von zehnjährigen Recherchen in 30 Ländern entstand 2005 das erste deutschsprachige Buch zum Thema (nachdem vier Auflagen des Verlags Assoziation A vergriffen sind bietet die Bundeszentrale für politische Bildung seit Ende 2014 eine ungekürzte und preisgünstige Paperback-Ausgabe).
Im Jahr 2008 erschienen zudem Unterrichtsmaterialien mit Originaltönen von Zeitzeugen auf beiliegender CD (zweite korrigierte und erweiterte Auflage 2012).

Die Rolle von Nazikollaborateuren in der Dritten Welt war im Mai 2009 Schwerpunktthema in der Zeitschrift iz3w.

Am 1. September 2009, dem 70. Jahrestag des Kriegsbeginns in Europa (!), erlebte eine umfangreiche Wanderausstellung in Berlin ihre Premiere, von der auch kleinere Versionen in A1 und A2 z.B. für Schulen zur Verfügung stehen.

Die verschiedenen Ausstellungsfassungen waren bis Anfang 2015 bereits an mehr als 40 Orten in Deutschland und in der Schweiz zu sehen.

Diese Internetseite begleitet die Ausstellung. Sie bietet Aktuelles und Hintergrundinformationen zum Projekt, Orte und Termine mit Begleitprogrammen sowie Fotos und Gästebücher der (Wander-)Ausstellung, Hinweise auf Publikationen, Filme, ReferentInnen und ein Hiphop-Tanztheater zum Thema sowie Tipps für Veranstalter und Plakate zum downloaden. Es finden sich didaktische Materialien, Entwürfe für Unterrichtseinheiten und Arbeitsblätter für SchülerInnen, die die Ausstellung besuchen, sowie Aktionsbeispiele für Initiativen und Pressematerialien.Anlässlich der eurozentrischen Gedenkfeiern zum 100. Jahrestag des Beginns des Ersten Weltkriegs im Jahr 2014 bietet Recherche International auf dieser Internetseite auch Hintergrundinformationen, Veranstaltungshinweise, Literatur- und Filmtipps zur Dritten Welt im ERSTEN Weltkrieg.

Das aufwändige Projekt war und ist auf Förderer angewiesen.
Recherche International e.V. bittet deshalb um Fördermitgliedschaften und Spenden auf das Konto 23 812 043 bei der Sparkasse KölnBonn, BLZ 370 501 98,  IBAN: DE07 3705 0198 0023 8120 43, SWIFT-BIC.: COLSDE33. Steuerabzugsfähige Spendenquittungen werden erteilt.

Orte und Termine_Schulversion

Orte und Termine

Konzept_Schulversion

Konzept

Fotos und Gästebuch der Ausstellung in Tübingen

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Fotos und das Gästebuch der Ausstellung in Berlin

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Fotos und Gästebuch der Ausstellung in Wuppertal

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Gästebuch der Ausstellung in Osnabrück

Das Gästebuch der Ausstellung in Osnabrück hier zum download

Fotos der Vernissage im NS-Dokumentationszentrum in Köln (2010)

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Die A1-Ausstellung in Freiburg

Gästebuch der A1-Ausstellung in Freiburg hier.

Gästebuch der Ausstellung im NS-Dokumentationszentrum in Köln (2010)

Das Gästebuch der Ausstellung in Köln hier zum download

Gästebuch der Ausstellung in Göttingen

Gästebuch der Ausstellung in Göttingen hier zum download

Fotos der Ausstellung im Historischen Museum Luzern

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Fotos und Gästebuch der Ausstellung in Darmstadt

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Fotos der Ausstellung in der VHS Bielefeld

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Fotos von der Ausstellungseröffnung in der Volkshochschule in Essen

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Fotos und Gästebuch der Ausstellung in Chur

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Gästebuch der Ausstellung in Kassel

Das Gästebuch der Ausstellung in Kassel hier zum Download.

Fotos zur A1-Ausstellung in Erlangen

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DIE A1-AUSSTELLUNGSVERSION

Gästebuch der Ausstellung in Hamburg

Das Gästebuch der Ausstellung in Hamburg hier zum Download.

Gästebuch der Ausstellung in Frankfurt/Main

Das Gästebuch der Ausstellung in Frankfurt/Main hier zum Download.

Fotos und Gästebuch zur A1-Ausstellung in Karlsruhe

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Gästebuch der Ausstellung in Glücksburg

Das Gästebuch der Ausstellung in Glücksburg hier zum Download.

Gästebuch zur Ausstellung in Marl

Gästebuch der A1-Ausstellung in Marl hier.

Fotos und Gästebuch der Ausstellung in Bremen

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DIE GROSSE AUSSTELLUNGSVERSION

ORTE UND TERMINE DER WANDERAUSSTELLUNG (GROSSES FORMAT)

ORTE UND TERMINE DER WANDERAUSSTELLUNG (GROSSES FORMAT)
Die Termine der kleineren Versionen der Wanderausstellung finden Sie hier (Format A1) und hier (Format A2).

2009

1. bis 30. September: Berlin (AfricAvenir/Uferhallen) 
Zensurdebatte in Berlin

27. Oktober bis 8. November: Tübingen (Französische Filmtage/EZEF)
Hier  können Sie den Flyer und hier das Plakat der Ausstellung in Tübingen downloaden; hier finden Sie einen Artikel aus dem Katalog der 26. französischen Filmtage in Tübingen. Und hier können Sie einen Beitrag des Festival-TV der Tübinger Filmtage downloaden (Flash Video Format)

2010

8. Februar bis 17. März: Wuppertal (Stiftung W, Volkshochschule Barmen)
Hier das Programmheft zum downloaden.

8. Mai bis 8. August: Osnabrück (Erich Maria Remarque-Friedenszentrum)
Hier das Begleitprogramm der VHS-Osnabrück zum downloaden.
Hier die Eröffnungsrede am 8. Mai 2010 von Karl Rössel.

16. September bis 16. Januar 2011: Köln (NS-Dokumentationszentrum)
Hier das Kölner Begleitprogramm zum Download.
Hier das Plakat zur Kölner Ausstellung. 
Hier das Programm zum Tag der Menschenrechte als Plakat und und als Postkarte zum Download (PDF)

2011

… bis 16. Januar: Köln (NS-Dokumentations-Zentrum) Kölner NS-Dokumentationszentrum verzeichnet Rekordergebnisse für 2010. Dazu hat auch die Sonderausstellung «Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg» beigetragen.

26. Februar bis 27. März: Luzern (Historisches Museum Luzern – Depot)
Hier das Begleitprogramm zur Ausstellung in Luzern.
Hier die Eröffnungsrede von Karl Rössel vom 25. Februar 2011.
Auf ihrer – inzwischen abgeschalteten – Internetseite präsentieren die VeranstalterInnen  u.a. drei Fernsehbeiträge zur Ausstellung, in der Tagesschau, in einer Kultursendung und in einem regionalen Programm.

2. April bis 8. Mai: Göttingen (Verein zur Förderung antifaschistischer Kultur e.V.,
Entwicklungspolitisches Informationszentrum EPIZ, Institut für angewandte Kulturforschung IfaK – Alte Mensa am Wilhelmsplatz)
Hier das Programm von Göttingen zum download.
Hier der Flyer der Abschlussveranstaltung in Göttingen zum download.
Und hier die Eröffnungsrede von Karl Rössel als PDF zum Download.
Resumée der Ausstellungspräsentation in Göttingen bei der Abschlussveranstaltung mit Alice Cherki hier.

7. Juni bis 17. Juli: Bielefeld:
(Volkshochschule – Ravensberger Spinnerei / Welthaus)
Der Flyer zum Download hier, und hier das Plakat.
Zwei Zeitungsartikel (Neue Westfälische und Westfalenblatt) vom 27.5.2011 zur bevorstehenden Ausstellungserföffnung hier
Die Eröffnungsrede von Karl Rössel hier
Weitere Zeitungsartikel der Neuen Westfälischen hier und hier.

8. bis 19. August: Darmstadt (Darmstadtium – Wissenschafts- und Kongresszentrum / UNESCO-Projektschulen)
Das Begleitprogramm für die Ausstellung in Darmstadt hier als PDF.
Hier das Plakat für die Ausstellung in Darmstadt.
Die Eröffnungsrede zur Ausstellung in Darmstadt von Karl Rössel als PDF: hier.
Artikel zur Ausstellung im Darmstädter Echo.

22. September bis 13. November: Essen (VHS/Exile)
Der Titel zur Ausstellung in Essen: hier. Der Flyer zur Ausstellung: hier (PDF-Download). Die Eröffnungsrede von Karl Rössel am 22. September hier. (PDF-Download). An der Eröffnung der Ausstellung in Essen im September 2011 nahm als Überraschungsgast auch Denis Goldberg teil, der als Kampfgefährte Nelson Mandelas 22 Jahre im Zentralgefängnis von Pretoria inhaftiert war und dessen Biografie «Der Auftrag» Birgit Morgenrath von Recherche International übersetzt und redigiert hat (hier). Goldberg zeigte sich in einem Grußwort beeindruckt von der Ausstellung und will sich für die Präsentation einer englischsprachigen Version in Südafrika einsetzen. (Hier sein Eintrag im Gästebuch der Ausstellung in Essen)

22. November bis Ende Januar 2012: Chur/Schweiz (Bildungszentrum Gesundheit und Soziales)
Hier der Flyer mit Begleitprogramm und hier die Einladungskarte zur Eröffnung der Ausstellung. Die AusstellerInnen haben auch eine eigene Internet-Site zur Ausstellung entwickelt: http://lernpfad.bgs-chur.ch/ausstellung/. Der Bericht eines lokalen Schweizer TV-Senders wird leider nicht mehr im Internet zur Verfügung gestellt. Den Beitrag von Karl Rössel zur Eröffnung der Ausstellung am 22.11.2011 können Sie hier downloaden. Hier gibt es einen Bericht des churermagazin vom 20. Dezember 2011 zur Ausstellung.

2012

… bis Ende Januar: Chur/Schweiz (Bildungszentrum Gesundheit und Soziales)
Verlängert bis 25. Februar! Das Gästebuch der Ausstellung in Chur hier

3. bis 31. Mai: Kassel, Fachgebiete Didaktik der Geschichte und Politikwissenschaft der Universität / Volkshochschule, 3. Mai bis Anfang Juni 2012. Das Plakat zur Ausstellungseröffnung am 3.5.mit den Daten und Veranstaltungen/Vorträgen zum Download hier. Die Rede von Karl Rössel zur Eröffnung finden Sie hier zum Download.

27. September 2012 bis 7. April 2013: Frankfurt am Main (Historisches Museum)
Eine Seite aus der Jahresgabe des Museums (Aura) über die Ausstellung hier als PDF. Das Historische Museum Frankfurt suchte ZeitzeugInnen für lokale Ergänzung zur Ausstellung.
Hier der Flyer des Frankfurter Museums zur Ausstellung. Und hier das Plakat zur Ausstellung in Frankfurt.
Die Rede zur Ausstellungseröffnung von Karl Rössel finden Sie hier.
Ein Artikel aus der Tageszeitung „Die Welt“ vom 9.10.2012 zur Ausstellung in Frankfurt
Englischsprachige Übersetzung der Ausstellung
Im Auftrag des Historischen Museums in Frankfurt hat Recherche International e.V. die Ausstellung ins Englische übersetzt.

2013

Bis 7. April: Frankfurt am Main (Historisches Museum)
Schüler führen Schüler durch die Ausstellung in Frankfurt – hier ein Artikel der Frankfurter Rundschau vom 23. Januar 2013 als PDF.
Ein Projekt des Abendgymnasiums in Zusammenarbeit mit dem Historischen Museum Frankfurt, dem Pädagogischen Zentrum des Fritz-Bauer-Instituts und dem Kurator der Ausstellung Karl Rössel.
Das Gästebuch der Ausstellung ist hier einzusehen.

13. April bis Ende Juni: Hamburg (KZ Gedenkstätte Neuengamme).
Hier ein Artikel aus der Museumsbeilage des Hamburger Abendblattes vom 25.2.2013
zur Eröffnung der Ausstellung in der Langen Museumsnacht am 13. April 2013.
Hier das Begleitprogramm der Hamburger Ausstellung als PDF. Die KZ-Gedenkstädte hat eine Pressemitteilung zur Eröffnung der Ausstellung «Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg» herausgegeben, die hier heruntergeladen werden kann. Ebenso bietet die Gedenkstätte Führungen für Schulklassen an (hier).
Redebeiträge zur Eröffnung der Ausstellung am 13. April 2013 in Hamburg / Neuengamme: Dr. Detlef Garbe (Direktor der KZ-Gedenkstätte Neuengamme) hier, Karl Rössel hier.
Bericht
des NDR-Hörfunks über die Ausstellung in Neuengamme. Ein Bericht des Hamburger Abendblatts vom 17.4.2013 findet sich hier. Das Gästebuch der Ausstellung in Hamburg hier zum Download.

11. Juli bis 15. November: Glücksburg an der Ostsee (artefact – Globales Lernen und lokales Handeln)
Redebeitrag zur Eröffnung der Ausstellung «Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg» am 11. Juli 2013 bei artefact in Glücksburg an der Ostsee von Karl Rössel (Recherche International e.V., Köln)

2014

… bis Ende Januar (verlängert): Glücksburg (artefact)

2. bis 23. September: Bremen (Rathaus)
Hier die Internetseite zur Ausstellung in Bremen, auf der auch Flyer und Plakat der Ausstellung heruntergeladen werden können. Hier ein Artikel in der taz. Der Redebeitrag zur Eröffnung der Ausstellung am 2. September 2014 im Rathaus in Bremen von Karl Rössel (Recherche International e.V., Köln)

2015

24. September (Eröffnung) bis 30. Oktober: Münster (Afrika Kooperative e.V., Eine-Welt-Forum Münster, Evangelisches Forum Münster, Evangelischer Kirchenkreis Münster – Ausschuss für gesellschaftliche
Verantwortung, Förderverein Friedensinitiativen in Münster e.V. & Volkshochschule Münster)
Ausführliche Informationen zur Ausstellungspräsentation und den Begleitveranstaltungen unter:
www.3www2-muenster.de
Hier der Programm-Flyer aus Münster.
Hier das Plakat zur Ausstellung in Münster.
Der Eröffnungsvortrag von Karl Rössel am 24. September 2015 in der Dominikanerkirche in Münster hier zum Download.
Ein Artikel zur Ausstellungspräsentation in Münster aus der Zeitschrift Lonam
Hier nun das Gästebuch der Ausstellung in Münster.

11. November bis voraussichtlich 18. Dezember: Marburg (Marburger Weltladen u.a.)
Hier der Flyer des Marburger Weltladens zur Veranstaltungsreihe im Rahmen der Ausstellung
Programm des Vorbereitungsseminars für KooperationspartnerInnen in Marburg (am 27./28.2.2015) hier
Fragebogen zur wissenschaftlichen Begleitung des Marburger (Ausstellungs-)Projekts hier
„Wer hat Deutschland befreit?“ – Sendung des Marburger Radio Marimba zum Auftakt des Jahres-Projekts „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“ am 19.3.2015. Ankündigung hier
Das Plakat zum „Themenjahr 2015: Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“ hier
Ein Artikel des Marburger Express und des Gießener Express zum Themenjahr des Marburger Weltladens hier.
Radio Marimba On-Air – Die 3. Welt im 2. Weltkrieg – Stimmen aus der Region und von Zeitzeugen (hier)
Flyer zu Veranstaltungen in der zweiten Jahreshälfte 2015 hier
Artikel zur Ausstellung in der „Kirche in Marburg“ November 2015  hier als PDF)
Die Eröffnungsrede von Karl Rössel am 11.11.2015 in Marburg hier

2016

29. Januar bis 13. März: Leipzig (Initiative Geschichte-vermitteln)
Hier der Flyer einer Veranstaltung im Vorfeld der Ausstellung in Leipzig, und hier der Flyer sowie hier das Plakat zur Ausstellung selbst.
Die Eröffnungsrede von Isabelle Reimann, Initiative Geschichte vermitteln ist hier zu lesen.

April bis August, verlängert bis März 2017: Rügen (Dokumentationszentrum Prora)
Auf die Eröffnung der Ausstellung bzw. auf die Ausstellung selbst weisen die VeranstalterInnen mit
einem Plakat (hier), einem Flyer (hier) und einer Pressemitteilung (hier) hin. Hier die Eröffnungsrede von Karl Rössel am 21. April 2016.

2017

… bis Ende März (verlängert) & erneute Präsentation vom 13. Juni bis 27. Juli 2017: Rügen (Dokumentationszentrum Prora)

2020

1. Juli bis 31. Oktober 2020: Sandbostel (Gedenkstätte Lager Sandbostel)
Internetseite der Präsentation: http://www.stiftung-lager-sandbostel.de/
Einführungsvortrag am 1. Juli von Karl Rössel (recherche international e.V.)
Hier der Videomitschnitt des Einführungsvortrags
Hier online-Führungen durch die Hauptkapitel der Ausstellung (Prolog, Afrika, Asien & Ozeanien)

2025

8. März bis 1. Juni: Köln (NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln)
Ausstellungseröffnung: 7. März
Letzte erweitere Präsentation der Ausstellung, ergänzt um eine Kunstausstellung und ein umfangreiches Begleitprogramm mit Filmen, Theateraufführungen, Vorträgen und Musik.
Alle Informationen zum Finale der großen Ausstellung in Köln hier

Die große Ausstellungsversion wurde im Juni 2025 verschrottet. Seitdem stehen nur noch die inhaltlich gleichen, aber kleineren Fassungen in A1 und A2 zur Ausleihe zur Verfügung. Sie werden vom Forum für Umwelt und gerechte Entwicklung (FUgE) verliehen.

Kölner NS-Dokumentationszentrum verzeichnet Rekordergebnisse für 2010

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Das Konzept der Wanderausstellung

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Katalog (Literatur zur Ausstellung)

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Die Gliederung der Ausstellung

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Kurzbeschreibung der Ausstellung

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Die Wanderausstellung

Das Langzeitprojekt zur Erinnerung an die bedeutende Rolle der Dritten Welt im Zweiten Weltkrieg, dessen erste Ergebnisse ein Buch und Unterrichtsmaterialien waren, wurde mit einer (Wander-) Ausstellung fortgesetzt, die seit ihrer Premiere in Berlin (vom 1. bis 30. September 2009) bis 2026 bereits durch mehr als 60 deutsche Städte tourte, mit Abstechern in die Schweiz.
Die große Fassung der Ausstellung bestand aus 46 großen und 50 kleineren bedruckten Alu-Tafeln (im A0-Format), zehn Hörstationen, drei Videoinstallationen und drei Roll-Leinwänden. Begleitend dazu wurden Filme gezeigt sowie Vorträge, Seminare und Führungen angeboten. 
Die große Ausstellungsfassung wurde 2025 zum letzten Mal in einer erweiterten Fassung und ergänzt um eine Kunstausstellung in Köln gezeigt. Alle Informationen zu diesem Finale und dem Umfangreichen Begleitprogramm (mit Vorträgen, Lesungen, Filmen, Theateraufführungen und einer Kundgebung) finden sich hier.

Für Veranstalter wie z.B. Schulen und Dritte-Welt-Zentren, die nicht über größere Räume verfügen, wurden schon 2009 kleinere Ausstellungsfassungen in den Formaten A1 und A2 produziert. Diese Fassungen werden seit 2026 verliehen vom Forum Umwelt und gerechte Entwicklung (FUgE) in Hamm.
2025 wurden auch Online-Versionen der Ausstellung in vier Sprachen (Deutsch, Englisch, Französich und Portugiesisch) produziert.

Offener Brief von recherche international an Schulbuchverlage und deren Antworten

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SchülerInnen als AusstellungsführerInnen

Die Ausstellung im Erftgymnasium (Bergheim)

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Schulversion der Ausstellung


Flexible Ausstellungsversionen in den Formaten A1 und A2
(z. B. für Schulklassen und Dritte-Welt-Zentren)
Auf Anregung der Kulturkoordination EXILE, die über ihren „Schulpool“ ein weites Netz von Schulen und Bildungsinstitutionen mit Materialien, Ausstellungen und Veranstaltung zu Dritte Welt-Themen beliefert, wurden von der mit großformatigen Schautafeln gestalteten Wanderausstellung auch zwei kleinere, handlichere und leichter transportable Versionen produziert. Sie bestehen aus digital bedruckten Plastiktafeln in den Formaten A1 und A2. Die kleinste Version in A2 (von der – dank einer Spende der Druckerei – gleich zwei Fassungen zur Verfügung stehen) lässt sich bequem von einer einzelnen Person in einem Rollkoffer transportieren und auch die mittelgroße Version in A1 ist mit Verpackung (in einer Holzkiste mit Griff und Rollen) nur um die 50 Kilo schwer.
Die A1- und A2-Versionen sind für Veranstalter gedacht, die nicht über große Ausstellungsräume verfügen. Sie lassen sich flexibel z.B. in Schulklassen, kleineren Kulturzentren, Theaterfoyers oder Dritte-Welt-Läden einsetzen und stehen ab sofort für alle Interessierten zur Verfügung.

Terminliste der A1-Version der Ausstellung

Terminliste der DIN A2 Version der Ausstellung

A2-Version der Ausstellung
In zwei Kopien vorhanden, deshalb Doppelbelegung möglich. 
Termine (Stand: Januar 2010)

Terminliste der A2-Version der Ausstellung

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Technische Angaben zur A2-Version der Ausstellung

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Technische Angaben zur A1-Version der Ausstellung

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Reaktionen von SchülerInnen auf das Hiphop-Tanztheater

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Besuch von GesamtschülerInnen in der Ausstellung

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Redebeitrag zur Eröffnung der Ausstellung in Saarbrücken

Am 7. Februar 2011 in Saarbrücken (Stiftung Demokratie Saarland)
von Karl Rössel (Recherche International e.V./Rheinisches JournalistInnenbüro, Köln)> (mehr …)

A1-Version der Ausstellung

 

Verleihadresse:
Forum für Umwelt und gerechte Entwicklung e.V. – FUgE

Oststr. 13, 59065 Hamm, Kontakt: Marcos da Costa

Tel. 02381-41511, Mobil: 0176-55178759

Email: dacostamelo@fuge-hamm.de

Buchrezensionen: «Unsere Opfer zählen nicht» – Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg

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Blockunterricht zur Ausstellung am Gymnasium Lechenich (Juni 2011)

Im Rahmen von Afrika-Projekttagen war die A2-Version der Ausstellung im Juni 2011 im Gymnasium Lechenich zu sehen. Ein Geschichts-Leistungskurs übernahm nicht nur die Hängung der Tafeln, sondern auch Führungen für andere SchülerInnen durch das Afrika-Kapitel der Ausstellung.
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Schwerpunktheft der Zeitschrift Südostasien zur Präsentation der Ausstellung in Essen im Herbst 2011

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Fashizumu – Faschismusbegriff und Geschichtspolitik in Japan

In der Herbstausgabe des Antifa Infoblatts (AIB) in Göttingen ist nach der Ausstellung in Göttingen ein Artikel zu Ideologie und Politik in Japan im Zweiten Weltkrieg erschienen, den wir hier zum nachlesen bereitstellen.

Unbewohnte pazifische Inseln?

Wie sich die Ignoranz gegenüber den BewohnerInnen Ozeaniens von der Geschichtsschreibung über den Zweiten Weltkrieg bis zur Berichterstattung über die Atomkatastrophe von Fukushima nahtlos fortsetzt: Ein Interview mit Karl Rössel zum Thema in der Ausgabe 325 der Zeitschrift iz3w (Juli/August 2011) nachzulesen hier.

Projekt: Schüler führen Schüler durch die Ausstellung in Frankfurt

Schüler führen Schüler durch die Ausstellung in Frankfurt – hier ein Artikel der Frankfurter Rundschau vom 23. Januar 2013 als PDF.
Ein Projekt des Abendgymnasiums in Zusammenarbeit mit dem Historischen Museum Frankfurt, dem Pädagogischen Zentrum des Fritz-Bauer-Instituts und dem Kurator der Ausstellung Karl Rössel.
Projektbescheinigungen für Schülerinnen, die Klassen durch die Ausstellung im Historischen Museum Frankfurt geführt haben: hier

Aktuelle Ausstellungstermine

Große Ausstellungsversion

 11. November bis 18. Dezember: Marburg (Marburger Weltladen u.a.)

(hier der Flyer des Marburger Weltladens zur Veranstaltungsreihe im ersten Halbjahr 2015 in Vorbereitung auf die Ausstellungspräsentation)
Programm des Vorbereitungsseminars für KooperationspartnerInnen in Marburg (am 27./28.2.2015) hier
Fragebogen zur wissenschaftlichen Begleitung des Marburger (Ausstellungs-)Projekts hier
„Wer
hat Deutschland befreit?“ – Sendung des Marburger Radio Marimba zum
Auftakt des Jahres-Projekts „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“ am
19.3.2015. Ankündigung hier
Das Plakat zum „Themenjahr 2015: Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“ hier
Ein Artikel des Marburger Express und des Gießener Express zum Themenjahr des Marburger Weltladens hier
Radio Marimba On-Air – Die 3. Welt im 2. Weltkrieg – Stimmen aus der Region und von Zeitzeugen hier
Flyer zu Veranstaltungen in der zweiten Jahreshälfte 2015 hier, und hier das Plakat
Artikel zur Ausstellung in der „Kirche in Marburg“ November 2015 hier (und hier als PDF)
Die Eröffnungsrede von Karl Rössel am 11.11.2015 in Marburg hier

29. Januar bis 13. März 2016: Leipzig (Initiative Geschichte-vermitteln)
April bis August: Rügen (Dokumentationszentrum Prora)

A1-Ausstellungsversion

Anfang Mai bis Ende Juni 2015: Magdeburg (Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. – einewelt haus Magdeburg) Hier die Website zur Ausstellungseröffnung in Magdeburg.

Verlängert bis Ende Oktober 2015.
15. Januar bis 15. Februar 2016: Rockenhausen (Arbeitskreis aktiv gegen rechts, Donnersbergkreis e.V.)
A2-Ausstellungsversion

März bis Dezember 2015: Marburg (Marburger Weltladen u.a.)
Februar 2016: Bad Urach (Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg)

Unterrichtsmaterialien des Fritz-Bauer Instituts (Frankfurt)

Cover pm2

Verfolgung, Flucht, Widerstand und Hilfe außerhalb Europas im Zweiten Weltkrieg
Unterrichtsmaterialien zum Ausstellungsprojekt „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“
Herausgeber: Pädagogisches Zentrum FFM – Fritz Bauer Institut & Jüdisches Museum Frankfurt, 2013
Die Unterrichtsmaterialien können hier als PDF heruntergeladen werden.

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Radio Marimba in Marburg über „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“

Hier stellt das Freie Radio in Marburg radio marimba die Sendung „Unsere Opfer Zählen nicht: Die Dritte Welt im zweiten Weltkrieg“ vor. (Donnerstag, 21.08.2014 von 20 bis 22 Uhr, Wiederholungen: Freitag, 22.08.2014 um 2 Uhr sowie Donnerstag, 28.08.2014 um 14 Uhr)

DIE DRITTE WELT IM ERSTEN WELTKRIEG

2014 jährte sich der Beginn des Ersten Weltkriegs zum 100. mal. Dabei wurde das Thema in den meisten Publikationen, Zeitungsartikeln und Fernsehsendungen wieder fast ausschließlich aus eurozentrischer Perspektive behandelt und Kriegsfolgen für den Rest der Welt werden ignoriert.
Hinweise auf empfehlenswerte Publikationen, Veranstaltungen, Filme und eine Ausstellung zur  Rolle der Dritten Welt sowie zu Kolonialsoldaten im ERSTEN Weltkrieg finden sich hier.

Artikelserie zur Kolonialgeschichte des Ersten Weltkriegs im iz3w

Um so verdienstvoller ist die Artikel-Serie zur Kolonialgeschichte des Ersten Weltkriegs, die seit Mitte 2013 in der internationalistischen Zeitschrift iz3w aus Freiburg erscheint (www.iz3w.org). In der Nr. 340 (Januar/Februar 2014) folgte darin auch Teil eins eines zweiteiligen Beitrags von Karl Rössel von Recherche International e.V. über Kolonialsoldaten im Ersten Weltkrieg, der in der iz3w-AusgabeNr. 341 (März/April 2014) fortgesetzt wurde.
Teil eins des Beitrags («Die Front ist die Hölle») ist nachzulesen hier.
Teil zwei des Beitrags ist nachzulesen hier.

Südlink-Themenheft:
Hundert Jahre Erster Weltkrieg
Der globale Süden zwischen den Fronten (Nr. 168. 2014)

Tirailleurs (Mein Sohn der Soldat)
Regie: Mathieu Vadepied, Frankreich/Senegal 2022, Wolof und französisch mit deutschen Untertiteln, 100 min.
Als ein 17-jähriger Senegalese im Ersten Weltkrieg von der französischen Armee zwangsrekrutiert wird, meldet sich sein Vater freiwillig zum Kriegsdienst, um ihn zu beschützen. Die beiden werden von Afrika nach Europa gebracht, wo sie für die Kolonialmacht an der Front kämpfen müssen. Während der Vater nichts unversucht lässt, das Überleben seines Sohnes zu sichern, gerät dieser unter den Einfluss eines französischen Leutnants.

Das eindringliche Drama über afrikanische Kolonialsoldaten im Ersten Weltkrieg war 2022 der Eröffnungsfilm in Cannes und ein Millionenerfolg in Frankreich. Hierzulande fand der Spielfilm jedoch bemerkenswert wenig Beachtung. Schauspielstar Omar Sy überzeugt darin als verzweifelter Vater, der alles riskiert, um das Leben seines Sohnes zu retten. Weil ihm das Thema so wichtig war, beteiligte sich Omar Sy auch an der Produktion.
Die deutsch untertitelte Kinofassung des Films wird vom Weltkino Filmverleih in Leipzig vertrieben (http://www.weltkino.de/).
Kontakt für Theatrical Sales: Martin Kiebeler, (mkiebeler@weltkino.de)

Bibliographie zu Afrika im Ersten  Weltkrieg
Eine Literaturliste zum Thema „Afrika im Ersten Weltkrieg“ hat Oliver Schulten zusammengestellt. Er hat in Köln afrikanische Geschichte studiert, war an der Präsentation der Ausstellung „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“ in Wuppertal beteiligt und hat Schulklassen durch die Ausstellung geführt.  Er hat im Laufe der l Jahre eine „Afrika-Bibliothek“ zusammengestellt, aus der er schon eine Bibliographie zur Rolle des Kontinents im Zweiten Weltkrieg zusammengestellt hat. (Sie kann hier heruntergeladen werden.)
Im November 2014 war Oliver Schulten auch an dem Themenabend zur Erinnerung an Afrikas Rolle und Opfer im Ersten Weltkrieg beteiligt, den Recherche International im Kölner Theater im Bauturm veranstaltete. Seitdem arbeitet er an einem Buch über Afrika im Ersten Weltkrieg. Ein erstes Ergebnis seiner Recherchen ist eine beeindruckend umfangreiche Bibliographie zum Thema: hier
 
Artikel über Ostafrika im Ersten Weltkrieg von Oliver Schulten (in Englisch) hier
 
Buch von Oliver Schulten zur Rolle Afrikas im Ersten Weltkrieg:
A Humanitarian Assessment of Africa and the First World War 1900-1932
Lead up, Progress, Aftermath
Rezension in der Zweitschrift iz3w (März/April 2024, Nr. 401) hier
 
Veranstaltungen von Recherche International e.V. zur Kolonialgeschichte des Ersten Weltkriegs:
Die Front ist die Hölle
Kolonialsoldaten im Ersten Weltkrieg
3.9.2014, 19 Uhr, „Pumpe“. Kiel
Schwarze Brüder unter Eis und Tod
Themenabend: Afrika im Ersten Weltkrieg
23.11.2014, 18 Uhr, Theater im Bauturm, Köln
Infos hier
 
Ausstellung des Historischen Museums in Frankfurt

Das Historische Museum Frankfurt hat von 2012/2013 die Ausstellung „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“ sieben Monate lang gezeigt. Dadurch angeregt ist dort ab dem 11. September 2014 (bis zum 15.2.2015) eine neue Ausstellung mit dem Titel „Gefangene Bilder. Wissenschaft und Propaganda im Ersten Weltkrieg“ zu sehen. Den Ausgangspunkt dafür „bilden Porträts von zehn französischen Kolonialsoldaten aus Nord- und Westafrika“, Kriegsgefangene, die in einem Lager fotografiert worden sind und die Austellung geht der Frage nach: „Wie passen diese Fotografien, die fast hundert Jahre unbeachtet im Archiv lagen, zum üblichen Bild vom Ersten Weltkrieg“.
Hier das Plakat und der Programmflyer.

Filme

Zwei weitere Filme zu Kolonialsoldaten aus dem Ersten Weltkrieg, die im Begleitprogramm zur Frankfurter Ausstellung liefen, können auch anderen Veranstaltern empfohlen werden:

Majubs Reise
Deutschland 2013, Dokumentarfilm, Regie & Buch: Eva Knopf; 44 min.
Produktion: Filmakademie Bade-Württemberg. Kontakt: www.filmakademie.de

In der Kolonie Deutsch-Ostafrika geboren, wird Majub bin Adam Mohamed Hussein im Ersten Weltkrieg Soldat für die Deutschen. Damals ist er neun Jahre alt. Nachdem die Deutschen den Krieg verloren haben, zahlen sie ihm seinen Sold nicht mehr aus. Etwa zehn Jahre nach dem Krieg entschließt Majub sich deshalb, seinen ausstehenden Sold persönlich abzuholen. Im nationalsozialistischen Deutschland wird aus dem Kolonialsoldaten des Ersten Weltkriegs ein vielbeschäftigter Statist und Kleindarsteller im deutschen Kino. Fast immer, wenn es in den Filmen der Nazizeit einen Schwarzen brauchte, war es Majub, der diese Rolle spielte. Er war Zarah Leanders Chauffeur, Hans Albers’ Diener und Heinz Rühmanns Liftboy. Regisseurin Eva Knopf erzählt in ihrem essayistischen Dokumentarfilm Majubs Reise von seiner Kindheit in der Kolonie, seinem Leben im nationalsozialistischen Deutschland und seinem Platz in den Kolonialfantasien der Deutschen.
Eva Knopf über ihren Film: „Fast alles, was wir über [Mohamed Hussein] wissen, stammt aus den Archiven der Nationalsozialisten – aus Unterlagen des Auswärtigen Amtes und seinen Auftritten in Propagandafilmen. Er hat keine lebenden Verwandten – es gibt nichts, was ihn unter seinen eigenen Bedingungen zeigt. Wenn wir diese Archivbilder und Dokumente zeigen, laufen wir Gefahr, die Degradierungen, die Mohamed Husen erfahren hat, zu wiederholen. Wenn wir sie nicht zeigen, wird er für immer in den Archiven vergessen werden.“

The Halfmoon Files
Deutschland 2007; Dokumentarfilm, Regie & Buch: Philip Scheffner; Beta SP; 87 min.
Vertrieb: Filmgalerie 451. Kontakt: www.filmgalerie451.de

Eine faszinierende Spurensuche nach Informationen über Kolonialsoldaten, die 1916 in einem Lager bei Berlin gefangen waren und von denen nur Tonaufnahmen auf Schallplatten erhalten sind, die deutsche Wissenschaftler aufnahmen, um fremde Stimmen zu dokumentieren. Auf der Internetseite des Filmemachers Philip Schaffner heißt es über den Film:
Es war einmal ein Mann.
Er geriet in den europäischen Krieg.
Deutschland nahm diesen Mann gefangen.
Er möchte nach Indien zurückkehren.
Wenn Gott gnädig ist, wird er bald Frieden machen.
Dann wird dieser Mann von hier fortgehen
.“
Knisternd verklingen die Worte von Mall Singh, gesprochen in einen Phonographentrichter am 11. Dezember 1916 in der Stadt Wünsdorf bei Berlin.
90 Jahre später ist Mall Singh eine Nummer auf einer alten Schellackplatte in einem Archiv, eine unter Hunderten von Stimmen von Kolonialsoldaten des 1. Weltkrieges.
Die Aufnahmen entstanden in einer einmaligen Allianz aus Militär, Wissenschaft und Unterhaltungsindustrie. Philip Scheffner folgt in seiner experimentellen Spurensuche „The Halfmoon Files“ diesen Stimmen an den Ort ihrer Aufnahme. Wie in einem Memoryspiel, das bis zum Ende unvollständig bleibt, deckt er Bilder und Töne auf, in denen die Geister der Vergangenheit zum Leben erwachen. Spiralförmig schrauben sich die Worte seiner Protagonisten ineinander. Diejenigen, die den Aufnahmeknopf drückten an ihren Phonographen, an ihren Foto- und Filmkameras, haben die offizielle Geschichte geschrieben. Mall Singh und die anderen Kriegsgefangenen aus dem Halbmondlager sind aus dieser Geschichte verschwunden. Ihre Geister scheinen mit dem Filmemacher zu spielen, ihm aufzulauern. Sie folgen ihm auf seinem Weg, die Stimmen in ihre Heimat zurückzubringen.
Doch die Handlung der Geschichte entgleitet dem Erzähler. Und die Geister lassen sich nicht vertreiben.
Wenn ein Mensch stirbt, irrt er herum und wird ein Geist.
Es ist die Seele, die umherschweift.
Diese Seele ist wie ein Lufthauch.
Der Geist ist wie die Luft, die uns umgibt.
Er kann überall hingehen
.“

Sendung des Schweizer Radios SRF 2 Kultur

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Das Buch «Unsere Opfer zählen nicht» bei der Bundeszentrale für politische Bildung

Eine ungekürzte Paperback-Ausgabe des Buchs „Unsere Opfer zählen nicht – Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“ ist  kostengünstig (für nur 7 Euro!) bei der Bundeszentrale für politische Bildung erhältlich. Bestellungen unter:
http://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/197024/unsere-opfer-zaehlen-nicht

Das Buch – in der Originalfassung des Verlags AssoziationA – kann hier als PDF kostenlos heruntergeladen werden.

Ausstellungsort verlegt – Presseerklärung vom 24.8.2009

Zensur in der Werkstatt der Kulturen
Erinnerungen an arabische NS-Kollaborateure und Kriegsverbrecher unerwünscht
Die Ausstellung «Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg» 
findet Asyl in den Uferhallen im Wedding

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Nach Gespräch: Schulversion der Ausstellung in Werkstatt der Kulturen

Redebeitrag zur Eröffnung der Ausstellung

Veranstaltung mit Karl Rössel und Levi Salomon in der Jüdischen Gemeinde (Berlin)

Nazikollaborateure in der 3. Welt  und ihre deutschen Apologeten
am Beispiel des Nahen Ostens

Montag, 7. September, 19 Uhr
Oranienburger Strasse 28-30
10117 Berlin

Levi Salomon
Beauftragter für die Bekämpfung des Antisemitismus.
Vorsitzender des „Jüdischen Forums für Demokratie und gegen Antisemitismus“ (Jüdische Gemeinde zu Berlin)

Karl Rössel
Recherche International e.V., Rheinisches JournalistInnenbüro (Köln), Kurator der Ausstellung: „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“
Hier der Link zum Referat Karl Rössels

Redebeitrag zur Eröffnung der Ausstellung in Berlin

Am 1. September 2009 in den Uferhallen (Berlin-Wedding)
von Karl Rössel (Recherche International e.V./Rheinisches JournalistInnenbüro, Köln)

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Nach Gespräch: Schulversion der Ausstellung in Werkstatt der Kulturen

Auf Vorschlag von Recherche International hin wird die Schulversion der Ausstellung „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“ in der Werkstatt der Kulturen gezeigt.

Redebeitrag im Jüdischen Zentrum Berlin

von Karl Rössel (Rheinisches JournalistInnenbüro / Recherche International e.V., Köln)

Zusatzveranstaltung zum Begleitprogramm in Berlin

Freitag, 18. September, 20.00 Uhr, Uferhallen im Wedding
Nazikollaborateure aus der Dritten Welt und ihre deutschen Apologeten
Am Beispiel des Nahen Ostens – mit historischen Filmaufnahmen
Referent: Karl Rössel (Rheinisches JournalistInnenbüro, Köln)

Redebeitrag am 8. Mai 2010 im Sitzungssaal des historischen Rathauses Osnabrück zur Eröffnung der Ausstellung 

 
von Karl Rössel (Rheinisches JournalistInnenbüro / Recherche International e.V., Köln)
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WDR TV-Beitrag zur Ausstellung

Am 9. November 2010 war in der WDR-Fernsehsendung «west.art» ein Beitrag über die Präsentation der Ausstellung im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln zu sehen.

Artikel der Badischen Zeitung zur Ausstellung

Hier finden Sie einen Artikel der Badischen Zeitung vom 12. November 2010 zur Ausstellung.

Pressekonferenz zum Tag der Menschenrechte 2010

Hier das Programm zum Tag der Menschenrechte als Plakat und und als Postkarte zum Download (PDF) und hier die Einladung zur Pressekonferenz.

Pressemitteilung der «AG Trostfrauen im Korea-Verband e.V.» zum Tag der Menschenrechte 2010

hier die ausführliche Pressemappe als PDF zum Download

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Artikel der Saarbrücker Zeitung zur Ausstellung

Hier ein Artikel der Saarbrücker Zeitung zur Ankündigung der Ausstellung, und hier eine Besprechung durch die Saarbrücker Zeitung.

Sendungen in freien Radios über das (Ausstellungs-) Projekt

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Zur Diskussion um den Begriff «Dritte Welt»

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Blockseminar an der Universität Luzern: Asien und Ozeanien im Zweiten Weltkrieg

Gliederung zum Downloaden (hier)

Vorlesung an der Universität Luzern: Verdrehte Geschichte

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Pressespiegel zur Ausstellung in Duisburg

Zeitungsberichterstattung über die Ausstellung in Duisburg vom 20. März bis 15. Mai als PDF (Hier)

Sendungen in freien Radios über das (Ausstellungs-) Projekt

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(Anti-)Kolonialismus-Filmreihe an der Universität Gießen

mit Dokumentation über den 8. Mai 1945 in Algerien

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Vortrag von Karl Rössel in Regensburg

zum Thema „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“
„Jugendinitiative gegen Rassismus und Antisemitismus“ (JIGRA).

8. Mai 2012:Vortrag und Buchvorstellung in Karlsruhe

8. Mai 2012, Karlsruhe (Infoladen): Vortrag und Buchvorstellung mit historischen Fotos und Originaltönen von ZeitzeugInnen. Mit Karl Rössel.
Das Einladungsplakat finden Sie hier zum Download.

Unterrichtsmaterialien von recherche international

Unterrichtsmaterialien, 2. Auflage

Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg
Zweite korrigierte und erweiterte Auflage
November 2012
Die Unterrichtsmaterialien können hier als PDF heruntergeladen werden.

Die Unterrichtsmaterialien enthalten Hintergrundtexte, historische Quellen und Berichte von Zeitzeug:innen zu Folgen des Zweiten Weltkriegs in Afrika, Asien und Ozeanien. Fotogalerien, Zeittafeln, Karten und persönliche Erinnerungen von Kriegsteilnehmer:innen erleichtern den Einstieg ins Thema.

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Kölner Bilz-Preis 2012 an Recherche International e.V.

Presseerklärung der Bilz-Stiftung
Preisverleihung am 20.12.2012 im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln
Laudatio des Schriftstellers Peter Finkelgruen.
Ein Bericht des Kölner Stadtanzeigers vom 28.12.2012 sowie die Glückwünsche des Kölner Oberbürgermeisters Roters  zur Preisverleihung an das Team von Recherche International e.V.

Seminar an der Universität Bielefeld im Sommersemester 2014

Gliederung zum Downloaden (hier)

Fotos der Ausstellung in der Gedenkstätte Lager Sandbostel

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Description du projet

Le Tiers-Monde pendant la Seconde Guerre Mondiale

3www2FranzA4

Télécharger l’exposition sous forme de livret au format PDF

“Only Bullets Don’t Differentiate between Blacks and Whites“

Already written in 2002, but gives a good  idea, what it is all about.
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A European Project Digitising Films From And About World War

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THE THIRD WORLD IN WORLD WAR II

A long term project for a decolonised history of WWII
Contact:
recherche international e.V., Cologne, Germany
℅ Karl Rössel, Kuenstr. 35, 50733 Köln
Tel: ++49 (0) 221 – 239714
E-Mail: karl.roessel@rjb-koeln.de
Download the exhibition as a booklet in PDF format

For more than 20 years a collective of freelance scientists and journalists, based in Cologne, Germany, has been trying to overcome the eurocentric views on the history of World War II, supported by a group of researchers called “recherche international e.V.”.

Chronology of the long-term project
1985 — 2026 here

The historical background
Most standard history books on World War II contain lists of casualties, which do not include those from Africa, Asia, Latin America and Oceania. Some statistics even fail to mention those millions of people who died in China during World War II.
For more than 60 years the number of victims from the Third World that this war caused has nowhere been investigated systematically, the main reason being that most of the countries concerned were then still under European, American, or Japanese tutelage or control. Their casualties were lumped together with the victims of the colonial powers (and thus reduced significantly), or they were simply never counted.
This is all the more appalling since World War II was fought in many Third World countries. Many historians at best mention black soldiers in World War II as exotic footnotes – be they “Senegalese bowmen“ from West Africa or Australian Aborigines. Usually, veterans from the colonies are not invited to attend V-Day celebrations. And until today, they normally do not receive veterans‘ pensions, or if they do, they just make up a fraction of “white“ soldiers‘ pensions. The French government still pays the equivalent of ten U.S. dollars per month to an ancien combatants from Dakar, Senegal, who had been fighting for four years in the French army in Europe.

The book “Our victims don’t count” (2005)
The first result of the research in 30 countries of Africa, Asia and Oceania over a whole decade was the publication of the book “Unsere Opfer zählen nicht – Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“ (“Our victims don’t count – The Third World in World War II”) in 2005. The book was selected by 24 critics in Germany as the most important non-fiction book of the month when it was released and it received dozens of positive reviews underlining that it finally describes an  — until now — almost forgotten chapter in the history books on WWII. After four hard cover editions the Federal Agency for Civic Education published two more paperback editions in 2015 and 2016. A third paperback edition followed in 2019, which is still available. The German version of the book: here

Educational book (2008 / 2012)
In 2008 a special educational edition for teachers and schoolchildren was published in German, followed by a corrected and extended version in 2012. 
The German version of the instructional material:  here

Exhibition (2009 – 2026)
In 2009 an exhibition on the forgotten role of third world countries and their people was presented for the first time in Berlin and was shown throughout more than 70 locations in Germany and Switzerland and in three different sizes (A0, A1 and A2).
It has been shown in historical museums, documentation centers for Nazi history, schools and universities and there are further bookings of this exhibition.

Locations of the A0-Version of the exhibition: here
Locations of the A1-Version of the exhibition: here
Locations of the A2-Version of the exhibition: here
Photos of the exhibition and guest books from several locations: here

The content of the exhibition
The exhibition is based on the book “Unsere Opfer zählen nicht”, which is therefore also used as a catalogue.
The exhibition has 8 chapters:
Prologue: A Short Introduction
(with a video installation called “forgotten liberators”, which shows portraits of 200 men and women from third world countries, who fought against the facist powers as well as a world map of the colonial powers and the colonies at the beginning of WWII).
This is followed by the three main chapters of the exhibition:
Africa in WWII
Asia in WWII
Oceania in WWII
The last, smaller geographical chapter is:
South America and the Caribbean in WWII
and followed by two thematic chapters:
The persecution of Jews outside of Europe
Collaboration
Epilogue (with a statement of Prof. Kum’a Ndumbe titled: “The right to  remembrance”)

Large version of the World Map as PDF here.

Reactions and critics
As for the books on the subject the reactions of visitors of the exhibition in Germany and in Switzerland also were overwhelmingly positive, as can be seen in the guest books from different cities.
People were mostly astonished, if not shooked about the facts on colonial history in WWII of which they had never heard before; most history books do not even mention them.
The only negative criticism of the exhibition came from a few people, who cannot cope with the fact that the exhibition also mentions collaborators of the fascists in different continents. But in more than 60 places where the exhibition was shown, these critics were only a small minority.

The website www.3www.de
This website was created to accompany the exhibition, which provides background information and recommendations (films, literature etc.) for all those interested in the subject and in presenting the exhibition.

EL TERCER MUNDO EN LA SEGUNDA GUERRA MUNDIAL

Descarga aqui: 3ERMUNDOENLAIIGUERRAMUNDIAL(PDF) (~ 70 MB)

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Zensurdebatte um die Ausstellungspremiere in Berlin

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Fotos zu Ausstellung und Begleitprogramm in Köln vom 16.9.2010 bis 16.1.2011

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Fotos zur Ausstellung

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Bilder zu Filmen aus den Begleitprogrammen

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Fotos zum Tag der Menschenrechte in Köln

Fotos zu den Veranstaltungen am Tag der Menschenrechte am 10. und 11. Dezember 2010 im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung

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Links

www.rjb-koeln.de
Internetseite des Rheinischen JournalistInnenbüros, in dem schon in den 1980er Jahren die Idee entstand, die Rolle der Dritten Welt im Zweiten Weltkrieg zu recherchieren und das Mitte der 1990er Jahren mit Recherchen für das Projekt begann. Danach hat es das Buch und die Unterrichtsmaterialien zum Thema sowie ein Schwerpunktheft der Zeitschrift iz3w über Nazikollaborateure in der Dritten Welt publiziert sowie die Wanderausstellung konzipiert und verbreitet.
Nach drei Jahrzehnten unabhängiger journalistischer Arbeit im Kollektiv hat sich das Rheinische JournalistInnenbüro Anfang 2012 aufgelöst. Die Mitglieder des Kollektivs (Birgit Morgenrath, Albrecht Kieser, Gerhard Klas und Karl Rössel) arbeiteten aber weiterhin zusammen in dem von ihnen mitgegründeten Verein Recherche International e.V., der das Projekt «Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg» trug und auch die Wanderausstellung zum Thema sowie diese Internetseite weiter koordinierte.

www.voelkermord-erinnern.de
Die Initiative Völkermord Erinnern hat im April 2018 das Mahnmal «Dieser Schmerz betrifft uns alle» zum ersten Mal an der Kölner Hohenzollernbrücke aufgestellt. Es erinnert – in unmittelbarer Nähe zum Reiterstandbild von Kaiser Wilhelm II – an den Völkermord an den Armeniern, dem zwischen 1915 und 1917 etwa eineinhalb Millionen Armenier*innen zum Opfer fielen. Das deutsche Kaiserreich trug Mitverantwortung am Menschheitsverbrechen seines Verbündeten, des damaligen Osmanischen Reiches.
Die Kölner Verwaltung hat das Mahnmal immer wieder abbauen lassen, seit April 2023 wird es aufgrund von Beschlüssen der zuständigen Bezirksvertretung und des Rates der Stadt Köln immerhin geduldet.
Zahlreiche erinnerungspolitische Gruppen und Institutionen, Kirchen, Kulturschaffende, Prominente und auch recherche international e.V. unterstützen das Ziel der Initiative, das Mahnmal dauerhaft zu installieren.

http://lernpfad.bgs-chur.ch/ausstellung/
Das Bildungszentrum Gesundheit und Soziales (BGS) in Chur (Schweiz) hat diese Internetseite für ihre Präsentation der Ausstellung «Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg» (22. November 2011 bis 31. Januar 2012) entwickelt.

www.ali.antifa.de
Internetseite des Vereins für antifaschistische Kultur mit Berichten und Fotos über die Präsentation der Ausstellung „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“ in Göttingen 2011 und 2025 sowie über ein antifaschistisches Kulturfest zum Jahrestag der Befreiung am 8. Mai 2016.
Auf der Internetseite ist auch der Aufruf „Befreiung von Faschismus und Kolonialismus“ nachzulesen, den die Göttinger Antifa zur Ausstellung publiziert hat und in dem sich u.a. eine ausführliche Begründung dafür findet, warum auch das japanische Gesellschaftssystem zur Zeit des Zweiten Weltkriegs als „faschistisch“ bezeichnet werden kann, wenn nicht muss.

www.rfi.fr/contenu/20100331-le-site-tirailleurs-2010
Zum 50. Jahrestag der afrikanischen Unabhängigkeit hat der internationale französische Rundfunksender rfi eine Internetseite zur Erinnerung an die afrikanischen Kolonialsoldaten in französischen Diensten eingerichtet (Le Site Tirailleurs). Darüber hinaus hat rfi auch eine Sammlung von Originaltönen und Radiobeiträgen unter dem Titel «Mémoires de Tirailleurs» auf drei CDs herausgegeben.

https://womenandwar.net/definition-eng
Auf der Internetseite des «Koreanischen Rats für Frauen, die vom japanischen Militär zu sexueller Sklaverei gezwungen wurden» sind die Bemühungen der Opfer japanischer Massenvergewaltigungen dokumentiert, von der Regierung in Tokio endlich Entschuldigungen und Entschädigungen für die ihnen zugefügten Gräueltaten zu erhalten. Darüber hinaus finden sich auf der Seite Berichte über Demonstrationen koreanischer Frauen vor der japanischen Botschaft in Seoul und über ein im Jahre 2001 gegründetes Menschenrechtszentrum für Frauen im Krieg («War and Women’s Human Rights Centre»).

www.terre-des-femmes.de
TERRE DES FEMMES ist eine gemeinnützige Menschenrechtsorganisation für Frauen und Mädchen, die durch internationale Vernetzung, Öffentlichkeitsarbeit, Aktionen, Einzelfallhilfe und Förderung von einzelnen Projekten Frauen und Mädchen unterstützt. TERRE DES FEMMES setzt sich dafür ein, dass Frauen und Mädchen ein gleichberechtigtes und selbstbestimmtes Leben führen können und unveränderliche Rechte genießen. Die Organisation setzt sich auch mit dem Thema «Gewalt gegen Frauen» in Kriegen auseinander und bietet deutschsprachige Informationen dazu an.

www.filminitiativ.de
Internetseite von FilmInitiativ Köln e.V. 1988 gegründet hat diese ehrenamtlich arbeitende Gruppe zahlreiche politische Filmreihen präsentiert, darunter auch begleitend zur Vorstellung des Buchs «Unsere Opfer zählen nicht – Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg» im Jahre 2005 in Köln, Bonn und Bochum sowie zur Präsentation der Ausstellung in Köln in den Jahren 2010 und 2025. Die Initiative veranstaltet seit 1992 das Kölner Afrika-Filmfestival «Jenseits von Europa», dessen 11. Ausgabe im September 2010 parallel zur Präsentation der Wanderausstellung im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln (16. 9. bis 14.11.2011) eine Sonderreihe über Afrika im Zweiten Weltkrieg bot. FilmInitiativ Köln war auch an der Zusammenstellung der Filmempfehlungen für das Projekt «Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg» beteiligt.

www.assoziation-a.de
Der in Hamburg und Berlin ansässige Verlag hat nicht nur das Buch «Unsere Opfer zählen nicht – Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg» in erster (2005), zweiter (2009), dritter (2010) und vierter (2012) Auflage herausgegeben, sondern auch weitere Publikationen zu einzelnen Aspekten des Themas wie «Hitlers afrikanische Opfer» von Raffael Scheck (2009), «Die Türkei, die Juden und der Holocaust» von Cory Guttstadt (2009) und «Odessa – Die wahre Geschichte» von Uki Goňi (2006) über die organisierte Fluchthilfe für NS-Kriegsverbrecher nach Argentinien.

www.exile-ev.de
Gegründet 1982, hat die EXILE-Kulturkoordination ihren Sitz seit 1990 in Essen. Im Sinne eines internationalen und interkulturellen Austausches bemüht sich die Initiative darum, der hiesigen Öffentlichkeit Kulturen aus den Ländern des Südens und der hier lebenden Migrantinnen und Migranten zu präsentieren und dafür Ausstellungen, Workshops, Lesungen, Konzerte, Kunstprojekte und Publikationen zu konzipieren und als Non-Profit-Agentur zu vermitteln. Darüber hinaus bietet sie Beratung und Qualifikationsangebote im interkulturellen Kunst- und Kulturmanagement. Die Arbeit der EXILE-Kulturkoordination beruht auf der Grundlage, dass Medien wie Musik, Theater, Literatur oder Bildende Kunst besonders geeignet sind, einen Zugang zu Perspektiven und Lebenserfahrungen von Menschen in und aus anderen Ländern und Kontinenten zu ermöglichen und so, im Zuge der Globalisierung, für einen bewussteren Umgang mit der eigenen und mit anderen Kulturen zu sensibilisieren. Die Kulturkoordination EXILE initiierte die Präsentation der Ausstellung «Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg» von September bis November 2011 in der VHS Essen und unterstützte auch die Präsentation einer englischen Version der Ausstellung in Südafrika seit 2017.

www.rheinklang.de
Kölner Ton- und Videostudio «Rheinklang», das nicht nur die den Unterrichtsmaterialien beiliegende CD mit Originaltönen von Zeitzeugen aus 13 Ländern zu marktunüblichen solidarischen Preisen produziert hat, sondern auch die Hör- und Video-Stationen zur Wanderausstellung über «Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg». Für potentielle Aussteller, die preisgünstig audiovisuelle Medien erstellen und einsetzen wollen, sehr empfehlenswert.

www.iz3w.org
Die beste deutschsprachige Zeitschrift zu internationalistischen Themen (iz3w) erscheint zweimonatlich. Sie hat das Projekt von Beginn an publizistisch begleitet, das Buch über «Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg» mit Vorabdruck und in einer ausführlichen Rezension ebenso vorgestellt wie die Unterrichtsmaterialien und die Wanderausstellung. Die Herausgeber der iz3w, die «Aktion Dritte Welt e.V. – Informationszentrum 3. Welt», organisierten auch die Präsentation der Wanderausstellung Ende 2010/Anfang 2011 in Freiburg. 2009 publizierte die Zeitschrift einen 24-seitigen Themenschwerpunkt über Nazi-Kollaborateure in der Dritten Welt. 2025 folgte ein Dossier zu «80 Jahre Befreiung». Anlässlich der letzten großen Ausstellungspräsentation in Köln im Frühjahr 2025 publizierte das iz3w zudem einen 160 Seiten starken Reader mit allen Artikeln über «Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg», die von 2005 bis 2025 in der Zeitschrift erschienen sind.
2014 publizierte die Zeitschrift iz3w auch eine Serie von Artikeln (u.a. von Recherche International e.V.) über «Die Dritte Welt im ERSTEN Weltkrieg».

www.wam-peace.org
Das «women’s active museum on war and peace» (wam) in Tokio bemüht sich um die Aufarbeitung der Massenvergewaltigungen von asiatischen Frauen in Bordellen des japanischen Militärs im Zweiten Weltkrieg. Im November 2008 organisierte die Initiative die 9. asiatische Solidaritätskonferenz zur sexuellen Versklavung von Frauen durch das japanische Militär. Für die Wanderausstellung über «Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg» stellte «wam» 50 Portraits von überlebenden Frauen aus verschiedenen asiatischen Ländern zur Verfügung, die von Japan Entschuldigungen und Entschädigungen fordern.

www.thevoiceforum.org
«The Voice Refugee Forum» ist eine Organisation, die 1994 in Thüringen gegründet wurde, um die Rechte von Flüchtlingen zu verteidigen, denen die Abschiebung droht, und Widerstand gegen rassistische Vorurteile und bürokratische Verhaltensweisen zu leisten. Nach dem Motto «Wir sind hier, weil Ihr unsere Länder zerstört habt» verweist die Initiative von Menschenrechts-AktivistInnen darauf, dass die wesentlichsten Fluchtursachen in der Geschichte des Kolonialismus und in den neokolonialen Strukturen zu suchen sind, die im Zweiten Weltkrieg ausgebaut und zementiert wurden, und bis heute fortwirken.

www.memri.org/
Das «Middle East Media Research Institute» (MEMRI) will zur «Überwindung von Sprachbarriere zwischen dem Nahen Osten und dem Westen» beitragen. Es liefert auf seiner Internetseite Übersetzungen von Presseberichten, Reden, Parteiprogrammen u.ä. aus arabischen Ländern und dokumentiert damit das erschreckende Ausmaß und die aktuellen Äußerungsformen des Antisemitismus in der arabischen Welt. Dazu gehören die Leugnung des Holocausts und die Verharmlosung wenn nicht gar Verherrlichung des Nationalsozialismus, der während des Zweiten Weltkriegs nirgends außerhalb Europas mehr Sympathisanten und Kollaborateure fand als im Nahen Osten.

www.buko.info
Die Bundeskoordination Internationalismus (BUKO) ist ein unabhängiger Dachverband, dem über 120 Dritte-Welt-Gruppen, entwicklungspolitische Organisationen, internationalistische Initiativen, Solidaritätsgruppen, Läden, Kampagnen und Zeitschriftenprojekte angehören. Der Ursprung der BUKO lag in den Solidaritätsbewegungen mit den Befreiungskämpfen im globalen Süden. Die BUKO versteht sich als Ort linker, herrschaftskritischer Debatten und vernetzt dabei BUKO-Kampagnen und Arbeitszusammenhänge, die aus entwicklungspolitischer Mobilisierung und politischer Arbeit hervorgegangen sind. Der seit 1977 stattfindende Bundeskongress der BUKO ist für die Linke in der Bundesrepublik zu einer Institution geworden. Recherche International e.V. hat das Projekt «Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg» auf mehreren Kongressen vorgestellt: 2005 das Buch, 2008 die Unterrichtsmaterialien und 2009 die Wanderausstellung, die in vielen Städten von BUKO-Gruppen (mit)organisiert wurde. Die A1-Fassung derAusstellung der Ausstellung war im Oktober 2025 auch noch einmal beim BUKO-Kongress in Kassel zu sehen.

www.berlin-postkolonial.de
www.freiburg-postkolonial.de
www.hamburg-postkolonial.de
www.kopfwelten.org/
www.a3wsaar.de
Internetseiten von lokalen Initiativen, die sich mit unaufgearbeiteten Kapiteln und Spuren der deutschen Kolonialgeschichte in ihren jeweiligen Städten bzw. Regionen auseinandersetzen. Dabei geht es auch um Personen und Institutionen, die in den Weltkriegen und in der NS-Zeit bedeutsam waren, so zum Beispiel in der Kampagne der Aktion Dritte Welt Saar gegen die anhaltende Ignoranz gegenüber den Kolonialverbrechen des Generals Paul von Lettow-Vorbeck, dessen Kriegszügen im Ersten Weltkrieg Hunderttausende Menschen zum Opfer fielen und der nach 1945 an seinem Geburtshaus in Saarlouis mit einer Gedenktafel als «unbesiegter, ritterlicher Verteidiger Deutsch-Ostafrikas» geehrt wurde. Die genannten Initiativen bieten nicht nur aufbereitete Informationen und virtuelle Ausstellungen zum Thema im Internet, sondern organisieren vor Ort auch antikoloniale Führungen und Stadtrundgänge sowie in Hamburg Hafenrundfahrten.

https://memorialgates.com
Internetseite des «Memorial Gate»-Projekts, das sich um die Aufarbeitung der Geschichte schwarzer und asiatischer KriegsteilnehmerInnen unter britischem Kommando im Ersten und Zweiten Weltkrieg bemüht, ein Denkmal zu ihren Ehren durchgesetzt (Memorial Gate) und sehr empfehlenswerte Unterrichtsmaterialien zum Thema in englischer Sprache herausgegeben hat («We also served»).

www.mena-watch.com
Unabhängiger Nahost-Thinktank, der – u.a. in einem kosenlosen Newsletter – regelmäßig Hintergrundartikel über politische Entwicklungen im Nahen Osten und Nord-Afrika sowie über den grassierenden Antisemitismus weltweit publiziert. Dabei wird auch immer wieder an die Tradition des eliminatorischen Antisemitismus in der Region seit dem Zweiten Weltkrieg erinnert.

https://histoirecoloniale.net
Französischsprachige Internetseite zur Kolonialgeschichte mit Beiträgen über Kolonialsoldaten im Zweiten Weltkrieg.

Kosten des Hiphop-Tanztheaters

Dokumentarfilm über die Theatergruppe

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Trailer

Trailer des Hiphop-Tanztheaters „Die vergessenen Befreier“

Mit deutschen Untertiteln

Ausschnitte aus einer Aufführung auf Französisch

Reaktion von Schüler:innen

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«Die vergessenen Befreier» («A nos morts»)

Hiphop-Tanztheater in Erinnerung an die französischen Kolonialsoldaten

Compagnie Mémoires Vives (Straßburg) in französischer Sprache mit deutschen Obertiteln mit Yan Gilg, Farba Mbaye, Maeva Heitz, Sovannak Nam, Ibrahima M’Bodji, Christophe Roser, Yassine Allouache, Mickaël Stoll.

Mit Hiphop-Songs und poetischen Texten, Break-Dance und einer hinreißende Choreograhie vor historischen Fotos und Filmausschnitten erinnert diese zeitgenössische Performance an die Millionen Soldaten aus den französischen Kolonien, die 1914-18 an vorderster Front für Frankreich gekämpft haben und die im Zweiten Weltkrieg mithalfen, Europa vom Faschismus zu befreien. Heute weitgehend vergessen, erweist ihnen das Projekt «Mémoires Vives» aus den Straßburger Banlieus seinen Respekt, indem es ein bedeutendes, aber verdrängtes Kapitel der Geschichte in zeitgenössischer Form auf die Bühne bringt.
 

Die ersten Aufführungen des Hiphop-Tanztheaters, das von recherche international mit deutschen Obertiteln versehen wurde, waren begleitend zur Ausstellung in Berlin (2009), Köln (2010) Freiburg und Luzern (2011) sowie in Frankfurt (2013) zu sehen. Nahezu alle Aufführungen waren ausverkauft und das Publikum zeigte sich überall bewegt und begeistert.
Deshalb lud recherche international die französische Theatergruppe zur letzten großen Ausstellungspräsentation im Frühjahr 2025 erneut nach Köln ein. Für diesen Auftritt musste das Stück mit jungen Darsteller:innen, Tänzer:innen und Sänger:innen komplett neu einstudiert werden. Aber der Aufwand hat sich gelohnt: Alle drei Vorführungen im Mai 2025 im Bürgerzentrum Nippes-Altenberger Hof – darunter eine Schulvorstellung – waren ausgebucht und wurden von den jeweils ca. 250 Besucher:innen mit Standing Ovations gefeiert. Die Schüler:innen diskutierten im Anschluss daran noch eine Stunde lang engagiert mit den DarstellerInnen.

Die Neuinszenierung des Stücks konnte danach auch bei einem Festival zum 80. Jahrestag der Befreiungs Straßburgs mit großem Erfolg vor französischem Publikum aufgeführt werden.

Die Kontaktadresse für Buchungen der Theatergruppe (Compagnie Mémoires Vives) ist:
Fabrique Artistique Culturelle et Citoyen
faccfr.prod@gmail.com
faccfr-yangilg@hotmail.com

Interview zum Hiphop-Tanztheater

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Informationen zu den ReferentInnen

Recherche International e.V.:

Karl Rössel (Karl.Roessel@rjb-koeln.de, Tel.: 0221 – 23 97 14)
Journalist, im Jahr 1996 Mitinitiator des Projekts «Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg». Recherchen zum Thema in Westafrika, Ozeanien, Australien und auf den Philippinen.
Kurator der Ausstellung. Ko-Autor des Buchs und der Unterrichtsmaterialien zum Thema.
Themen:
* Überblicksreferat zur Bedeutung der Dritten Welt im Zweiten Weltkrieg
* Afrika im Zweiten Weltkrieg (Überblick)
* Asien im Zweiten Weltkrieg (Überblick) 
* Die Philippinen – ein Land im Widerstand. 
* Ozeanien im Zweiten Weltkrieg (Überblick)
* Australische Aborigines im Zweiten Weltkrieg
* Nazikollaborateure in der 3. Welt und ihre deutschen Apologeten
* Überblick über die faschistische «Internationale» (mit Fotos)
* Kollaboration am Beispiel Palästina/Naher Osten
* Teilnahme und Redebeiträge bei der Eröffnung der Ausstellung
* Einführungen und Hintergrundgespräche zu Filmen des Begleitprogramms
* Führungen durch die Ausstellung 

Charles Onana (contact@editionsduboiris.com)
Journalist aus Kamerun und Direktor des Verlags «Editions Duboiris» in Paris. Wohnort: Paris.
Thema: Frankreich und seine vergessenen Befreier – Zur Rolle und Diskriminierung afrikanischer Soldaten aus den französischen Kolonien
Vortragssprache: Französisch
Infos zum Referenten: Charles Onana hat im Jahre 2003 in seinem Verlag (Editions Duboiris) eine fundierte Untersuchung über die Behandlung der französischen (Kolonial-) Soldaten vorgelegt («Enquête sur les combattants de la République 1939-2003»). Sie trägt den Titel «La France et ses Tirailleurs». Das Vorwort schrieb der ehemalige Generalsekretär der UNESCO (und Kriegsteilnehmer) Amadou Mahtar M’Bow aus dem Senegal und Informationen daraus sind in das Buch des Rheinischen JournalistInnenbüros über «Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg» eingeflossen.
Charles Onana hat weitere Bücher über Hintergründe des Völkermords in Ruanda («Les secrets du génocide rwandais») und das Regime des Diktators Bokassa in Zentralafrika («Bokassa: ascension et chute d’un empereur») veröffentlicht.
Er hat auch einen Dokumentarfilm über Frankreich und seine vergessenen Befreier («La France et ses liberateurs») realisiert, den recherne international mit deutschen Untertiteln versehen und mehrfach gezeigt hat. (Deutscher Titel: „Frankreich und seine Befreier“).
2016 veröffentlichte er zudem die französische Übersetzung der Biographie von Theodor Wonja Michael «Allemand et Noir en plus!» («Deutsch sein und Schwarz dazu»).

Raphael Scheck (rmscheck@colby.edu)
Geb. in Freiburg im Breisgau, studierte an der Universität Zürich und der Brandeis University in Waltham (Massachusetts). Habilitation an der Universität Basel. Derzeit Professor für Europäische Geschichte der Neuesten Zeit am Colby College in Waterville, Maine (USA). Lebt und arbeitet in den USA.
Thema: Hitlers afrikanische Opfer – Die Massaker der Wehrmacht an schwarzen französischen Soldaten
Vortragssprache: Deutsch
Infos zum Referenten: Raphael Scheck legte 2006 zunächst in englischer Sprache seine Untersuchung «Hitler’s African Victims» vor, die das Bild der deutschen Wehrmacht in einem wichtigen Punkt revidierte. Bis dahin hatte die historische Literatur der Wehrmacht für den Krieg gegen Frankreich im Allgemeinen ein korrektes Verhalten bescheinigt, das in scharfem Kontrast zur deutschen Kriegführung im Osten stehe. Aufgrund der Archivquellen, die Raffael Scheck erschlossen hat, ist dieses Bild nicht mehr aufrechtzuerhalten und damit auch die letzte Legende der Wehrmacht von einem «sauberen Westfeldzug» nicht länger haltbar. Denn Scheck belegte erstmals detailliert, dass die Wehrmacht im Mai und Juni 1940 Massaker an schwarzen Soldaten und Kriegsgefangenen verübte, die in der französischen Armee gekämpft hatten, und er zeigt auf, wie weit die Nazifizierung der Truppe bereits zu diesem Zeitpunkt fortgeschritten war. Mehrere Tausend schwarze Gefangene wurden während des Feldzugs ermordet und eine unbestimmte Zahl von Schwarzen wurde erschossen, ohne Gelegenheit zu bekommen, sich zu ergeben. Scheck stellt in seinem Buch die Massaker an schwarzen Soldaten in die Kontinuitätslinie der Brutalisierung der deutschen Kriegsführung seit den Kolonialkriegen gegen die Hereros und den Maji-Maji-Aufstand. Er untersucht darüber hinaus die deutsche Propaganda gegen die sog. «Schwarze Schmach» während der Rheinlandbesetzung, welche die Stationierung von Kolonialtruppen in Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg als Verbrechen und Provokation darstellte. Die Nationalsozialisten hielten die Erinnerung an diese Hetzkampagne auch nach 1933 wach. Als «Rheinlandbastarde» diffamierte Kinder wurden während des Dritten Reichs erfasst und sterilisiert. 
Schecks Buch über die vergessenen Wehrmachtsverbrechen an afrikanischen Kolonialsoldaten konnte zunächst nur in englisch und französisch erscheinen, bis es – vermittelt vom Rheinischen JournalistInnenbüro, das über seine Recherchen Kontakte zu Scheck geknüpft hatte – im Frühjahr 2009 im Verlag Assoziation A erscheinen konnte, der auch das Buch über «Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg» publiziert hat.
Zu den weiteren Publikationen Schecks gehören «Alfred von Tirpitz and German Right Wing Politicvs, 1914-30» und «Mothers of the Nation: Right-Wing Women in Weimar Germany».
Konditionen: Da Scheck in den USA lebt und lehrt, steht er nur eingeschränkt für Veranstaltungen in Deutschland zur Verfügung. Im Rahmen einer Lesereise wird er Ende August/Anfang September 2009 im Begleitprogramm zur Ausstellungseröffnung in Berlin auftreten. Danach kann er erst wieder ab Sommer 2010 Veranstaltungstermine in Deutschland wahrnehmen, da er dann bis 2011 für ein Forschungsjahr freigestellt ist. Auch wenn er aus familiären Gründen jeweils nur kurz kommen könnte, wären z.B. Termine in Ausstellungsorten wie z.B. Osanabrück (im Frühsommer 2010) und Köln (im Spätsommer 2010) realisierbar. In Bezug auf eine mögliche Honorierung erwartet er «nicht viel, wäre aber für Erstattung der Reisekosten und (bescheidene) Unterkunft sehr dankbar».

Nataly Han (nataly.han@gmx.net)
Mitarbeiterin im Korea-Verband. Koreanistin. Dolmetscherin. Wohnort: Berlin
Thema: Die Massenvergewaltigungen von Frauen in japanischen Militärbordellen
Vortragssprache: Deutsch
Infos zur Referentin: Nataly Han hat sich intensiv mit der Situation der sogenannten «Comfort Women» («Trostfrauen») beschäftigt, die von den japanischen Streitkräften in ihre Militärbordelle verschleppt wurden. Sie hat dazu zuletzt einen Beitrag im Korea-Forum publiziert und sie sammelt derzeit Material zu einer gesonderten Ausstellung zum Thema.
Zusammen mit der koreanischen Studentengruppe der FU und koreanischen Frauengruppen hat sie 2008 in Berlin eine Veranstaltung mit der Zeitzeugin Gil Wonok organisiert und über diese auch ein kurzes Filmportrait produziert, das im Januar 2009 in der Sendereihe «Japanorama» des Offenen Kanals lief. Außerdem steht sie in Kontakt zu Initiativen aus Japan und Korea, die eine «Anti-Yasukuni-Kampagne» planen. Damit soll gegen die anhaltende Ehrung japanischer Kriegsverbrecher durch die Regierung in Tokio im dortigen Yasukuni-Schrein protestiert werden.
Im November 2007 hat Nataly Han auch eine Ausstellung über Zwangsprostituierte aus dem KZ Ravensbrück in Korea gezeigt, um auf die Parallelität von systematischen Kriegsverbrechen gegen Frauen zu verweisen.
Nataly Han steht sowohl als Referentin über die Massenvergewaltigungen von Frauen in japanischen Militärbordellen zur Verfügung als auch als fachkundige Gesprächspartner zu dem koreanischen Dokumentarfilm «Nasn Maksori 2 – Habitual Sadness», der den Alltag und das politische Engagement einiger überlebender Frauen in Korea zeigt, und zu „63 years on…“ („63 Jahre danach“), einem Filmportrait von Fünf Überlebenden, das recherche international mit Hilfe von FilmInitiativ Köln und dem Koreaverband in Berlin im Jahr 2010 für Begleitveranstaltungen zur Ausstellung deutsch untertiteln ließ, sowie auch den Film «Because we were beautiful» über «Comfort Women» aus Indonesien.
Nataly Han kann auch Kontakte zu dem japanischen Fotografen Tsukasa Yajima vermitteln, der in Berlin lebt, intensiv zu dem Thema gearbeitet und Fotos von betroffenen Frauen in Korea, China und Taiwan gemacht hat, die er – akustisch untermalt von Gesängen der Frauen – in einer Videoinstallation präsentiert.
Konditionen: Übernahme von Reise- und Übernachtungskosten. Honorar nach Vereinbarung.
Der Flyer zu dem vom Korea-Verband angebotenen Veranstaltungspaket mit Nataly Han und Tsukasa Yajima findet sich hier.

Corry Guttstadt (corryg@gmx.net)
Turkologin, Lehrerin, Übersetzerin und Autorin. Wohnort: Hamburg
Thema: Istanbul – Paris – Ausschwitz. Türkische Juden als Opfer des Holocausts
Infos zur Referentin: Corry Guttstadt hat 2008 ein Buch publiziert, das denTitel trägt «Die Türkei, die Juden und der Holocaust» und schon jetzt als Standardwerk zum Thema gilt. Etwa 30.000 türkische Juden lebten während der Zwischenkriegszeit in verschiedenen europäischen Ländern. Obwohl sie eine zahlenmäßig bedeutende Gruppe bildeten und viele von ihnen Opfer des Holocausts wurden, war ihr Schicksal bislang weitgehend unbekannt. Corry Guttstadt hat die wechselvolle Geschichte der türkischen Juden recherchiert und beschrieben. Noch gegen Ende des 19. Jahrhunderts hatten die etwa 400.000 Juden des Osmanischen Reiches weltweit eine der größten und blühendsten Gemeinden gestellt. Die Kriege zu Beginn des 20. Jahrhunderts sowie der forcierte Nationalismus trieb viele von ihnen in die Emigration. In zahlreichen europäischen Metropolen entstanden türkisch-jüdische Gemeinden, die ihre eigenen kulturellen und sozialen Strukturen hervorbrachten. Während des Nationalsozialismus wurden auch viele ihrer Mitglieder Opfer der Judenverfolgung, obwohl sie als Angehörige der im Krieg neutralen Türkei speziellen Bedingungen unterlagen. Corry Guttstadt dokumentiert die widersprüchliche Politik der türkischen Regierung, die zwar einerseits verfolgten deutsch-jüdischen Wissenschaftlern und Künstlern Exil gewährte, andererseits jedoch wenig unternahm, um ihre im NS-Machtbereich befindlichen jüdischen Staatsbürger zu retten. Ihr Buch hat nicht nur eine wichtige Forschungslücke geschlossen, sondern erhält vor dem Hintergrund eines erstarkten Antisemitismus in der Türkei sowie der Diskussion um Holocaustgedenken in der Migrationsgesellschaft eine besondere Aktualität.
2014 publizierte Corry Guttstadt das Buch «Wege ohne Heimkehr – Die Armenier, der Erste Weltkrieg und die Folgen» und 2023 gehörte sie zu den Herausgeberinnen des Sammelbands «Antisemitismus in und aus der Türkei».

Gert Eisenbürger (ila@ila-bonn.de)
Buchautor und Publizist. Langjähriger Mitarbeiter der Informationsstelle Lateinamerika in Bonn. 
Thema: Lateinamerika und Karibik im Zweiten Weltkrieg
Infos zum Referenten: Gert Eisenbürger hat zahlreiche Bücher und Artikel über lateinamerikanische Themen publiziert und auch das Kapitel über Lateinamerika im Zweiten Weltkrieg für das Buch «Unserer Opfer zählen nicht – Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg» verfasst. Darin beschreibt er nicht nur die ökonomischen und militärischen Folgen des Kriegs für den Kontinent, sondern auch um die Bedeutung verschiedener lateinamerikanischer Länder als Fluchtpunkt für jüdische und politische Flüchtlinge aus Europa.
Gert Eisenbürger hat u.a. unter dem Titel «Lebenswege» 15 «Biographien zwischen Europa und Lateinamerika» herausgegeben und zusammen mit Theo Bruns und Stefan Thimmel eine politische Landeskunde zu Uruguay.

Sonja Wegner (s.wegner@talk21.com)
Historikerin, Publizistin, Buchautorin
Thema: Exil während der NS-Zeit in Lateinamerika, insbesondere in Uruguay
Infos zur Referentin: Sonja Wegner hat 2013 ein Buch zum Exil in Uruguay veröffentlicht (Zuflucht in einem fremden Land. Exil in Uruguay 1933-1945) und schließt mit dieser Länderstudie zum Exilland Uruguay, das in der Zeit von 1933-1945 etwa 10 000 deutschsprachige Emigranten, überwiegend Juden, aufnahm, eine Forschungslücke. Das Buch beleuchtet die Schwierigkeiten während der NS-Zeit ein Einwanderungsland zu finden und Deutschland zu verlassen, die Einwanderungsgesetze sowie die politische und wirtschaftliche Situation Uruguays in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sowie die Versuche der Emigranten, ihren Lebensunterhalt zu verdienen und ihr soziales, religiöses und kulturelles Leben zu organisieren. Dabei wird auch die Rolle der deutschen Gesandtschaft und der deutschen Kolonie in Uruguay beleuchtet. Grundlage für das Buch sind zahlreiche Interviews mit Zeitzeugen und intensive Archivarbeit mit dem Ziel, den Opfern ihre Stimme wiederzugeben und die persönlichen Geschichten in die große Geschichte zu integrieren.

Uki Goñi (Kontakt: Theo Bruns/Verlag Assoziation A, Hamburg, hamburg@assoziation-a.de)
Journalist und Buchautor. Wohnort: Buenos Aires (Argentinien)
Thema: Die organisierte Fluchthilfe für NS-Verbrecher nach Argentinien
Vortragssprache: Spanisch
Infos zum Referenten: 2006 erschien unter dem Titel «Odessa – Die wahre Geschichte der Fluchthilfe für NS-Kriegsverbrecher» die deutsche Übersetzung eines Buchs, das Uki Goñi vier Jahre zuvor verfasst hatte. Bei seinen Recherchen zu diesem Buch hatte Goñi festgestellt, dass Dokumente zu diesem Thema noch kurz zuvor in Argentinien von der Regierung vernichtet worden waren. Doch in Archiven rund um die Welt fand er z.B. noch Belege dafür, dass es während des Zweiten Weltkrieges Anweisungen der argentinischen Regierung gegeben hatte, jüdischen Flüchtlingen Visa und Einreise zu verwehren und Naziverbrechern aus Europa zur Flucht zu verhelfen, darunter prominente Kriegsverbrecher wie Eichmann, Mengele und Barbie, die sich mit Unterstützung des Vatikans und des Roten Kreuzes nach Argentinien absetzen konnten. Dabei wurden die Fäden der organisierten Fluchthilfe – wie Goñi nachweist – im Palast des argentinischen Präsidenten Juan Domingo Perón gezogen, einem Bewunderer des europäischen Faschismus. Lateinamerika-Experten hierzulande verbreiten trotz alledem weiterhin, die Fluchthilfe für Nazis in Argentinien sei nicht mehr als ein «Mythos», was Veranstaltungen zu diesem Thema um so aktuell wie dringlich macht.
Konditionen: Uki Goñi lebt in Buenos Aires. Kontakte zu ihm vermittelt sein deutscher Verleger Theo Bruns vom Verlag Assoziation A (s.o.).

Luis de Oliveira (lc.oli@hotmail.com)
Luis de Oliveira ist in Brasilien geboren und hat dort als Journalist gearbeitet, bevor er nach Italien auswanderte, in das Land, aus dem seine Großeltern stammen. Als er sich in Barga, einem toskanischen Bergstädtchen in den Apuanischen Alpen, niederließ, musste er feststellen, dass dort nichts an den Beitrag erinnerte, den 25.000 brasilianische Soldaten im Zweiten Weltkrieg im Kampf gegen die deutsche Wehrmacht zur Befreiung dieser Region geleistet haben. Deshalb suchte er nach Dokumenten und Zeitzeugnissen über die brasilianischen Einsätze in der Toskana und eröffnete schließlich in Eigeninitiative ein kleines Museum: die Casa Brasile in Toscana. Es enthielt Memorabilia zur Rolle der Força Expedicionária Brasilieira (FEB) in Italien.
Kondition: Luis de Oliveira lebt in Brasilien. Vortragssprache ist Portugiesisch.

Katharina Oguntoye (koguntoye@t-online.de)
Katarina Oguntoye hat bei der Abschlusspräsentation der großen Ausstellungsversion im Frühjahr 2025 in Köln über «Resilienz Schwarzer Deutscher während des NS-Regimes» referiert.
Denn an die Geschichten von Menschen afrikanischer Herkunft, die über Jahrhunderte in Deutschland lebten, wird viel zu wenig erinnert. Erst durch die Umbenennung einer Straße in Berlin wurde z.B. Anton Wilhelm Amo bekannt. Er war der erste afrikanische Student und Dozent an einer deutschen Universität im 18. Jahrhundert. Weniger berühmte Vertreter der afrodeutschen Community bleiben noch unentdeckt. Und doch sind es ihre Lebensgeschichten, die uns die historische Einordnung afrodeutscher Erfahrungen ermöglichen. Wer waren George Padmore, die Schwestern Erika und Doris Diek, Motoro Bakari oder Fasia Jansen? Anhand einer Auswahl von Lebensgeschichten zeichnet Katharina Oguntoye die Erfahrungen Schwarzer Deutscher in der NS-Zeit nach.
Katharina Oguntoye ist Ko-Autorin des Buches «Farbe bekennen. Afro-deutsche Frauen auf den Spuren ihrer Geschichte» (Berlin, 1986), Mitbegründerin der «Initiative Schwarze Menschen in Deutschland» (1985) und von ADEFRA (1986/1987) sowie des Vereins JOLIBA – Interkulturelles Netzwerk in Berlin e.V. (1997), den sie 25 Jahre leitete.

Themen

Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg

Überblicksreferat zur Bedeutung der Dritten Welt im Zweiten Weltkrieg
(mit Fotos und Originaltönen von ZeitzeugInnen)
Karl Rössel (Recherche International e.V.)
Kontakt: Karl.Roessel@rjb-koeln.de, Tel.: 0221 – 32 97 14

Afrika

Afrika im Zweiten Weltkrieg (Überblick mit Fotos und Originaltönen von ZeitzeugInnen)
Karl Rössel (siehe oben)

„Frankreich und seine Befreier“ – Zur Rolle und Diskriminierung afrikanischer Soldaten aus den französischen Kolonien
Charles Onana (Paris/Kamerun, Journalist, Buchautor, Filmemacher und Verleger)
Kontakt: contact@editionsduboiris.com

Wehrmachtsverbrechen an afrikanischen Kriegsgefangenen in Frankreich 1940
Raphael Scheck, Professor für Europäische Geschichte in Maine, USA
Kontakt: rmscheck@colby.edu

Die Kolonialpläne der Nationalsozialisten
Karl Rössel (siehe oben)

Schwarze im Nationalsozialismus
Katharina Oguntoye (Historikerin und Aktivistin, Berlin)
Kontakt: koguntoye@t-online.de

Afrikanische Kolonialsoldaten in deutscher Perspektive
Heiko Wegmann (Historiker und Leiter des Projekts freiburg-postkolonial)
Kontakt: heiko.wegmann@gmx.net

Der Holocaust und Nord-Afrika
Aomar Boum (Professor für Anthropologie und sephardische Geschichte an der University of California, Los Angeles, USA)
Kontakt: aomar1@gmail.com

Asien

Asien im Zweiten Weltkrieg (Überblick mit Fotos und Originaltönen von ZeitzeugInnen)
Karl Rössel (siehe oben)

Die Massenvergewaltigungen von Frauen in japanischen Militärbordellen
Nataly Han (Berlin, Korea-Verband, Website: https://koreaverband.de/)
Kontakt: nataly.han@gmx.net
Die AG Trostfrauen im Koreaverband hat einen Flyer herausgegeben, mit
dem sie ihr Veranstaltungspaket für Begleitprogramme zur Ausstellung
oder gesonderte Auftritte vorstellt.
Vom Beginn der Ausstellungs-Tournee Ende 2009 bis Anfang 2012 hat der Korea-Verband 16
Vorträge in 10 Städten gehalten und dabei 1300 Interessierte erreicht. 
Weitere Veranstaltungen folgten und folgen, so z.B. eine Rundreise mit Lee
Ok-Seon, einer der letzten überlebenden Zeitzeuginnen aus Korea, im
August/September 2013 von Darmstadt über Köln und Hamburg nach Berlin.
Das Veranstaltungspaket des Koreaverbandes bietet vier Module (Film, Vortrag, Fotoserie und Ausstellung).  Diese können als Paket von Schulen, Bildungseinrichtungen und Organisationen
gebucht werden. Anhand des konkreten Materials werden die allgemeinen
Themenbereiche Frauen- und Menschenrechte, Traumatisierung und Formen
der historischen Aufarbeitung angesprochen.
Der Flyer steht hier zum Download zur Vefügung.
Der Koreaverband organisiert auch die Präsentation der koreanischen Friedensstatue, die an sexualisierte Gewalt im Zweiten Weltkrieg erinnert.

Die Philippinen – ein Land im Widerstand. 
Eine Millionen Partisanen im Kampf gegen die japanischen Besatzer
Karl Rössel (siehe oben)

Istanbul – Paris – Auschwitz
Türkische Juden als Opfer des Holocaust
Corry Guttstadt (Autorin, Lehrerin, Übersetzerin, Hamburg)
Kontakt: corryg@gmx.net

Ozeanien

Ozeanien im Zweiten Weltkrieg (Überblick mit Fotos und Originaltönen von ZeitzeugInnen)
Karl Rössel (siehe oben)

Als Kanonenfutter gut genug – Australische Aborigines im Zweiten Weltkrieg
(mit Fotos und Originaltönen von Zeitzeugen)
Karl Rössel (siehe oben)

Südamerika und Karibik

Südamerika und Karibik im Zweiten Weltkrieg
Gert Eisenbürger (Informationsdienst Lateinamerika, ILA, Bonn)
Kontakt: ila@ila-bonn.de

Exil während der NS-Zeit in Lateinamerika, insbesondere in Uruguay
Sonja Wegner (Historikerin, Publizistin, Buchautorin)
Kontakt: s.wegner@talk21.com

Odessa – Die wahre Geschichte der organisierten Fluchthilfe für NS-Verbrecher nach Argentinien
Uki Goñi (Journalist, Buchautor, Buenos Aires, Argentinien)
Kontakt: Theo Bruns (Verlag Assoziation A, Hamburg) 
hamburg@assoziation-a.de

Brasilianische Soldaten im Zweiten Weltkrieg
Luis de Oliveira (Brasilianischer Journalist)
Kontakt: lc.oli@hotmail.com

Nazikollaborateure in der Dritten Welt und ihre deutschen Apologeten

Nazikollaborateure in der Dritten Welt
Überblick über die faschistische „Internationale“ (mit Fotos)
Karl Rössel (siehe oben)

Nazikollaborateure – das Beispiel Palästina/Naher Osten
Mit Nazis gegen Juden – Deutsche Islamwissenschaftler und arabische Kriegsverbrecher
(mit Fotos und Filmausschnitten)
Karl Rössel (siehe oben)

Weiterführende Literatur in englischer Sprache

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Weiterführende Literatur in deutscher Sprache

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Eine Auswahl weiterführender Literatur

Die Literatur über den Zweiten Weltkrieg ist kaum überschaubar. Wer das Stichwort in deutsch, englisch oder französisch in ein beliebiges Suchsystem im Internet eingibt, wird auf Tausende Publikationen stoßen. Die folgenden Listen enthalten lediglich Titel, in denen Wesentliches über die Rolle der Dritten Welt im Zweiten Weltkrieg zu finden ist oder die von Zeitzeugen beziehungsweise aus deren Perspektive geschrieben sind.

Bibliographie zu Afrika im Zweiten Weltkrieg

Weiterführende Literatur in französischer Sprache

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Literaturempfehlungen zum jüdischen Ghetto in Schanghai

Unter dem Titel „atmen und halbwegs frei sein“ war vom 20. Mai bis 17. Juli 2011 im Museum für Hamburgische Geschichte eine Ausstellung über die Flucht von Juden aus Hamburg in die chinesische Hafenstadt Shanghai zu sehen. Im November 2011 ist der von Sybille Baumbach, Jens Huckeriede und Claudia Thorn herausgegebene Katalog dazu in Deutsch und Englisch erschienen. (mehr …)

Unsere Freunde, die Kollaborateure

Sendereihe in SWR2 – Wissen. (mehr …)

Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg

Sendereihe in SWR2 – Wissen. (mehr …)

«Unsere Opfer zählen nicht» – Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg

Sendereihe des Deutschlandfunks und des Südwestrundfunks (mehr …)

«Unerhört» – Ein Radio-Projekt für Jugendliche zur Ausstellung

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Jugenradio «Listen» – jfc Medienzentrum Radio Köln

Eine Sendung des Jugenradios «Listen» des jfc Medienzentrums zur Ausstellung «Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg», ausgestrahlt im Bürgerfunk von Radio Köln am 21.11.2010 von 20.04 Uhr bis 21.00 Uhr (hier)
Ein Interview des Jugendradios «Listen» mit dem jüdischen Schriftsteller Peter Finkelgruen, der 1942 im jüdischen Ghetto in Schanhai geboren wurde, ausgestrahlt im Bürgerfunk von Radio Köln am 14.11.2010 von 20.04 Uhr bis 21.00 Uhr (hier).

Negative Reaktionen

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Positive Reaktionen

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Beispielhaft: Die historische Fakultät der Universität Luzern

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Unterrichtsmaterialien

Unterrichtsmaterialien

Buch

Das Buch

Förderer

Förderer des Projekts «Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg»

Rheinisches JournalistInnenbüro, Köln (www.rjb-koeln.de)


Das von 1982 bis 2012 bestehende Kollektiv von freien JournalistInnen in Köln stieß schon Mitte der 1980er Jahre auf das Thema und hat seit Mitte der 1990er Jahre systematische Recherchen dazu betrieben. Ein bedeutender Teil der aufwändigen Recherchereisen in mehr als 30 Länder Afrikas, Asiens und Ozeaniens musste ehrenamtlich bzw. durch andere journalistische Aufträge finanziert werden. Darüber hinaus stopfte das Kollektiv finanzielle Deckungslücken bei der Erstellung des Buchs, der Unterrichtsmaterialien, der Wanderausstellung, der Untertitelung von Filmen und der Entwicklung dieser Internetseite. Ohne diesen Rückhalt wäre das über mehrere Jahrzehnte laufende Langzeitprojekt zur Rolle der Dritten Welt im Zweiten Weltkrieg nicht realisierbar gewesen.

Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen, Bonn (www.sue-nrw.de)

Hauptförderer des Langzeitprojekts von recherche international e.V.. Die Stiftung ermöglichte nicht nur die Publikation des Buchs (2005) und der Unterrichtsmaterialien (2008) über „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“, sondern gehörte auch zu der Kofinanziers bei der Produktion der (Wander-)Ausstellung.
Die Stiftung konnte zudem die Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen dafür gewinnen, die Produktion einer englischsprachigen Ausstellungsversion für Südafrika zu finanzieren und sie bewilligte den größten Teil der Fördergelder für die Vorbereitung und Durchführung einer letzten erweiterten Ausstellungspräsentation von März bis Mai 2025 im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln sowie des umfangreichen Begleitprogramms dazu.

Stiftung Umverteilen, Berlin (www.umverteilen.de)

Zuschuss zur Erstellung des Buchs «Unsere Opfer zählen nicht» sowie zu Veranstaltungen zum Thema und Begleitprogrammen zur Ausstellung. Förderung der Ausstellungskoordination und der Internetseite in den Jahren 2010 bis 2015.

Rosa Luxemburg Stiftung (www.rosalux.de)

Förderung der Ausstellungskoordination und der Internetseite des Projekts in den Jahren 2011 und 2012 sowie 2014 und 2015. Die Stiftung unterstützte auch die Tournee einer englischsprachigen Version der Ausstellung durch Südafrika, die von Februar bis Juni 2017 im Castle Museum in Kapstadt gezeigt wurde, ab Juli 2017 im Freedom Park in Pretoria, ab Januar 2018 im Holocaust & Genocide Centre in Johannesburg, danach im Steve Biko Centre in der Provinz Eastern Cape sowie in der Desmond & Leah Tutu Legacy Foundation in Kapstadt. Die Stiftung ermöglichte auch die Reise von Karl Rössel von recherche international e.V. zur Ausstellungspremiere in Kapstadt im Februar 2017 und die portugiesische Übersetzung der Ausstellung in den Jahren 2020/21 für eine Broschüre, die in Schulen und andere Bildungsinstitutionen in Mosambik eingesetzt werden soll. Außerdem unterstützte die Stiftung die Produktion von Online-Versionen der Ausstellung in vier Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch und Portugiesisch), die bei der letzten erweiterten Präsentation im Frühjahr 2025 im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln freigeschaltet wurden.

Jutta Vogel Stiftung (https://jutta-vogel-stiftung.de)


Zuschuss zur letzten erweiterten Ausstellungspräsentation von März bis Mai 2025 im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln sowie des umfangreichen Begleitprogramms dazu.

Staatskanzlei NRW

Bewilligte 2016 Fördergelder für die Produktion der englischen Ausstellungsversion, die ab 2017 in verschiedenen südafrikanischen Städten gezeigt wurde.

Stiftung W, Wuppertal (www.stiftung-w.de)

Stiftung Wupeprtal

Mitarbeiter der Stiftung gehörten zu den ersten, die das Thema nach Erscheinen des Buches im Jahr 2005 in Schulen vermittelten und arbeiteten danach an der Erstellung der Unterrichtsmaterialien mit. Die Stiftung unterstützte die Ausstellungspräsentation in Wuppertal 2010 und die Herausgabe der zweiten Auflage der Unterrichtsmaterialien 2012.


Bilz-Stiftung, Köln
(https://bilz-stiftung.de/)

Über die von ihnen gegründete Stiftung und durch persönliche Zuschüsse haben Brigitte und Fritz Bilz die Recherchen für das Buch, die Unterrichtsmateralien und auch die Wanderausstellung mehrfach unterstützt. Darüber hinaus erhielt recherche international im Dezember 2012 den von den Genannten gestifteten Bilz-Preis.

Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft, Berlin (www.stiftung-evz.de)

Förderer der Wanderausstellung über «Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg» und Unterstützer der Ausstellungspremiere im September 2009 in Berlin sowie der Ausstellungskoordination im Jahre 2011.

Evangelischer Entwicklungsdienst (EED), Bonn

Gewährte als einer der ersten Unterstützer Reisekostenzuschüsse für die aufwändigen Recherchen in Afrika, Asien und Ozeanien. Unterstützer des Buchs, der Unterrichtsmaterialien und der Wanderausstellung, sowie der Koordination der Ausstellung und dieser Internetseite in den Jahren 2013 und 2014.

Aktion Selbstbesteuerung e.V. (asb) – Friede durch gerechte Entwicklungspolitik
(www.aktion-selbstbesteuerung.de)

Die Aktion Selbstbesteuerung gewährte Zuschüsse für den Nachdruck des Buchs „Unsere Opfer zählen nicht“, das als Katalog der (Wander-)Ausstellung dient, für die Betreuung dieser Internetseite und die Veranstaltungskoordination sowie für die dreimonatige Präsentation der letzten erweiterten Ausstellungspräsentation im Kölner NS-Dokumentationszentrum im Frühjahr 2025 und von Folgeveranstaltungen rund um den 80. Jahrestag des Kriegsendes in Europa (am 8.5.2025) in anderen Städten.

Rheinklang Tonstudios GmbH, Köln (www.rheinklang-media.de)

Produktion der CD mit Originaltönen von Zeitzeugen für die Unterrichtsmaterialien sowie der Hör- und Video-Stationen für die Ausstellung zu marktunüblichen solidarischen Preisen. Ohne diese Unterstützung wäre der Einsatz von audiovisuellen Mitteln in Rahmen des Projekts «Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg» ebenso wenig möglich gewesen wie der Aufbau dieser Internetseite, die im Rheinklang Tonstudio entworfen wurde.

Block 6 Siebdruck und Verlag GmbH, Köln (https://block6.de/)

Auf digitale Großformate spezialisierte Firma. Sie druckte die Ausstellungstafeln und Roll-Leinwände für die Wanderausstellung und zeigte sich von den Inhalten so beeindruckt, dass sie recherche international e.V. eine zusätzliche flexible Version der Ausstellung auf digital bedruckten Plastiktafeln im kleineren A2 Format für Einsätze z.B. in Schulen schenkte.
Seit der Ausstellungspremiere im Jahr 2009 hat Block 6 immer wieder korrigierte und aktualisierte Ausstellungstafeln nachgedruckt und auch alle Infotafeln zu den historischen Erweiterungen und Kunstprojekten beim Ausstellungsfinale 2025 in Köln.

FilmInitiativ Köln e.V. (www.filminitiativ.de)
Afrika Film Festival Köln (AFFK) (https://afrikafilmfestivalkoeln.de/start)

FilmInitiativ Köln hat das Publikations- und Ausstellungsprojekt von recherche international von Beginn an cineastisch und mit erheblichem Einsatz von ehrenamtlicher Arbeit unterstützt. FilmInitiativ war Mitorganisator der Film- und Veranstaltungsreihe zur Präsentation des Buchs im Jahre 2005 in Köln, Bonn und Bochum sowie Unterstützer bei der Zusammenstellung von Filmempfehlungen für die Unterrichtsmaterialien und die Begleitprogramme zur Wanderausstellung. Mitarbeiter:innen der Initiative halfen bei der Untertitelung von Filmen und bei der Präsentation einer Filmreihe über Afrika im Zweiten Weltkrieg im Rahmen des Kölner Afrika Film Festivals 2010, als die Ausstellung erstmals im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln gezeigt wurde. FilmInitiativ und das Organisationsteam des AFFK unterstützten auch die Produktion, Verschickung und Präsentation der englischen Ausstellungsversion, die seit 2017 durch Südafrika tourt, sowie die Zusammenstellung und Präsentation der umfangreiche Filmreihe, die begleitend zur letzten großen Ausstellungspräsentation im Frühjahr 2025 in mehreren Kinos gezeigt wurde.

halbzwei

Ehemaliges Büro des Layouters Holger Deilke (u.a.), der von der Gestaltung des Buchs über die Unterrichtsmaterialien bis zur Ausstellung das Design des Projekts geprägt und auch Plakate und Flyer für Veranstaltungen entworfen hat. Er hat auch diese Internetseite mit gestaltet und seit 2009 kontinuierlich weiter entwickelt und aktualisiert und dies alles zu marktunüblichen solidarischen Preisen und teilweise auch ehrenamtlich.

Mopanepool (www.mopanepool.de)

Die Agentur der Kartografin Beate Reußner hat mit großem Engagement die kommentierte Weltkarte für die Ausstellung entworfen, 2009 für die deutsche Version und 2016 für die englische Version, die seit 2017 durch Südafrika tourt. 2020 hat sie auch eine portugiesische Fassung der Weltkarte erstellt (für eine Ausstellungsbroschüre in Mosambik) und 2024 eine französische, womit die Produktion von Online-Versionen der Ausstellung in vier Sprachen ermöglicht wurde, die bei der letzten erweiterten Präsentation im Frühjahr 2025 freigeschaltet wurden.

EXILE Kulturkoordination, Essen (https://exile-ev.de)


Unterstützung des Vertriebs der Unterrichtsmaterialien und der Ausstellungspräsentation 2011 in der VHS Essen. Bemühte sich auch um Fördergelder für die Produktion der englischsprachigen Ausstellungsversion für Südafrika.

subtext berlin – Untertitelung, Übersetzung und Lektorat (https://subtext-berlin.com)

Untertitelung von Filmen für das Begleitprogramm der Wanderausstellung und englische Übersetzungen von Texten und Ausstellungstafeln zu marktunüblichen Solidarpreisen.

Stadt Köln

Die Stadt Köln gehörte zu den wichtigsten Förderern der letzten Ausstellungspräsentation im Frühjahr 2025 sowie des umfangreichen dreimonatigen Begleitprogramms dazu. Das Büro für Europa und Internationales der Kölner Oberbürgermeisterin ermöglichte Ende 2020 nicht nur den Rücktransport der Ausstellung von der Gedenkstätte Lager Sandbostel bei Bremen nach Köln und deren Einlagerung während der Corona-Jahre in den Kellerräumen des Amtes, sondern es bewilligte auch Fördergelder für die Produktion von Online-Versionen der Ausstellung. Das Kulturamt der Stadt Köln unterstützte die Filmreihe zu Aspekten der Ausstellung, die 2025 in Köln gezeigt wurde. Das Amt für Diversität und Vielfalt förderte die Veranstaltungen zum Internationalen Tag gegen Rassismus (21.3.2025), und mit dem NS-Dokumentationszentrum stellte ein städtisches Museum die Räumlichkeiten für die Präsentation der Ausstellung und der ergänzenden Kunstausstellung von März bis Mai 2025 und unterstützte die Begleitveranstaltungen, die in der Gedenkstätte stattfanden.

Denis Goldberg Legacy Foundation, Südafrika (https://denisgoldberg.org)
Denis Goldberg House of Hope, Südafrika (www.goldberghouseofhope.co.za)

Der ANC-Veteran Denis Goldberg initiierte die Produktion einer englischen Ausstellungsfassung für Südafrika und organisierte nach der Premiere im Jahr 2017 eine Tournee durch mehrere Städte des Landes. Seit seinem Tod im Jahr 2020 blieben die Stiftungen, die seinen Nachlass verwalten, Ansprechpartner in Südafrika für recherche international.

Centro de Estudos de Paz, Conflitos e Bem-Estar (CEPCB), Maputo, Mosambik

Kooperationspartner bei der Erstellung einer portugiesischen Ausstellungsfassung für Bildungseinrichtungen in Mosambik.

Einzelpersonen, die das Projekt durch unentgeltliche Arbeiten unterstützt haben: 

Christa Aretz (Korrektur des Buchs, der Unterrichtsmaterialien und der Ausstellungstafeln von recherche international, Mitorganisatorin von Film – und Vortragsreihen zum Thema sowie Ko-Kuratorin bei der letzten Präsentation der großen Ausstellungsfassung und des umfangreichen Begleitprogramms dazu im Frühjahr 2025 in Köln)

Theo Bruns (Verleger des Buchs mit weit über ein gewöhnliches Lektorat hinaus reichendem inhaltlichen Engagement für das Projekt und Unterstützer der Ausstellungspräsentation von April bis Juni 2013 in der KZ Gedenkstätte Neuengamme (Hamburg) sowie des dazu präsentierten Begleitprogramms. Sein Verlag Assoziation A hat darüber hinaus weitere Bücher zu Einzelaspekten des Themas herausgegeben, so z.B. zu Wehrmachtsverbrechen an gefangenen Kolonialsoldaten, zu Türkei und Holocaust und zur Fluchthilfe der argentinischen Regierung für NS-Kriegsverbrecher)

Werner Morgenrath  (Fotorecherche für Buch, Unterrichtsmaterialien und Ausstellung) 

Venant Adoville SaagueRainer WerningNora Sausmikat (Recherchen und Texte für das Buch)

Klaus Viehmann (Entwurf des Buchlayouts, Recherche und Satz)

Gudrun Loh (Grafikerin – www.guk-koeln.de) (Layout-Entwurf für die Unterrichtsmaterialien)

Bernhard FedlerClaudia HierholzerAnne Klein, Patrick Neveling, Michaela Lapp, Bettina LöschJürgen Poggemann, Anemone SchneiderIrene Schoor (inhaltliche, pädagogische und didaktische Beratung bei der Erstellung der Unterrichtsmaterialien)

Anemone Schneider, Pädagogin und Geschichtslehrerin aus Bonn, erstellte Arbeits- und Lösungsblätter für SchülerInnen und LehrerInnen zur Ausstellung für recherche international e.V.

Bernhard Lüthi (Künstler), Erika Koch (Fotografin) (konzeptionelle Beratung bei der Ausstellung)

Maria SchüllerErnst- August Schepmann und Hartmut Stanke (Sprecherin und Sprecher der Voice-Overs auf der CD zu den Unterrichtsmaterialien und für die Hörstationen der Ausstellung)

Lise Mercier, Giovanni Pannico, Beatrice de Medairas Silwa, Susan Bonney-Cox, Alan Fountain, Mark Wartenberg, Aline Frazão, Mario Fradique Bastos, Jil Richter, Christiane Zender, Katja Krause (Mitarbeit an der Erstellung fremdsprachiger Fassungen der Ausstellung in Englisch, Französisch und Portugiesisch durch Übersetzung, Produktion, technische Mithilfe und Einsprechen der Over Voices)

Eva Kimminich (übersetzte mit den  Studentinnen und Studenten ihres Französisch-Seminars im Sommersemester 2009 in Freiburg die Skripte des Hiphop-Tanztheaters „A Nos Morts“ und des Dokumentarfilms „Histoires Vives“)

Angelika Mark-Zobel Sebastian Schmidt (Übersetzten Skripte von Filmen, die für das Begleitprogramm zur Ausstellung deutsch untertitelt wurden)

Sebastian Fischer (Geschäftsführer und künstlerischer Leiter des Kölner Afrika Film Festivals, unterstützte die Präsentation und Untertitelung von Filmen zur Wanderausstellung sowie die Erstellung des Trailers und die Organisation der umfangreichen Filmreihe bei der finalen Ausstellungspräsentation im Frühjahr 2025 in Köln)

Malwina Cronin (Betreute die Social Media-Werbung beim Ausstellungsfinale 2025 in Köln)

Andreas Hollender (Layouter des Programmhefts und von Veranstaltungsflyern, Plakat und Werbebannern beim Ausstellungsfinale 2025 in Köln)

Thorsten Schiller (Mitarbeit an der Internetseite und Erstellung der Online-Präsentation des Begleitprogramms beim Ausstellungsfinale 2025 in Köln)

Die Förderer und Unterstützer der zahlreichen Ausstellungspräsentationen und Begleitprogramme in verschiedenen Städten finden sich in den Flyern, Programmheften und auf den Internetseiten der jeweiligen Veranstalter sowie – soweit bekannt – in den Rubriken zur Wanderausstellung unter «Orte und Termine». 

recherche international e.V. dankt darüber hinaus den zahlreichen ZeitzeugInnen und HistorikerInnen, die sich zu Interviews und zur Mithilfe an diesem Projekt bereitfanden und deren Namen in den Publikationen und in der Wanderausstellung genannt sind.

Zeitzeugen aus Pappmachée auf dem Marktplatz von Landshut

Flyer zum Downloaden

Buchpräsentation

Hier können Sie zur Vorstellung des Buches einen Flyer herunterladen  (DIN A4), der auf der Rückseite Platz für eigenen Text bietet.

Plakat zum Downloaden

Hier kann die Plakatvorlage heruntergeladen werden. (PDF, ca. 20 MB).

Und hier als JPG in A4-Größe bei 300dpi.

Tage des Ruhms Trailer

«Tage des Ruhms» («Indigènes»), Algerischer Spielfilm über Kolonialsoldaten aus Nordafrika (Trailer).

Jugendliche präsentieren Schwarze «Helden» in Aachen

(mehr …)

Blinde Flecken auf der Leinwand

Artikelserie im iz3w
über Filme zur Rolle der Dritten Welt im Zweiten Weltkrieg
(mehr …)

WWII-Filmografie

Die Zahl der Filme, die über den Zweiten Weltkrieg gedreht wurden ist kaum überschaubar. Die hier präsentierte Filmografie enthält Spielfilme, Dokumentationen und Kurzfilme, in denen Wesentliches über die Rolle einzelner Länder der Dritten Welt im Zweiten Weltkrieg zu finden ist, oder in denen ZeitzeugInnen zu Wort kommen bzw. ihre Perspektive präsentiert wird. Ein Großteil dieser Filme liegt nur in englischer oder französischer Sprache bzw. Untertitelung vor. Recherche International hat deshalb ausgewählte Filme deutsch untertiteln lassen.

Empfehlungen für besonders wichtige Filme finden sich hier.

Im Folgenden sind alle Filme aufgelistet, die uns zum Thema bekannt sind, auch solche, die noch nicht gesichtet werden konnten, und deren Ausleihadressen nicht bekannt sind.

AFRIKA

Africans in World War II
Ancien Combattant
«Auch Afrikaner haben das Elsass befreit»
Blutsbrüder – Soldaten des Empires
Cabascabo
Camp de Thiaroye
Casablanca
Dans les tranchees, L’Afrique, l’aventure ambigüe
Der Freund aus den Kolonien
Devoir de Mémoire
Die Massaker von Sétif – Ein anderer 8. Mai
D’un pays à l’autre – Les Anciens Combattants Marocains
Eine Frage der Ehre
Emitaï
Félix Eboué, le visionnaire
Frankreich und seine Befreier
General, nous voilà
Geschichte wird gemacht
Hady Bah, la dignité retrouvée
His majesty’s servant
Jamal, Rachid, Roschdy, Samy… Die Enkel der «Tirailleurs»
L’autre 8 Mai 45 – Aux origines de la guerre d’Algerie
La couleur du Sacrifice
Le camp de Sud-Est
Le Chant de mariées
Les combattants africains de la grande guerre
Les Oublies de l’historie – Les ètrangers dans la résistance et la libération
Les Tirailleurs d’ailleurs
Les Tirailleurs Sénégalais
Le Tata
Massire Kante le Parcours d’un Combattant
Maurice le saint noir
Mèmoires du 8 Mai 1945
Noirs dans le Camps Nazis
Omar Mukhtar – Lion of the desert
Oubliés et Trahis: Les prisonniers de guerre coloniaux et nord-africains
Sarzan
Les Oublies de l’historie – Les ètrangers dans la résistance et la libération
Soldats Noirs – l’histoire oubliée
Sur le trace de Frantz Fanon
Tage des Ruhms
Tasuma, le feu
Thiaroye 44
Tirailleurs Malgaches
Tirailleurs Sénégalais du Niger
Zidou l’Gouddam – Les survivants 

ASIEN

«63 Years On…» – «63 Jahre später…»
Because we were beautiful
Der letzte Kaiser
Devils on the doorstep
Exil Shanghai
My Heart is not broken yet   
Nanjing 1937: Don’t cry Nanjing
Nanking 1937, eine Stadt wird vergewaltigt
Nazn Moksori 2 – Habitual Sadnes
Silence Broken: Korean Comfort Women
Slaves of the Rising Sun
The Murmuring 1-3
Unterwegs als sicherer Ort
Women’s Tribunal in Tokyo 2000

OZEANIEN

Angels of War
Black Soldier Blues
Le Bataillon des Guitaristes
50 Years of Silence
Senso Daughters
A charmed life

SÜD- UND MITTELAMERIKA

Cinema, Aspirinas e Urubus
Die Rattenlinie – Fluchtwege der Nazis
Pakt des Schweigens – Das zweite Leben des SS-Offiziers Priebke
Peace, memories of Anton de Kom
Periode Dissidence 1: Antilles et Guyane a l’heure de Vichy
Periode Dissidence 2: La Dissidence aux Antilles et Guyane

Sonny Boy – Eine Liebe in dunkler Zeit

NAHER OSTEN

Halbmond und Hakenkreuz – Der Großmufti von Jerusalem und sein Erbe

USA

Blues March
Cree Code Talkers
Inside Buffalo
Josephine Baker
Miracle at Santa Anna
Navajo Code Talkers: A Journey of Remembrance
The Negro Soldier

SCHWARZE IM NATIONALSOZIALISMUS

Afro.Talk – Drei Generationen im Gespräch
Black Survivors of the Holocaust
Blues in Schwarz-Weiß – Vier Schwarze deutsche Leben
Pagen in der Traumfabrik
Schwarze im NS-Staat
Und wir waren Deutsche

SPANISCHER BÜRGERKRIEG

Madrid before Hanita

AFRIKA

Africans in World War II

Regie: Barima Adu-Asamoa. Großbritannien 1995. Dokumentation. 54 Minuten. Originalfassung englisch.
Die erste Dokumentation eines afrikanischen Filmemachers (der Regisseur stammt aus Ghana) über die Einsätze von Soldaten aus den anglophonen Kolonien Afrikas und der Karibik in den britischen Streitkräften an den Fronten des Zweiten Weltkriegs im Maghreb, in Europa und in Asien.
Hinweis:  Leider ist es nicht gelungen, Kontakte zu dem Regisseur aufzunehmen, um die Vorführrechte zu klären.

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Ancien Combattant

Regie: Béatrice Jalbert. Frankreich 1991. Filmessey. 10 Minuten
35mm und VHS. Originalfassung französisch mit englischen Untertiteln.
Surrealer Kurzfilm über einen afrikanischen Kriegsveteranen, der orientierungslos durch Paris irrt und dabei von Kriegsbildern verfolgt wird. Der Film arbeitet mit assoziativen Bildern zu einem afrikanischen Anti-Kriegs-Song und ist deshalb auch in der französisch-englischen Fassung verständlich.
Bezugsadresse der 35mm- und VHS-Fassung mit englischen Untertiteln:
Les Films des la Passion. 27, Boulevard Saint Martin. 75003 Paris. Frankreich. Tel.: 0033 – 1 – 40278507, E-Mail: films.passion@noos.fr

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«Auch Afrikaner haben das Elsass befreit»

Originaltitel: «C’est nous les Africains… Eux aussi ont liberé l’Alsace»
Dokumentation, 26 Minuten, Frankreich 1994, Regie: Jean Marie Fawer,
Format: Steht online auf dieser Internetseite zur kostenlosen Nutzung.
Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Sensible Erinnerung an den zentralen Beitrag, den afrikanische Soldaten zur Befreiung des Elsass (und damit auch Süddeutschlands) vom Nazi-Regime geleistet haben und an ihre anhaltende Diskriminierung in der Nachkriegszeit. Aufgrund seiner Kürze ist der Film auch bei Diskussionsveranstaltung oder in Schulen gut einsetzbar.
Zusammen mit der Dokumentation „Histoires Vives“ über das Hiphop-Tanztheater aus Straßburg ein passendes Doppelprogramm aus der deutsch-französischen Grenzregion.
Text für Flyer/Pressemitteilungen:
Zu Beginn des Films sind Bilder von einem Friedhof zu sehen mit Kriegsgräbern arabischer Kolonialsoldaten aus dem Zweiten Weltkrieg. Dann folgt der Hinweis (illustriert mit Archivaufnahmen), dass 500000 Nordafrikaner im Jahre 1944 für die Befreiung Frankreichs von der Naziherrschaft gekämpft haben. Viele von ihnen sahen sich in diesem Kriegswinter erstmals mit Eiseskälte und Schnee konfrontiert. Überlebende berichten in Interviews, wie sie rekrutiert und in de Gaulles Armee des Freien Frankreich diskriminiert wurden. Einige, die im Elsass geblieben sind, wurden „zwar auf dem Papier Franzosen“, fühlten sich aber auch ein halbes Jahrhundert nach Kriegsende nicht als gleichberechtigte Menschen anerkannt.
Die deutsch untertitelte Fassung des Films wurde für das Begleitprogramm zur Ausstellung «Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg» produziert und war in diesem Kontext erstmals hierzulande zu sehen.

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Blutsbrüder – Soldaten des Empires

Originaltitel: Frères de sang – Tirailleurs de l’Empire
Dokumentation, 90 Minuten, Frankreich 2008, Regie: Bernard Simon
Format: Auf DVD verfügbar. Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Der Film erzählt die Geschichte der Rekrutierung von Soldaten in Afrika durch die Kolonialmacht Frankreich von der Zeit Napoleons III. über den Ersten und Zweiten Weltkrieg bis zur Unabhängigkeit der meisten afrikanischen Staaten in den 1960er Jahren. Dabei kommen nicht nur afrikanische Veteranen zu Wort, die der Regisseur in abgelegenen Dörfern aufgespürt hat, sondern auch ihre weißen Kommandanten. Ein Film, in dem die Einsätze von afrikanischen Soldaten im Zweiten Weltkrieg im Kontext der Kolonialgeschichte beschrieben werden.
Text für Flyer/Pressemitteilungen:
Der Film erzählt die Geschichte der Rekrutierung von Soldaten in Afrika durch die Kolonialmacht Frankreich die schon vor 150 Jahren unter Napoleon III. begann. Aus dieser Zeit stammt auch die Bezeichnung «Tirailleurs Sénegalais», mit der die Franzosen seitdem all ihre Kolonialsoldaten aus Ländern südlich der Sahara titulierten, auch wenn diese – wie Hunderttausende im Ersten und Zweiten Weltkrieg – nicht aus dem Senegal stammten. In abgelegenen Gegenden West- und Zentralafrikas hat der Regisseur Veteranen aufgespürt, die bis zur Unabhängigkeit ihrer jeweiligen Länder in den 1960er Jahren für Frankreich Kriegsdienste leisteten, darunter auch solche, die 1944 in Tunesien, in Italien, auf der Insel Elba und bei der Befreiung Europas von der Naziherrschaft dabei gewesen waren. Der Film rückt ihre Einsätze in den Kontext der Kolonialgeschichte.
Die deutsch untertitelte Fassung des Films hat der Regisseur selbst für das Begleitprogramm zur Ausstellung «Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg» produziert. Sein Film war in diesem Kontext erstmals hierzulande zu sehen.
www.filmdoc.fr

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Cabascabo

Regie: Oumarou Ganda. Niger 1969. 16mm. 48 Minuten. OF französisch.
Ein afrikanischer Kolonialsoldat kehrt von seinem Einsatz für Frankreich in Indochina in den Niger zurück. Er ist vergleichweise wohlhabend, läßt sich feiern, verliert aber bald all seine Freunde …
Kontakt: Violaine Dejoie-Robin, v.dejoierobin@gmail.com, www.galerievdr.com 

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Camp de Thiaroye

Regie: Ousmane Sembène/Thierno Faty Sow. Senegal 1989. Spielfilm. 147 Minuten.
DVD-Fassung: Französisch und Wolof mit französischen Untertiteln.
35mm-Fassung: Französisch und Wolof mit englischen Untertiteln.
Bewegender Spielfilm des bekanntesten senegalesischen Schriftstellers und Regisseurs über die reale Geschichte eines Massakers, das die französischen Streitkräfte 1944 in der Kaserne von Thiaroye am Stadtrand von Dakar an revoltierenden westafrikanischen Kriegsheimkehrern verübten. Die Kriegsheimkehrer, darunter Männer aus allen Teilen der Kolonie „Französisch Westafrika“ (von Mali und Niger über Obervolta und Guinea bis zur Elfenbeinküste und dem Senegal) hatten ihren ausstehenden Sold und die versprochenen Entlassungsprämien eingefordert. Sembène verweist auf die historischen Ereignisse, auf denen sein Film beruht, indem er die dramatischen Bilder vom Überfall der französischen Truppen auf die Afrikaner mit den genauen Daten und Uhrzeiten untertitelt.
Ein Klassiker des afrikanischen Kinos, in dem Sembène auch eigene Erfahrungen als Kolonialsoldat in der Armee des Freien Frankreich verarbeitet hat.
2025 restauriert vom World Cinema Project und der Cineteca di Bologna.

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Casablanca (Seiteneinstieg ins Thema)

Der Spielfilm „Casablanca“ (USA 1942) zeigt die marokkanische Hafenstadt zur Zeit des Zweiten Weltkriegs als Treffpunkt von Verfolgten, Abenteurern, Widerstandskämpfern, Faschisten und Mitläufern. Und sie erzählt die Geschichte zweier Liebenden, die durch den deutschen Einmarsch in Paris voneinander getrennt wurden. Rick (Humphrey Bogart) betreibt danach in Casablanca eine Bar und Lisa (Ingrid Bergmann) kommt in die Stadt, um ihren Mann, den Widerstandskämpfer Victor Laszlo, vor den Nazis in Sicherheit zu bringen. In dem Film verdeutlicht der deutsche Major Strasser den Einfluss des NS-Regimes auf die französischen Kolonien zur Zeit des Kollaborationsregimes von Vichy, das auch Lager für Oppositionelle in Nordafrika betreibt. Den Widerstand repräsentieren Franzosen, die in „Ricks Café“ Nazigesänge von Deutschen mit der „Marseillaise“ übertönen und der französische Ortskommandant, Captain Renault, der Rick deckt, als er den Nazimajor Strasser erschießt, um Laszlo zur Flucht zu verhelfen. Renault wirft danach demonstrativ eine Mineralwasserflasche aus Vichy in den Müll und verspricht seinem neu gewonnenen Freund Rick, ihm zur Ausreise ins zentralafrikanische Brazzaville zu verhelfen, das von Truppen des Freien Frankreich kontrolliert wird. Selbst wenn in dem in Hollywood produzierten Film Afrikaner allenfalls als Statisten vorkommen, verweisen die genannten Details doch auf das Kolonialregime Vichys in Nordafrika. Am Beispiel dieses Films lässt sich zudem der fragwürdige Umgang mit der faschistischen Vergangenheit in der Bundesrepublik illustrieren. Denn von 1952 bis in die 1970er Jahre lief nur eine zensierte Fassung in den bundesdeutschen Kinos. Darin waren alle Verweise auf Nazis und das Vichy-Regime entfernt und aus dem Widerstandskämpfer Lazlo wurde ein norwegischer Atomphysiker, um den antifaschistischen Gehalt des Films in eine unpolitische Agentenstory zu verfälschen.
Hinweis: Mit einer entsprechenden Einführung über Nordafrika unter der Verwaltung des Vichy-Regimes, die einen neuen Blick auf den Film eröffnet, durchaus im Begleitprogramm zur Ausstellung einsetzbar.

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Dans les tranchees, L’Afrique, l’aventure ambigüe

Regie: Florida Sadki. Frankreich 2004. Video. 52 Minuten
Wenn Jean-Pierre Koita die Kapelle zu ehren der Gefallenen von der Schlacht an der Marne besucht, dann in Gedenken an seinen Vater, Demba Koita, Kolonialsoldat aus dem Senegal, der schon mit 16 Jahren in den Ersten Weltkrieg hatte ziehen müssen.
Hinweis: Der Film konnte nicht gesichtet werden. Die Bestelladresse ist unbekannt. Er lief 2005 beim 15. Festival des von dem afrikanischen Filmemacher Sanvie Panou betriebenen Pariser Kinos „Images d’Ailleurs“, das unter dem Titel stand: „Les Soldats Noirs dans les guerres francaises“.

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Der Freund aus den Kolonien

Originaltitel: L’ami y’a bon, Kurzfilm/Animation, 9 Min., Algerien/Frankreich 2004
Regie: Rachid Bouchareb, Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Zeichentrickfilm in schwarz-weiß (außer bei der französischen Fahne) über einen Senegalesen, der in den Zweiten Weltkrieg ziehen muss, in Frankreich in deutsche Gefangenschaft gerät, 1944 nach Dakar zurück kehrt, dort mit anderen seinen ausstehenden Sold einfordert und deshalb von französischen Maschinengewehrschützen niedergemetzelt wird. Die Geschichte des Massakers von Thiaroye (in der Nähe von Dakar) als eindringliche Animation.
Der Kurzfilm wurde im Afrikakapitel der Ausstellung «Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg» neben Informationen über das Kolonialmassaker von Thiaroye bei Dakar im Jahre 1944 gezeigt.
Er ist somit auch in der Online-Version der Ausstellung auf dieser Website zu sehen.

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Devoir de Mémoire

Regie:Cheick Tidjane Ndiaye. Senegal. Video. 26 Minuten
Senegalesische Dokumentation über die Rolle Afrikas und afrikanischer Soldaten im Zweiten Weltkrieg.
Der Film konnte nicht gesichtet werden. Die Bestelladresse ist unbekannt. Er lief 2005 beim 15. Festival des von dem afrikanischen Filmemacher Sanvie Panou betriebenen Pariser Kinos „Images d’Ailleurs“, das unter dem Titel stand: „Les Soldats Noirs dans les guerres francaises“.

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Die Massaker von Sétif – Ein anderer 8. Mai

Originaltitel: Les Massacres de Sétif, un certain 8. Mai 1945, Dokumentation, 53 Minuten,
Frankreich 2003, Regie: Mehdi Lallaoui/Bernard Langlois.
Auf DVD verfügbar und digital (als Link vom Filmemacher)
Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Ein passender und sehr empfehlenswerter Film für das Begleitprogramm zur Ausstellung (z.B. zum Abschluss einer Filmreihe).
Dokumentation mit beeindruckendem Archivmaterial und bewegenden Aussagen von Zeitzeugen über den Tag des Kriegsendes in Europa, der in Algerien zum Tag der Trauer wurden, weil in dem Örtchen Sétif französische Siedler auf Zivilisten schossen, die bei den Feierlichkeiten des Kriegsendes auch eine algerische Fahne mit sich führten. Die Folge davon war eine Revolte in der gesamten Region, die von den französischen Truppen brutal niedergemetzelt wurde, was – nach algerischen Quellen – bis zu 45.000 Opfer forderte.
Der Film kann beim Filmemacher Mehdi Lallaoui ausgeliehen werden.
Kontakt: mehdilall@free.fr

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D’un pays à l’autre – Les Anciens Combattants Marocains

Regie: Neus Viala / Abdelkader Lagtaâ. Frankreich 2003.
Dokumentation. 52 Minuten, DVD, Originalfassung Französisch
Am Beispiel marokkanischer Soldaten der französischen Armee, von denen die meisten im Zweiten Weltkrieg, einige auch noch bis 1954 im Indochina-Krieg gekämpft haben, verweist diese Dokumentation auf die Ungleichbehandlung afrikanischer und französischer Veteranen. Per Gesetz ließ der ehemalige Kommandant der Kolonialtruppen des Freien Frankreich Charles de Gaulle 1959 als Staatspräsident die Invaliden- und Altersrenten ehemaliger Soldaten der französischen Armee aus Afrika mit der Unabhängigkeit ihrer jeweiligen Länder einfrieren, was „Cristallisation“ genannt wurde. Als Folge davon erhielten marokkanische Kriegsveteranen 2003 nicht einmal ein Zehntel der Renten ihrer französischen Kameraden. Einige der Betroffenen klagen vor der Kamera über diese Diskriminierung und fordern die Gleichstellung mit französischen Pensionären. Der Film erinnert im zweiten Teil an ein weiteres, kaum bekanntes Problem der afrikanischen Veteranen. Zwar konnten sie sich zwischenzeitlich einige Sozialleistungen erkämpfen, aber in voller Höhe beziehen konnten sie diese nur, wenn sie den überwiegenden Teil des Jahres in Frankreich lebten. Viele Ex-Soldaten sahen sich dadurch zur Migration nach Europa gezwungen. Ihren Frauen und Kindern verweigerte Frankreich jedoch die Einreise. Wie der Film zeigt, leben viele „alte Kämpfer“ („anciens combattants“) vereinsamt und abhängig von der Unterstützung weniger Wohlfahrtsorganisationen in ärmlichen Unterkünften z.B. in Toulouse, um mit Hilfe ihrer bescheidenen Renten ihre Familien in Marokko unterstützen zu können. „Krieg für Frankreich führen durften wir, aber unsere Frauen nach Frankreich holen, dürfen wir nicht,“ klagt ein Marokkaner im Film.

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Eine Frage der Ehre

Originaltitel: Baroud d’honneur, Dokumentation, 54 Minuten, Frankreich 2006
Regie: Grègoire Georges-Picot
Auf DVD verfügbar. Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Der Film thematisiert die entwürdigende Praxis Frankreichs, seinen Kolonialsoldaten angemessene Kriegsrenten nur dann zu gewähren, wenn sie mindestens Dreiviertel des Jahres in Frankreich leben. Viele alte Afrikaner wohnen deshalb neun Monate im Jahr in trostlosen Heimen in Südfrankreich und dort landen schließlich auch zwei marokkanische Veteranen, die zum 60. Jahrestag der alliierten Landung in der Provence erstmals seit dem Kriegsende wieder nach Frankreich eingeladen wurden.
Ein bewegender Film, der nicht „Talking Heads“ präsentiert, sondern den Protagonisten in Form eines Roadmovies bei ihrer Reise durch Frankreich folgt und dabei auch ihre Dialogen untereinander unaufdringlich dokumentiert. Das macht ihre Verbitterung aufgrund ihrer Diskriminierung gegenüber französischen Kriegsteilnehmern um so deutlicher. Sehr empfehlenswert.
Text für Flyer/Pressemitteilungen:
60 Jahre nach Landung der alliierten Truppen in der Provence (1944) sind erstmals auch 15 afrikanische Veteranen, die daran teilgenommen hatten, zu den Gedenkfeierlichkeiten nach Frankreich eingeladen. Sie stehen stellvertretend für Zehntausende Afrikaner, die für die Befreiung Europas vom Faschismus ihr Leben riskierten. Die Kamera folgt zwei von ihnen, den Marokkanern El Ghazi Amnaye und Hammou Lhedmat. Es ist ihr erster Besuch in Frankreich seit dem Kriegsende und dabei erfahren sie, dass sie als Kriegsteilnehmer das Recht auf französische Pensionszahlungen hätten, wenn sie mindestens neun von zwölf Monaten im Jahr in Frankreich lebten.
So landen sie schließlich in einem der trostlosen Heime in Südfrankreich, in dem Dutzende alte Kämpfer aus Nordafrika verbittert und isoliert die Zeit totschlagen, um ihren Familien zu Hause mit den – nur in Frankreich ausgezahlten – Kriegsrenten das Überleben zu sichern. Der Film zeichnet sich dadurch aus, dass er nicht nur Interviews mit seinen Protagonisten präsentiert, sondern die Kamera auch unaufdringlich die Gespräche der Veteranen untereinander aufzeichnet, die ihre Zerrissenheit zwischen dem französischen Exil und der afrikanischen Heimat eindrucksvoll dokumentieren.
Die deutsch untertitelte Fassung des Films wurde für das Begleitprogramm zur Ausstellung «Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg» produziert und ist in diesem Kontext erstmals hierzulande zu sehen.
Fotos: Unter dem Stichwort «Presse» auf dieser Internetseite
Kontakt zum Filmemacher: gregoire.georgespicot@gmail.com

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Emitaï

Regie: Ousmane Sembène. Senegal 1971. Spielfilm. 96 Minuten, digital
Originalfassung Diola und Wolof mit englischen Untertiteln.
Der Film zeigt die dramatischen Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs in einem abgelegenen Dorf der südsenegalesischen Casamance, aus der auch der Regisseur stammt. Erst rekrutiert die französische Kolonialverwaltung dort junge Männer gewaltsam für den Krieg in Europa, dann sollen die verbliebenen Dorfbewohner Teile ihrer Reisernte zur Versorgung der französischen Truppen abliefern. Als sie sich weigern, taucht ein Trupp afrikanischer Kolonialsoldaten unter dem Kommando französischer Offiziere auf. Die Soldaten erschiessen jeden, der Widerstand leistet und sie verweigern dem gefallenen Dorfältesten ein angemessenes Begräbnis. Sie nehmen die Frauen, die traditionell für die Ernte zuständig sind, gefangen und lassen sie auf dem Dorfplatz in sengender Sonne hungern und dursten, um sie zur Herausgabe des versteckten Reis zu bewegen. An der Brutalität, mit der die französische Verwaltung in Westafrika Kriegsabgaben eintreibt, ändert sich auch nichts, als die Beamten der Kollaborations-Regierung von Vichy durch Anhänger des Freien Frankreich unter General Charles de Gaulle abgelöst werden. Die französischen Offiziere vor Ort bleiben dieselben und die von ihnen kommandierten Kolonialtruppen werden lediglich angehalten, die Propagandaplakate auszutauschen. Regisseur Sembène verarbeitet in diesem Film (wie in Camp de Thiaroye ) Erfahrungen, die er als Kolonialsoldat der französischen Truppen im Krieg gesammelt hat.
Die englisch untertitelte Fassung ist erhältlich in den USA bei Janus Films (www.janusfilms.com)

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Félix Eboué, le visionnaire

Regie: Barcha Bauer. Frankreich 2002. Video. 52 Minuten

Dokumentation über Félix Eboué, der aus der französischen Kolonie Guayane stammte und als erster Schwarzer den Posten eines Kolonialgouverneurs übernahm: in Französisch Äquatorialafrika. Als einziger der französischen Gouverneure in Afrika stellte er sich 1940 auf die Seite de Gaulles und des Freien Frankreich und gegen die Kollaborationsregierung von Vichy. 1944 gehörte er zu den Initiatoren der Konferenz von Brazzaville, bei der den französischen Kolonien nach Kriegsende größere Selbstbestimmungsrechte versprochen wurden.
Hinweis: Der Film konnte nicht gesichtet werden. Die Bestelladresse ist unbekannt. Er lief 2005 beim 15. Festival des von dem afrikanischen Filmemacher Sanvie Panou betriebenen Pariser Kinos „Images d’Ailleurs”, das unter dem Titel stand: „Les Soldats Noirs dans les guerres francaises“.

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Frankreich und seine Befreier

Originaltitel: La France et ses liberateurs, Dokumentation, 90 Minuten, Frankreich 2009
Regie: Charles Onana
Auf DVD verfügbar. Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Politisch-historisch eine interessante Dokumentation, bei deren Einsatz allerdings auf die Entstehungsbedingungen (als Einmannproduktion ohne professionelles Filmteam) hingewiesen werden sollte, um die filmischen Mängel zu erklären (Tonschwankungen, harte Schnitte, nur wenige historische Filmaufnahmen aus Archiven, längere Passagen von Talking Heads insbesondere in der zweiten Hälfte…). Da Charles Onana auch ein empfehlenswertes Buch zum Thema geschrieben hat (La France et ses tirailleurs) und ein eloquenter, engagiert politisch argumentierender Diskussionspartner ist, wird der Einsatz dieses Films empfohlen, wenn Onana als Diskussionspartner eingeladen werden kann.
Onana ist – als Journalist aus Kamerun – nahe an seinen Zeitzeugen und repräsentiert deshalb eher eine afrikanische Perspektive zum Thema. Dies ist – trotz aller filmästhetischer Mängel – der Hauptgrund dafür, dass sich Recherche International auch um eine deutsche Untertitelung dieses Films bemüht hat.
Text für Flyer/Pressemitteilungen: 
Auch wenn es in diesem Dokumentarfilm um den Einsatz von Kolonialsoldaten durch Frankreich im Zweiten Weltkrieg geht, so beginnt er doch mit der deutschen Kolonialgeschichte und verweist damit auf die Verursacher dieses und auch des Ersten Weltkriegs. Ausgangspunkt ist die Berliner Konferenz von 1884, auf der die europäischen Kolonialmächte den Kontinent Afrika untereinander aufteilten und ihre Interessen dort mit brutaler Gewalt militärisch durchsetzten. Deutschland schreckte dabei auch nicht vor Massenmorden wie dem gegen die Herero zurück, an dem auch der Vater des späteren Nazi-Feldmarschalls Göring beteiligt war. Mit diesen und ähnlichen Verweisen z.B. auf die rassistische Hetze gegen afrikanische Kolonialsoldaten auf Seiten Frankreichs im Ersten Weltkrieg und die als «Rheinlandbastarde» denunzierten Kinder, die aus Beziehungen von Afrikanern mit deutschen Frauen hervor gingen, steckt Onana den historischen Rahmen ab, der in den von Nazideutschland zu verantwortenden Zweiten Weltkrieg und den Einsatz Hunderttausender afrikanischer Kolonialsoldaten auf Seiten der Alliierten führte. Das Kollbarationsregime von Vichy und De Gaulles Aufruf zur «Verteidigung der Freiheit» mit Hilfe der Kolonien, die Landung der Alliierten in Nordafrika Ende 1942 und die Rekrutierung weiterer 250.000 Soldaten aus dem Maghreb für die Befreiung Europas werden ebenso chronologisch von Zeitzeugen geschildert, wie das Massaker von Thiaroye 1944 im Senegal und die Diskriminierung der Veteranen bei der Gewährung von Kriegsrenten bis in die Gegenwart.
Onana hat für seinen historischen Abriss unbekannte und prominente Kriegsteilnehmer interviewt wie z.B. Assane Seck, Ex-Minister aus dem Senegal, Joseph Ndiaye, langjähriger Hüter des Sklavenhaus-Museums auf der Insel Goree, und Ahmadou- Mahtar M’Bow, den ehemaligen Generalsekretär der UNESCO.
Auf ihren persönlichen Erinnerungen basiert dieser Film, dem im übrigen anzumerken ist, dass er von dem aus Kamerun stammenden Journalisten und Verleger Onana mit geringen technischen und finanziellen Mitteln realisiert wurde bzw. werden musste.
Kontakt zum Regisseur, Verleger und Buchautor Charles Onana:
Tel: 0033 – 1 – 53249381,  E-Mail: contact@editionsduboiris.com

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General, nous voilà

Regie: Alé Ossafi. Marokko 1997.
Dokumentation über afrikanische Kolonialsoldaten der französischen Armee und ihre vergeblichen Forderungen an ihre ehemaligen Befehlshaber nach finanziellen Hilfen und Pensionen. Der Titel erinnert an den faschistischen Propagandaspruch, mit dem die Gefolgsleute von Vichy ihrem Führer Philippe Pétain Gehorsam bezeugten: „General, wir folgen dir!“.

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Geschichte wird gemacht

Originaltitel: Histoires Vives, Dokumentation, 52 Minuten, Frankreich 2007
Regie: Fitouri Belhiba und Jean Marie Fawer
Auf DVD verfügbar. Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Hinweise zum Film:
Dokumentation zur Entstehung des Hiphop-Tanztheaters „Die vergessenen Befreier“ („A Nos Morts“), in der die Beteiligten auch ihre persönlichen Beziehungen zum Thema schildern. Empfehlenswerte Ergänzung zur Aufführung des Theaterstücks im Begleitprogramm der Ausstellung, aber auch unabhängig davon einsetzbar als Beispiel für politische Bewusstseinsbildung mit Hilfe von Hiphop als zeitgenössischer künstlerischer Ausdrucksform von MigrantInnen.
Auch zur Werbung für das Hiphop-Stück im Vorfeld einer Aufführung und zur inhaltlichen Vor- und Nachbereitung z.B. in Schulklassen gut geeignet.
Zusammen mit der Dokumentation «Auch Afrikaner haben das Elsass befreit» ein passendes Doppelprogramm aus der deutsch-französischen Grenzregion.
Text für Flyer/Pressemitteilungen:
«Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, die Seiten der französischen Geschichte zu füllen, die bislang fehlten», sagt Yassine, einer der Choreographen der Künstlergruppe «Memoires Vives» aus Straßburg. Dazu gehören die millionenfachen Einsätze von Soldaten aus den Kolonien im Ersten Weltkrieg von 1914 bis 1918 und im Zweiten von 1939 bis 1945. Die französischen Musiker und Tänzer erinnern daran auf eindrucksvolle und zeitgenössische Weise: mit Hiphop-Songs und Break-Dance vor Videoinstallationen mit historischen Filmausschnitten und Fotos. Die Dokumentation zeigt die Beteiligten bei Proben und Aufführungen zu ihrem Tanztheater-Stück «Die vergessenen Befreier» («A Nos Morts») und sie erläutern, wie die Beschäftigung mit dem Hiphop-Musical ihre persönlichen Beziehungen zu dem Thema – z.B. durch Gespräche in ihren Familien – verändert hat.
Die deutsch untertitelte Fassung des Films wurde für das Begleitprogramm zur Ausstellung «Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg» produziert und war in diesem Kontext erstmals hierzulande zu sehen.

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Hady Bah, la dignité retrouvée

Regie: Gilles Nivet. Frankreich (?), Video. 26 Minuten. Originalfassung Französisch.
Portrait des afrikanischen Résistance-Führers Hady Bah, der aus deutscher Gefangenschaft entkam, in den Vogesen Widerstand leistete und 1943 von der Gestapo exekutiert wurde, weil er seine Mitkämpfer nicht verriet.
Hinweis: Der Film konnte nicht gesichtet werden. Die Bestelladresse ist unbekannt. Er lief 2005 beim 15. Festival des von dem afrikanischen Filmemacher Sanvie Panou betriebenen Pariser Kinos «Images d’Ailleurs», das unter dem Titel stand: «Les Soldats Noirs dans les guerres francaises».

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His majesty’s servant

Ghana 2005, Regie: Ato Kwamina Yanney Snr/Ato Yanney Jnr., 70 Min., OmeU, DVD
Einer der wenigen Filme, in denen Kolonialsoldaten in britischen Diensten im Zweiten Weltkrieg als Protagonisten fungieren. Der Spielfilm erzählt vom Einsatz eines afrikanischen, eines indischen und eines britischen Soldaten im Dschungel von Burma. Die drei landen bei ihrem Kampf gegen japanische Invasoren in einem gemeinsamen Höhlen-Versteck, wo Unterschiede von Herkunft und Rang sowie rassistische Vorbehalte zu gewaltsamen Konflikten führen.
Der Film wurde von Ato Kwamina Yanney, einem Mitbegründer des unabhängigen ghanaischen Kinos, mit einer weitgehend afrikanischen Crew gedreht. Nach dem Tod des Regisseurs war der Film zunächst verschollen, bevor sein Sohn (Gründer der Produktionsfirma „Flamboyant Films“) eine Kopie davon entdeckte, restaurierte und der Öffentlichkeit vorstellte (u.a. in England).
Der Film ist seitdem auf einigen Festivals  gelaufen und kann über Ato Yanney Jnr. für Vorführungen bezogen werden.
Kontakt: flamboyantfilms@yahoo.com

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Jamal, Rachid, Roschdy, Samy… Die Enkel der «Tirailleurs»

Originaltitel: Jamal, Rachid, Roschdy, Samy…, petits-fils de tirailleurs
Dokumentation, 52 Minuten, Frankreich 2006, Regie: Morad Aït Habbouche, Hervé Corbière
Darsteller: Sami Bouajila, Jamel Debbouze, Samy Naceri, Roschdy Zem Frankreich 2006.
Hinweise zum Film:
Die vier Hauptdarsteller des Spielfilms «Indigènes» und Regisseur Rachid Bouchareb auf den Spuren ihrer Vorfahren in Nordafrika, die im Ersten und Zweiten Weltkrieg für Frankreich gekämpft haben. Interessante, sowohl als historische Ergänzung zu dem Spielfilm «Indigènes» als auch einzeln einsetzbar und verständlich.
Text für Flyer/Pressemitteilungen:
Diese Dokumention will an die «Tirailleurs» (Kolonialsoldaten) erinnern, die im Ersten wie im Zweiten Weltkrieg «für das Mutterland» (‹la mère patrie›) Frankreich gekämpft haben, aber heute vergessen sind, weil sie Araber oder Schwarze waren. Der Film begleitet Rachid Bouchareb, den algerischen Regisseur des Spielfilms «Indigènes», und seine Hauptdarsteller auf der Suche nach der Geschichte ihrer Vorfahren sowie nach überlebenden Zeitzeugen in Nordafrika. Dabei treffen sie z.B. auf Youb Lalleg, der im Februar 1941 mit einem Regiment algerischer Kolonialsoldaten in den Krieg zog und sich noch sechs Jahrzehnte später sehr genau daran erinnert und so zum Vorbild für eine der Hauptfiguren in dem Spielfilm wurde.
Der Film war 10 Jahre lang bei der Berliner Firma Pandastorm mit deutschen Untertiteln als Home-Video verfügbar. Doch die Rechte für die deutsche Fassung sind ausgelaufen.

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L’autre 8 Mai 45 – Aux origines de la guerre d’Algerie

Regie: Yamina Adi. Frankreich/Algerien 2008. 53 Minuten
Der 8. Mai wird in jedem Jahr als «Tag der Befreiung» in Erinnerung an die Kapitulation Nazi-Deutschlands und als Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa im Jahr 1945 gefeiert. In Algerien gilt dieses Datum als «Tag der Trauer», weil am 8. Mai 1945 eines der grausamsten Kolonialverbrechen Frankreichs begann, nur weil einige AlgerierInnen bei den Feiern des Kriegsendes neben Flaggen der Alliierten auch Fahnen der algerischen Unabhängigkeitsbewegung mitgeführt und nach der Befreiung Frankreichs (mit Hilfe Zehntausender algerischer Soldaten) auch die Freiheit für ihr Land gefordert hatten.
Yasmina Adi hat für ihren Film in französischen, US-amerikanischen und algerischen Archiven recherchiert und dabei auch bislang unbekannte Dokumente gefunden. Sie hat zudem zahlreiche Zeitzeugen interviewt, die begründen, warum der 8. Mai 1945 in Algerien auch als Beginn und Begründung des bewaffneten Befreiungskampfes gilt.

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La couleur du Sacrifice

Regie: Mourad Boucif. Marokko/Belgien 2006. Dokumentation. 84 Minuten.
DVD. Französische Fassung.
Die Folgen des Zweiten Weltkriegs in Afrika: von der Rekrutierung der ersten Hunderttausenden Soldaten nach dem Kriegsbeginn in Europa 1939, über ihre Teilnahme an den Kämpfen gegen die deutsche Wehrmacht im Frühjahr 1940 in Nordfrankeich, ihr Schicksal als Gefangene in deutschen Lagern, ihre Rolle im Vichy-Regime und in den Truppen des Freien Frankreich von de Gaulle.
Dazu zeigt der Film die Diskriminierung der Kolonialsoldaten nach dem Krieg und erinnert an Prozesse, die afrikanische Veteranen wie der Senegalese Diop gegen die französische Regierung geführt haben, um sich dagegen zu wehren. Neben Zeitzeugen kommen auch Historiker, Vertreter französischer Veteranenverbände und Publizisten zu Wort, darunter der aus Kamerun stammende Autor und Regisseur Charles Onana, der selbst einen Dokumentarfilm zum Thema gedreht hat.

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Le camp de Sud-Est

Regie: Véronique Lhorme/Marc Nardina. Frankreich 2004. Video. 52 Minuten. Originalfassung Französisch.
Dokumentation über eine Kaserne im Südwesten Frankreichs, in der während des gesamten 20. Jahrhunderts Kolonialsoldaten ausgebildet wurden und dass noch heute vom 21. Infanterieregiment der Marine genutzt wird.
Der Film konnte nicht gesichtet werden. Die Bestelladresse ist unbekannt. Er lief 2005 beim 15. Festival des von dem afrikanischen Filmemacher Sanvie Panou betriebenen Pariser Kinos „Images d’Ailleurs“, das unter dem Titel stand: „Les Soldats Noirs dans les guerres francaises“.

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Le Chant de mariées (The wedding song)

Tunesien/Frankreich 2008, Regie: Karin Albou, 100 Min., OmeU, 35 mm
Tunis 1942: Nour und Myriam, beide 16 Jahre alt, sind seit ihrer Kindheit befreundet. In ihrem Haus wohnen Juden und Muslime harmonisch zusammen. Die beiden Mädchen träumen jeweils vom Leben der anderen: Die arabische Nour möchte wie Myriam zur Schule gehen können, während sich ihre jüdische Freundin einen Verehrer wünscht, wie ihn Nour schon gefunden hat. Doch nach dem Einmarsch der deutschen Truppen im November 1942 stehen beide vor ganz anderen Problemen. Die Nazis erteilen den Juden Tunesiens Berufsverbote, so auch Myriams Mutter, während sie Arabern Jobs als Handlanger ihres Besatzungsregimes anbieten. Dadurch stehen auch Nour und Myriam plötzlich auf zwei verfeindeten Seiten …
Der Film lief bei zahlreichen Festivals von New York über Brüssel und Turin bis nach Jerusalem, Beirut und Melbourne. In Ottawa erhielt er den Preis für den besten Film, beim afrikanischen Filmfestival im spanischen Tarifa den für die beste Regie.
Kontakt für die 35mm-Kopie mit englischen Untertiteln:
E-Mail : distribution@pyramidefilms.com, www.pyramidefilms.com

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Les combattants africains de la grande guerre

Regie: Laurent Dussaux. Frankreich 1984. 16mm. 82 Minuten.
Dokumentation mit Zeitzeugen aus dem Senegal und Burkina Faso sowie Archivmaterial über die etwa 200000 westafrikanischen Soldaten, die im Ersten Weltkrieg für Frankreich kämpften.
Der Film konnte nicht gesichtet werden. Die Bestelladresse ist unbekannt. Er lief 2005 beim 15. Festival des von dem afrikanischen Filmemacher Sanvie Panou betriebenen Pariser Kinos „Images d’Ailleurs“, das unter dem Titel stand: „Les Soldats Noirs dans les guerres francaises“.

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Les Oublies de l’historie – Les ètrangers dans la résistance et la libération

Regie: Daniel Kupferstein. Frankreich 1992. Video. 56 Minuten
Dokumentation über Frauen und Männer aus den verschiedensten französischen Kolonien, die in der Résistance für Frankreichs Freiheit gekämpft haben, aber nach dem Krieg oft weder Arbeit fanden, noch die französische Staatsbürgerschaft erhielten.
Der Film konnte nicht gesichtet werden. Die Bestelladresse ist unbekannt. Er lief 2005 beim 15. Festival des von dem afrikanischen Filmemacher Sanvie Panou betriebenen Pariser Kinos „Images d’Ailleurs“, das unter dem Titel stand: „Les Soldats Noirs dans les guerres francaises“.

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Les Tirailleurs d’ailleurs

Regie: Imunga Ivanga. Gabun 1996.
Dokumentation über vier Kriegsveteranen aus Gabun, darunter der Vater des Regisseurs, die ein halbes Jahrhundert nach ihren Fronteinsätzen gegen die deutsche Wehrmacht von ihren schmerzhaften Erinnerungen daran erzählen.

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Les Tirailleurs Sénégalais

Regie: Alain de Sedouy, Eric Deroo, Moussa Touré.
Senegal/Frankreich 1992. Betacam/VHS. 52 Minuten
Dokumentarfilm über westafrikanische Kolonialsoldaten im Ersten und im Zweiten Weltkrieg sowie in späteren Kolonialkriegen Frankreichs.

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Le Tata

Regie: Patrice Robin. Frankreich 1990. Video. 60 Minuten
«Tata» ist der Name des afrikanischen Friedhofs in der Nähe von Lyon, auf dem die Opfer des Massakers begraben liegen, das die deutsche Wehrmacht im Juni 1940 an afrikanischen Kolonialsoldaten verübt hat. Die Dokumentation erinnert daran.
Der Film konnte nicht gesichtet werden. Die Bestelladresse ist unbekannt. Er lief 2005 beim 15. Festival des von dem afrikanischen Filmemacher Sanvie Panou betriebenen Pariser Kinos „Images d’Ailleurs“, das unter dem Titel stand: «Les Soldats Noirs dans les guerres francaises».

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Massire Kante le Parcours d’un Combattant

Regie: Corine Wable. Frankreich 2004. Video. 23 Minuten
Portrait des Senegalschützen Massire Kante, der auf Seiten Frankreichs am  Algerienkrieg teilnahm und noch im Alter von 73 Jahren um seine Pension stritt.
Der Film konnte nicht gesichtet werden. Die Bestelladresse ist unbekannt. Er lief 2005 beim 15. Festival des von dem afrikanischen Filmemacher Sanvie Panou betriebenen Pariser Kinos «Images d’Ailleurs», das unter dem Titel stand: «Les Soldats Noirs dans les guerres francaises».

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Maurice le saint noir

Regie: Serge Bilé. Frankeich 2002. Video. 33 Minuten.
Portrait eines ägyptischen Soldaten, der im 3. Jahrhundert beim Feldzug der Römer durch die Alpen ums Leben kam.
Der Film konnte nicht gesichtet werden. Die Bestelladresse ist unbekannt. Er lief 2005 beim 15. Festival des von dem afrikanischen Filmemacher Sanvie Panou betriebenen Pariser Kinos «Images d’Ailleurs», das unter dem Titel stand: «Les Soldats Noirs dans les guerres francaises».

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Mèmoires du 8 Mai 1945

Regie: Mariem Hamidat/François Nemeta. Algerien/Frankreich 2007. 60 Minuten. DVD. Französische Fassung.
Die Regisseurin ist als Tochter algerischer Migranten in Frankreich geboren, kennt Algerien nur von Besuchen im Urlaub und wusste lange Zeit nichts über die Ereignisse in der Gegend von Sétif in den Tagen nach dem 8. Mai 1945, als die französischen Truppen Tausende Zivilisten massakrierten, nur weil diese nach dem Kriegsende mit einer algerischen Fahne demonstriert und ihre Unabhängigkeit gefordert hatten. Mariem Hamidat hat Zeitzeugen der Ereignisse in Algerien gesucht und gefunden. Auf deren Aussagen beruht dieser Film.

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Noirs dans le Camps Nazis

Regie: Serge Bilé. Elfenbeinküste 2005. Dokumentation. 52 Minuten.
Französische Fassung.
Dokumentation über Schwarze, die während der Zeit des Nationalsozialismus in deutschen Lagern inhaftiert waren. Nach den rassistischen Gesetzen des NS-Regimes, die jegliche Beziehungen zwischen Schwarzen und Deutschen untersagten, gerieten schon 1933 schwarze Deutsche (z.B. Afrikaner, die mit Deutschen verheiratet waren) in Lagerhaft, später kamen gefangene afrikanische Kolonialsoldaten, die für Frankreich gekämpft hatten, hinzu. Sie wurden in KZs wie Sachsenhausen, Ravensbrück und Mauthausen deportiert und manche kehrten nie mehr von dort zurück. Der Regisseur, Journalist aus der Elfenbeinküste und Mitarbeiter des französischen Überseesenders RFO, hat für seinen Film Zeitzeugen in Deutschland, Frankreich und im Senegal vor die Kamera geholt und ihre Geschichte(n) auch in einem Buch zusammengefasst, das in deutscher Übersetzung erschienen ist («Die schwarze Blut meiner Brüder», s. Literaturliste in den Unterrichtsmaterialien S. 208).
Hinweis: Der Film ist leider etwas uninspiriert gedreht (Talking Heads in langen Interviews …), schade bei dem spannenden Thema.

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Omar Mukhtar – Lion of the desert

Regie: Moustapha Akkad. Libyen/Italien 1980. Spielfilm. 156 Minuten, DVD. Englische Fassung.
Der Spielfilm erzählt die Vorgeschichte der italienischen Invasion in Äthiopien und damit des Zweiten Weltkriegs in Afrika: den italienische Kolonialkrieg in Libyen. Dabei setzten die italienischen Militärs erstmals Panzer und Kampfflugzeuge gegen berittene und nur mit einfachen Gewehren ausgerüstete afrikanische Freiheitskämpfer ein. Verantwortlich für den erbarmungslosen Vernichtungsfeldzug gegen die libysche Guerilla unter dem Beduinenführer Omar Mukhtar (gespielt von Anthony Quinn) war der von Mussolini ernannte General Rodolfo Graziani (gespielt von Oliver Reed). Seine im libyschen Wüstenkrieg gesammelten Erfahrungen nutze er 1935 beim Angriff auf Äthiopien, bei dem die italienische Luftwaffe auch Giftgas einsetzte. Der Film erinnert an das weitgehend vergessene Kapitel der italienischen Kolonialfeldzüge in Afrika. Seine besondere historische Bedeutung gewinnt er dadurch, dass seinen Hauptprotagonisten reale Personen der Geschichte als Vorbilder dienten und dass Dokumentaraufnahmen – z.B. von zerbombten libyschen Dörfern und von Konzentrationslagern der Italiener für Zehntausende gefangene Beduinen – auf die Realität des italienischen Kolonialkriegs in Libyen verweisen, dem etwa 100 000 Afrikaner zum Opfer fielen.
Bezugsadresse der englischen Fassung auf DVD: Über Videohändler im Internet. Kosten: ca. 12 Euro (Anfang 2008). Keine Vorführrechte für öffentliche Veranstaltungen. Wegen der libyschen Beteiligung an der Produktion ließen sich bislang leider auch keine öffentlichen Vorführrechte bei den Produzenten klären. Schade, denn es ist ein bemerkenswerter Film zu dem ansonsten unterbelichteten Thema der italienischen Kolonialherrschaft in Afrika (im Vorfeld zum Krieg in Äthiopien).

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Oubliés et Trahis: Les prisonniers de guerre coloniaux et nord-africains

Regie: Dejoie-Robin/Armelle Mabon. Frankreich 2003. Video. 52 Minuten
Beim Überfall der Wehrmacht auf Nordfrankreich gerieten 1940 etwa 70000 Kolonialsoldaten in deutsche Kriegsgefangenschaft. Die meisten waren in Lagern in Nordfrankreich inhaftiert und als Nazideutschland 1943 Soldaten an der Ostfront benötigte, erhielt das Kollaborationsregime von Vichy den Auftrag, französische Wärter für die Lager zu stellen …
Kontakt: Violaine Dejoie-Robin, v.dejoierobin@gmail.com, www.galerievdr.com 

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Sarzan

Regie: Momar Thiam. Senegal 1963. 16 mm. 29 Minuten. Kurzspielfilm
Nach einer Novelle von Birago Diop erzählt der Kurzspielfilm von der Rückkehr eines Kolonialsoldaten nach 15 Jahren Kriegsdienst in der französischen Armee, die ihn von seiner Gesellschaft und Tradition entfremdet hat.
Der Film konnte nicht gesichtet werden. Die Bestelladresse ist unbekannt. Er lief 2005 beim 15. Festival des von dem afrikanischen Filmemacher Sanvie Panou betriebenen Pariser Kinos «Images d’Ailleurs», das unter dem Titel stand: «Les Soldats Noirs dans les guerres francaises».

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Les Oublies de l’historie – Les ètrangers dans la résistance et la libération

Regie: Daniel Kupferstein. Frankreich 1992. Video. 56 Minuten
Dokumentation über Frauen und Männer aus den verschiedensten französischen Kolonien, die in der Résistance für Frankreichs Freiheit gekämpft haben, aber nach dem Krieg oft weder Arbeit fanden, noch die französische Staatsbürgerschaft erhielten.
Der Film konnte nicht gesichtet werden. Die Bestelladresse ist unbekannt. Er lief 2005 beim 15. Festival des von dem afrikanischen Filmemacher Sanvie Panou betriebenen Pariser Kinos «Images d’Ailleurs», das unter dem Titel stand: «Les Soldats Noirs dans les guerres francaises».

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Soldats Noirs – l’histoire oubliée

Regie: Eric Deroo. Frankreich 1985. Dokumentation. 49 Minuten, DVD. Französische Originalfassung.
Bei Dreharbeiten in den Ardennen erfährt der Dokumentarfilmer Eric Deroo in einem Dorfcafé, dass im Mai/Juni 1940 „Senegalesen“ in der Region für Frankreich gegen die deutsche Wehrmacht gekämpft haben. Mitte der achtziger Jahre ist die Erinnerung an dieses Kapitel des Zweiten Weltkriegs auch in Frankreich nahezu vergessen. Erich Deroo beginnt zu recherchieren, findet Soldatenfriedhöfe mit zahllosen afrikanischen Namen, einen französischen Offizier, der Kolonialtruppen kommandiert hat und macht sich schließlich mit der Kamera auf den Weg nach Westafrika in der Hoffnung, noch afrikanische Veteranen aufspüren zu können. Dort angekommen stellt er fest, dass überall in Westafrika noch ehemalige „Tirailleurs Senegalais“ leben, wie die Kolonialmacht Frankreich all ihre Soldaten aus der Region, nicht nur die aus dem Senegal, nannte. Selbst in kleinen Ortschaften an der malischen Grenze treffen sich „anciens combattants“ („alte Kämpfer“) noch immer in Veteranenclubs und sie erzählen bereitwillig von ihren Kriegseinsätzen für Frankreich. In einigen besonders eindringlichen Sequenzen ahmen Veteranen das Kriegsgeschehen vor der Kamera mit Gesten und Lauten nach.
So wichtig es war, 1985 endlich an die „vergessene Geschichte“ („l’histoire obliée“) der afrikanischen Kolonialsoldaten zu erinnern, so gibt der Filmemacher doch 20 Jahre später einem 20-minütigen Interview, das zum Bonusmaterial der CD gehört, zu, dass er in seinem Film ein eher romantisches Bild von der „Waffenbrüderschaft“ schwarzer und weißer Soldaten im Krieg gezeichnet habe. Tatsächlich seien afrikanische Soldaten keineswegs immer freiwillig in den Krieg gezogen, oft schlechter behandelt sowie als Kanonenfutter missbraucht und um angemessene Pensionen betrogen worden. Film und Interview sind nur bei sehr guten Französisch-Kenntnissen verständlich.

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Sur les Traces de Frantz Fanon (Auf den Spuren von Frantz Fanon)

Regie: Mehdi Lallaoui, Algerien/Frankreich 2021, französisch mit deutschen Untertiteln, 93 min.
Der in Martinique geborene Frantz Fanon kämpfte im Zweiten Weltkrieg auf Seiten der Alliierten und studierte danach in Frankreich Philosophie und Medizin. 1953 ging er als Chefarzt in eine psychiatrische Klinik in der französischen Kolonie Algerien. Dort quittierte er den Staatsdienst und schloss sich der Befreiungsfront FLN an. Als deren internationaler Sprecher wurde er zu einem der einflussreichsten Theoretiker der weltweiten antikolonialen Befreiungskämpfe.
In dem Film kommen Weggefährt:innen Fanons zu Wort wie seine Biografin und Mitstreiterin bei der Revolutionierung der Psychiatrie in Nordafrika Alice Cherki, seine Assistentin Marie-Jeanne Manuellan und der Historiker Jean Khalfa. Ihre Zeugnisse belegen die anhaltende Bedeutung Fanons für den Kampf gegen Kolonialismus und Rassismus und «für einen globalen Humanismus».
Die von recherche international deutsch untertitelte Fassung des Films kann beim Regisseur Mehdi Lallaoui ausgeliehen werden.
Kontakt: mehdilall@free.fr

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Tage des Ruhms (Originaltitel: Indigènes)

Spielfilm, 119 Minuten, Algerien/Marokko/Frankreich/Belgien 2006.
Regie: Rachid Bouchareb. Darsteller: Bernard Blancan, Sami Bouajila, Jamel Debbouze, Samy Naceri, Roschdy Zem.
Der zentrale und aktuellste Spielfilm zum Thema über vier Kolonialsoldaten aus dem Maghreb, die im Zweiten Weltkrieg erst in Italien, dann in der Provence und schließlich im Elsass für die Befreiung Europas von der Naziherrschaft kämpften.
Text für Flyer/Pressemitteilungen:
Der algerische Regisseur Rachid Bouchareb erzählt die Geschichte von vier Kolonialsoldaten der französischen Streitkräfe im Zweiten Weltkrieg: von ihrer Rekrutierung in Nordafrika bis zu ihren Kämpfen gegen die deutsche Wehrmacht in Italien, der Provence und schließlich in einem abgelegenen elsässischen Dorf bei der Befreiung Frankreichs von der Naziherrschaft. Mit großartigen Schauspielern, die beim Filmfestival in Cannes 2007 kollektiv als beste männliche Hauptdarsteller ausgezeichnet wurden, und bewegenden Bildern über das Kriegsgeschehen erzählt dieser Film am Beispiel seiner vier Protagonisten von der weitgehend vergessenen Beteiligung Zehntausender afrikanischer Soldaten an den brutalen Schlachten entlang der eisigen Fronten des letzten Kriegswinters in Europa. Aufnahmen von französischen Friedhöfen, auf denen afrikanische Gefallene begraben sind, sowie von erbärmlichen Wohnheimen, in denen Veteranen aus dem Maghreb, die in Frankreich geblieben sind, bis in die Gegenwart leben müssen, verweisen auf die Geschichtsvergessenheit in Europa und die bis heute anhaltende Diskriminierung der Kolonialsoldaten in Frankreich.
Rachid Bouchareb hat für diesen Film langwierige Recherchen in französischen Staatsarchiven und Bibliotheken durchgeführt, aber die wichtigsten Hintergrund-Informationen lieferten ihm afrikanische Veteranen und ihre Nachfahren: «Wir haben Leute gesucht, die diese Epoche noch selbst miterlebt hatten, und sind dafür nach Bordeaux, Marseilles und Nantes gefahren, aber vor allem auch in den Senegal, nach Marokko und Algerien. Auf den Erfahrungen und Gefühlen dieser Zeitzeugen beruht unser Film. Bei den Gesprächen mit ihnen wurde mir auch klar, dass ich nicht die Geschichte eines einzelnen Soldaten erzählen wollte, sondern eine Geschichte, die für den gesamten afrikanischen Kontinent steht.»
Die deutsche Fassung des Films war im Begleitprogramm zur (Wander-)Ausstellung «Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg» erstmals hierzulande zu sehen.
Der Film war 10 Jahre lang bei der Berliner Firma Pandastorm mit deutschen Untertiteln als Home-Video verfügbar. Doch die Rechte für die deutsche Fassung sind ausgelaufen.
Zu dem Film ist ein französischsprachiges Begleitbuch erschienen, das neben dem Skript spannendes Hintergrundmaterial enthält: Buchareb, Rachid / Lorelle, Olivier: «Indigènes». Paris 2006.

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Tasuma, le feu

Regie: Sanou Kollo Daniel. Burkina Faso 2004. Spielfilm. 85 Minuten, 35mm-Fassung: Dioula und Französisch mit englischen Untertiteln.
DVD-Fassung: mit französischen, englischen und spanischen Untertiteln.
Spielfilm über einen westafrikanischen Kolonialsoldaten aus einem Bergdorf in Burkina Faso, der unter französischem Kommando an Kriegsfronten in Indochina und Algerien zog, aber noch Jahrzehnte später vergeblich auf seine Pension wartet und schließlich zu ungewöhnlichen Maßnahmen greift, um sie zu erhalten. Wie der Protagonist des Films müssen afrikanische Veteranen auch in der Realität zahlreiche bürokratische Hürden überwinden, um ihre Kriegsrenten durchzusetzen. Und viele, die für Frankreich in verschiedenen Kriegen ihr Leben riskierten, gingen völlig leer aus. Der Film verdeutlich, welche existenzielle Bedeutung die Folgen des Zweiten Weltkriegs und die Diskriminierung afrikanischer Kolonialsoldaten selbst in abgelegenen Saheldörfern bis heute haben. Der Regisseur, der auch eine Dokumentation über Kolonialsoldaten aus Burkina Faso gedreht hat („Droit de Mémoire“), verarbeitete in seinen Filmen Erfahrungen, die sein Vater in den französischen Streitkräfte hatte machen müssen.

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Thiaroye 44

Regie: Marie Thomas-Penette & François-Xavier Destors, Senegal/Frankreich 2022, französisch und Wolof mit englischen Untertiteln, 72 min.
Der Dokumentarfilm Thiaroye 44 begleitet junge senegalesische Künstler:innen und Hiphop-Musiker:innen auf der Suche nach Spuren eines Kolonialverbrechens: Ende 1944 wurden afrikanische Kriegsheimkehrer, von denen viele deutsche Lagerhaft überlebt hatten, auf Befehl ihrer französischen Offiziere in Thiaroye, einem Vorort von Dakar, niedergemetzelt, nur weil sie ihren ausstehenden Sold einforderten. Der Historiker Martin Mourre, der die Spurensuche im Senegal unterstützt, geht davon aus, dass damals „300 bis 400 Kolonialsoldaten“ umkamen. Von französischen Regierungsstellen wurde dieses Kolonialverbrechen lange geleugnet. Aber Künstler:innen aus Afrika erinnerten immer wieder daran – so wie die jungen Protagonist:innen des Films im Senegal.
Der Film kann mit englischen Untertiteln bei der französischen Produktionsfirma „Les Films du sillage“ (https://lesfilmsdusillage.com/) ausgeliehen werden.
Kontakt: Sylvie Brenet (sylvie.b@lesfilmsdusillage.fr)

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Tirailleurs Malgaches

Dokumentation, 54 Minuten, Frankreich 2003, Regie: Bernard Simon
Auf DVD verfügbar.
Originalfassung französisch
Hinweise zum Film:
Noch weniger bekannt, als der Einsatz nord- und westafrikanischer Soldaten durch die Kolonialmacht Frankreich ist der von Männern aus Madagaskar. Dabei kämpften auch Tausende von der ostafrikanischen Insel nicht nur im Ersten und Zweiten Weltkrieg, sondern danach auch noch im Algerienkrieg und in Vietnam/Indochina. Überall in Madagaskar stieß der Filmemacher noch auf Überlebende dieser Kriege.
Text für Flyer/Pressemitteilungen:
„Es waren nicht in erster Linie Franzosen, die den Krieg für Frankreich gewonnen haben, sondern wir aus den Kolonien“, sagt Joseph Rasoamoza in diesem Film, der noch seinen Soldatenausweis aus dem Zweiten Weltkrieg aufbewahrt hat. Über Rundfunk verbreitet der Regisseur in Madagaskar sein Vorhaben, die Erinnerungen ehemaliger Kolonialsoldaten aufzeichnen zu wollen und sofort melden sich Veteranen aus allen Teilen der Insel – von der Hafenstadt Tamatave, in der die Soldaten zu ihren Kriegseinsätzen in Europa, Algerien und Indochina aufbrachen, über die Hauptstadt Tananarive, wo sie sich noch heute in Veteranenclubs treffen, bis zur abgelegenen Bergregion von Fianaransoa. Viele der alten Männer erscheinen zu den Interviews mit Uniformjacken und Orden an den Revers. Aber angemessen entlohnt wurden auch die Veteranen in Madagaskar von ihren französichen Kolonialherren nicht.
Auch wenn sich in Madagaskar nur noch wenige Überlebende aus dem Zweiten Weltkrieg fanden – die meisten Zeitzeugen berichten aus dem Algerien- und Vietnamkrieg – so verdeutlichen die auf der ostafrikanischen Insel geführten Interviews doch die globale Dimension europäischer (Welt-)Kriege.

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Tirailleurs Sénégalais du Niger

Regie: Thierry Dubois. Frankreich 2002.
Kolonialsoldaten aus dem Niger, die für die Befreiung Frankreichs im Zweiten Weltkrieg ihr Leben aufs Spiel setzten, erzählen über ihre Fronteinsätze und über ihre ungleiche Behandlung und Entlohnung in der französischen Armee.

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Zidou l’Gouddam – Les survivants

Dokumentation, 64 Minuten, Frankreich 2007, Regie: Eric Beauducel, Produktion: Bernard Simon
Auf DVD verfügbar. Originalfassung französisch
Hinweise zum Film:
Dokumentation über die Beteiligung marokkanischer Kolonialsoldaten am Zweiten Weltkrieg mit seltenen Archivaufnahmen und zahlreichen Erinnerungen von Zeitzeugen, aufgezeichnet im Atlas-Gebirge und in Casablance, in Belgien und auf Korsika.
Text für Flyer/Pressemitteilungen:
Nach dem Kriegsbeginn in Europa im September 1939 appellierte der amtierende Sultan von Marokkko, Sidi Mohamed Ben Youssef, an seine Landsleute, sich im Kampf gegen Nazideutschland an die Seite der Kolonialmacht Frankreich zu stellen. Als die Deutsche Wehrmacht 1940 in Nordfrankreich einfiel, waren unter den Hunderttausenden Kolonialsoldaten, die den Angriff abzuwehren versuchten, entsprechend viele Marokkaner. Nach der französischen Niederlage bis Ende 1942 unter der Herrschaft des Kollaborationsregimes von Vichy nahmen in den letzten Kriegsjahren weitere Zehntausende Marokkaner an den alliierten Landungen in Italien und der Provence und an den letzten Kämpfen gegen die faschistischen Truppen in Europa teil. Mit seltenen Archivaufnahmen und zahlreichen Zeitzeugen erinnert der Film an die marokkanischen Kriegsteilnehmer und bewahrt sie damit vor dem Vergessen.

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ASIEN

«63 Years On…» – «63 Jahre später…»

Regie: Kim Dong-Won, Südkorea 2008, 60 Min., OF m.dt.UT
Mit bewegenden Interviews und beeindruckendem Archivmaterial dokumentiert der Film die sexuelle Versklavung Hunderttausender Frauen durch die japanischen Streitkräfte während des Zweiten Weltkriegs in Asien und der Pazifikregion (1937-1945). Beispielhaft werden fünf Betroffene aus China, Korea, den Philippinen und den Niederlanden vorgestellt. (Die indonesischen Inseln waren bis zum japanischen Einmarsch eine niederländische Kolonie.) Die von den japanischen Besatzern zynisch als «comfort women» («Trostfrauen») titulierten Opfer berichten von ihrer Verschleppung, ihrem qualvollen Alltag in den Miltärbordellen und ihrem Leben in den 63 Jahren danach. Der Film wurde 2008 mit dem Asia Pacific Screen Award als beste Dokumentation ausgezeichnet und erhielt weitere Auszeichnungen auf internationalen Festivals.
Bezugsadresse:
nataly.han@gmx.net (Korea-Verband, Berlin)

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Because we were beautiful (Weil wir schön waren)

Regie: Frank van Osch, Indonesien/Niederlande 2010, niederländisch/indonesisch mit deutschen Untertiteln, 60 min.
Der Filmemacher Frank van Osch begleitete die Recherchereise des Fotografen Jan Banning in Indonesien für das Fotobuch und Ausstellungsprojekt COMFORT WOMEN. Mit der Journalistin Hilde Janssen interviewten und fotografierten sie indonesische Zeitzeuginnen, von denen manche selbst ihren Familien bis dahin noch nie von ihren traumatischen Erlebnissen in japanischen Militärbordellen während des Zweiten Weltkriegs erzählt hatten. Viele der Frauen waren noch minderjährig, als sie von japanischen Soldaten verschleppt wurden. Als Grund dafür nennt eine von ihnen: «Weil wir schön waren.» Erst ein halbes Jahrhundert nach dem Kriegsende entstanden Selbsthilfegruppen von betroffenen Frauen aus verschiedenen asiatischen Ländern, die «Entschuldigungen und Entschädigungen» von der Regierung Japans verlangten. Das fordern auch die überlebenden Frauen aus Indonesien.
Die von recherche international deutsch untertitelte Fassung des Films kann beim Regisseur Frank van Osch ausgeliehen werden. Kontakt: Frank@vanoschfilms.nl

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Der letzte Kaiser

Regie: Bernardo Bertolocci. Frankreich/Italien/Großbritannien 1987. 160 Minuten. DVD. Deutsche Fassung.
Der monumentale Spielfilm erzählt die Geschichte des letzten chinesischen Kaisers Pu Yi , der nach einer republikanischen Revolution 1912 seine Macht verliert. Danach reicht sein Einfluss kaum noch über die Mauern seiner Paläste in der Verbotenen Stadt in Peking hinaus. Als japanische Truppen 1931 die Mandschurei besetzen, ist der verbitterte Monarch, der inzwischen das Leben eines Dandys führt, bereit, mit den Besatzern zu kollaborieren. Er lässt sich zum Kaiser des japanischen Vasallenstaates Mandschukuo krönen, stellt aber letztlich nur eine Marionette in den Händen der japanischen Eroberer dar. Nach dem Krieg gerät er in sowjetische Gefangenschaft, muss fünf Jahre lang zusammen mit anderen chinesischen Kollaborateuren Zwangsarbeit leisten und wird danach an die Volksrepublik China ausgeliefert, die Mao Tse-tung inzwischen ausgerufen hat. In einem Umerziehungslager muss Pu Yi sich den neuen sozialistischen Werten der regierenden Revolutionäre beugen. Wieder in Freiheit erlebt er als einfacher Gärtner das Aufblühen und den Terror der chinesischen Kulturrevolution.
Der Abschnitt des Films über die japanische Invasion in der Mandschurei bietet eindrucksvolle Illustrationen zur Vorgeschichte des Zweiten Weltkriegs in Asien und zu den Folgen der japanischen Besatzung in China. Dazu gehören auch authentische Aufnahmen aus Wochenschauen, die sich im Unterricht einsetzen lassen.
Bezugsadresse: Die deutsche Fassung des Films auf DVD ist für private Zwecke bei zahlreichen Händlern im Internet zu beziehen. Der deutsche Verleih der Kinofassung dürfte sich leicht im Internet finden lassen.

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Devils on the doorstep

China 2000, Regie: Jiang Wen, 140 Min., OmeU, 35 mm
In China begann der Zweite Weltkrieg schon 1937 mit dem Einmarsch japanischer Truppen. Der Film spielt in der Schlussphase des Krieges in einem kleinen chinesischen Dorf, dessen Einwohner Fremde schon immer für „Teufel“ hielten, um so mehr die japanischen Besatzer. Regisseur Jiang Wen spielt in dieser schwarzen Komödie selbst die Rolle des Bauern Ma Dasan, der eines Nachts von chinesischen Soldaten mit Gewehr im Anschlag den Befehl erhält, zwei Gefangene in seinem Haus unterzubringen und zu bewachen. Der eine ist ein japanischer Soldat, der lieber sterben als sich den chinesischen Bauern fügen will, der andere ist sein chinesischer Übersetzer, der an seinem Leben hängt. Doch werden die beiden scheinbar vergessen und so entwickelt sich ein grandioses Stilleben des ländlichen Lebens in Zeiten des Krieges, umgesetzt in unvergesslichen schwarz-weißen und farbigen Bildern. Regisseur Jiang Wen erhielt dafür bei den Filmfestspielen in Cannes den Großen Preis der Jury. Den chinesischen Zensoren hingegen waren die Schwejk-ähnlichen Dorfbewohner so suspekt, dass sie den Film aus den Kinos verbannten.

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Exil Shanghai

Regie: Ulrike Ottinger. Deutschland 1997. Dokumentation. 271 Min. (in fünf Teilen). DVD. Deutsch und Englisch mit deutschen und englischen Untertiteln.
Sechs jüdische Zeitzeugen (vier Einzelpersonen und ein Ehepaar) berichten über ihre Flucht bzw. die ihrer Familien nach Shanghai sowie über ihr Leben vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg in der chinesischen Hafenstadt. Die Erinnerung der fünf Interviewpartner werden in getrennten Kapiteln präsentiert und sind somit auch einzeln einsetzbar. Bebildert sind ihre Erzählungen mit aktuellen Aufnahmen von Shanghai. Sie zeigen Straßen und Häuser, in denen Flüchtlinge gewohnt haben sowie Standorte ehemals jüdischer Einrichtungen wie Gemeindezentren und Clubs, Synagogen und Friedhöfe, Geschäfte und Cafés. Dabei rückt vor allem das Viertel Hongkew ins Bild, in dem die japanischen Besatzer 1943 etwa 20.000 vor dem NS-Regime geflohene Juden aus Deutschland und Österreich zusammen pferchten.
Teil 1 (62 Min.): Rena Krasno, Jüdin russischer Abstammung, referiert die drei Hauptwellen jüdischer Migration nach Shanghai: Als erste kamen Mitte des 19. Jahrhunderts sephardische (westeuropäische) Geschäftsleute, weil die chinesische Handelsstadt ihnen vielversprechende ökonomische Perspektiven bot. Ihnen folgten Anfang des 20. Jahrhunderts Juden aus Russland und der Ukraine, die vor Pogromen in diesen Ländern flohen. Nach der Machtübernahme der Nazis im Jahre 1933 flohen weitere Juden aus Deutschland und Österreich sowie aus den von der deutschen Wehrmacht besetzten Ländern nach Shanghai. Die Familie von Rena Krasno kam mit den russischen Flüchtlingen und musste – anders als die Verfolgten des Naziregimes – nicht im Ghettoviertel Hongkew leben. Sie kann die dortigen Bedingungen deshalb nur von außen beschreiben.
Teil 2 (80 Min.): Gertrude und Rabbi Theodore Alexander gehören zu denen, die dem Vernichtungswahn in Nazideutschland und Österreich durch die Flucht nach China entkamen. Die Familie des Rabbis stammte aus Berlin. Sie beschloss unmittelbar nach der Pogromnacht 1938, jede Möglichkeit zu nutzen, die sich noch bot, Deutschland zu verlassen und die einzigen Schiffskarten, die noch zu finden waren, führten nach Shanghai. Gertrude Alexander musste als Heranwachsende in Wien miterleben, wie ihr Vater verhaftet und nach Dachau verschleppt wurde. Mit einem „Kindertransport“ schickte ihre Mutter sie nach London in Sicherheit. Als ihr Vater „wie durch ein Wunder“ freikam und den Eltern die Flucht nach Shanghai gelang, folgte die 16jährige ihnen per Schiff. Beide Flüchtlingsfamilien wohnten ab 1943 im Ghetto Hongkew, wo sich Gertrude und Theodore auf der Straße kennen lernten. Das Ehepaar beschreibt eindringlich (sie in englisch, er in deutsch), unter welch schwierigen Bedingungen (ohne Wasser, Strom und Kohlen im Winter) die Flüchtlinge in dem überfüllten Elendsviertel leben mussten. Trotzdem sei es den Flüchtlingen gelungen, ihre jüdische Identität zu behaupten und ein reiches kulturelles Leben zu organisieren, zu dem sogar Orchester- und Opern-Aufführungen gehörten.
Teil 3 (42 Min.): Inna Mink stammt aus einer russischen Familie, die nach der Revolution von 1917 ihr Land verließ und über Sibirien nach Shanghai auswanderte. Als Geschäftsleute machten sie dort ein Vermögen und führten ein Leben im Luxus.  Klavierunterricht und Ballett-Stunden für die Tochter waren selbstverständlich. Im Rückblick sieht Inna Mink darin ein typisches Beispiel für die damals in Shanghai herrschenden kolonialen Verhältnisse. Während viele Europäer in ihren Stadtvierteln im Reichtum schwelgten, lebten die meisten Chinesen im Elend. Und den jüdischen Flüchtlinge, die in den 1930er Jahren in Shanghai strandeten, sollte es ähnlich ergehen, wie Inna Mink mit viel Mitgefühl, wenn auch als Beobachterin von außen, beschreibt.
Teil 4 (36 Min.): George Spunt konnte – als Sohn einer russischen Mutter und eines österreichischen Vaters, die schon Jahrzehnte vor dem Krieg in Shanghai Handel getrieben und es damit zu Wohlstand gebracht hatten – eine sorgenfreie Kindheit und Jugend in der chinesischen Stadt verleben. Er logierte mit seinen Eltern in einer Penthouse-Wohnung, chinesische Diener kümmerten sich um den Haushalt und schon als Junge besaß er ein eigenes Pferd. Auch wenn das Leben nach dem Einmarsch japanischer Truppen 1941 für die Familie schwieriger wurde, teilte sie nicht das Schicksal der aus Europa stammenden Flüchtlinge.
Teil 5 (51 Min.): Geoffrey Heller war 15 Jahre alt, als ihn seine Eltern 1939 mit einem Kindertransport nach London schickten. Dank einiger glücklicher Zufälle gelang ihnen selbst auch noch die Flucht mit der transsibirischen Eisenbahn nach Japan, wo Sohn Geoffrey sie schließlich – nach einer langen, abenteuerlichen Schiffsreise rund um Afrika  – wieder traf. Weil die Familie nicht in Japan bleiben durfte, blieb ihr nur die Überfahrt ins chinesische Shanghai, wo keine Einreisevisa verlangt wurden. Mittellos landete die Familie im Ghetto Hongkew. Trotz aller Entbehrungen war der jugendliche Geoffrey fasziniert von seiner neuen, chinesischen Umgebung, die er als „exotisch“ und „abenteuerlich“ empfand. Und im Rückblick betont er, dass die jüdischen Flüchtlinge in Shanghai noch von Glück sprechen könnten, da sie – trotz allen Elends – nichts erlebten, was mit dem Schicksal Millionen anderer vergleichbar sei, die dem Vernichtungswahn Nazideutschlands ausgesetzt waren.
Die fünf Teile des Films vermitteln Eindrücke vom Leben im Exil und zeigen, wie unterschiedlich die Schicksale von Exilanten sein können. Zur Illustration von Folgen des Zweiten Weltkriegs in der Dritten Welt bieten sich insbesondere die Teile 2 und 5 an.
Bezugsadresse der deutsch und englisch untertitelten DVD:: Ulrike Ottinger Filmproduktion. Fichtestraße 34. 10967 Berlin. Tel.: 030 – 692 93 94. Informationen: www.ulrikeottinger.com

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My Heart is not broken yet (Mein Herz hat nicht verloren)

Regie: Ahn SHae-Rhyon, Südkorea 2009, 95 Minuten, OF koreanisch mit deutschen Untertiteln
Bewegendes Portrait der Südkoreanerin  Song Sin-do, die mit 16 Jahren in ein japanisches Frontbordell verschleppt und massenhaft mißbraucht wurde. Ein halbes Jahrhundert später brach sie ihr Schweigen und 1992 verklagte sie gegen die japanische Regierung auf Entschädigung. Über ein Jahrzehnt focht sie durch alle Instanzen bis im März 2003 auch der oberste japanische Gerichtshof ihre Klage mit der Begründung, die Kriegsverbrechen der japansichen Streitkräfte seien verjährt, abwies. Der Film dokumentiert den langen juristischen Kampf und zeigt, dass er nur mit Hilfe japanischer Frauengruppen und zahlreicher weiterer UnterstützerInnen
durchgehalten werden konnte. «Ich habe das Gerichtsverfahren zwar verloren,» so Song Sin-do zum Schluss, «aber mein Herz hat nicht verloren!»
Die DVD des Films kann für 20 Euro erworben und für 70 Euro für öffentliche Vorführungen ausgeliehen werden.
Kontakt: www.koreaverband.de
Mail: ag-trostfrauen@koreverband.de

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Nanjing 1937: Don’t cry Nanjing

Regie: Wu Ziniu. China 1995.
Erster Dokumentarfilm eines chinesischen Regisseurs über das japanische Massaker in Nanking, der sowohl in China als auch in Japan erregte Diskussionen auslöste, weil die Kriegsverbrechen der Japaner an den Bewohnern der Stadt Jahrzehnte lang verschwiegen worden waren, um die wirtschaftlichen Beziehungen beider Länder nicht zu beeinträchtigen.

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Nanking 1937, eine Stadt wird vergewaltigt

Regie: Serge Viallet. Frankreich 2007. 52 Minuten. Austrahlung in ARTE am 11. und 16.12.2007
Dokumentation über das Massaker, das die japanischen Streitkräfte im Dezember 1937 in der damaligen chinesischen Hauptstadt Nanking anrichteten.
Neben chinesischen Zeitzeugen kommen auch ehemalige japanische Soldaten zu Wort.

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Nazn Moksori 2 – Habitual Sadness

Regie: Byuhn Young-Joo. Korea 1997. Dokumentation. 71 Minuten.
35mm. Originalfassung koreanisch mit deutschen Untertiteln
Der Titel dieses Dokumentarfilms bedeutet übersetzt „Leise Stimmen“ und verweist auf die Verdrängung der japanischen Kriegsverbrechen an Hunderttausenden Frauen aus verschiedenen Ländern Asiens, die während des Zweiten Weltkriegs in Bordelle der japanischen Militärs verschleppt wurden. Auch die betroffenen Frauen sprachen lange allenfalls „leise“ über ihre grausamen Kriegserlebnisse, weil sie ihre gesellschaftliche Ächtung fürchteten. Erst Anfang der neunziger Jahre trat eine Gruppe koreanischer Frauen an die Öffentlichkeit, um die Massenvergewaltigungen anzuprangern und für Entschuldigungen und Entschädigungen zu demonstrieren. Der Film zeigt das mutige Engagement dieser Frauen und ihr Leben in einem selbst verwalteten Landhaus in Kwangju.

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Silence Broken: Korean Comfort Women

Regie: Daisil Kim-Gibson. Dokumentation.
Produziert von der National Asian American Telecommunications Association (NAATA)
Dokumentation über koreanische Opfer der Massenvergewaltigungen durch die japanischen Streitkräfte im Zweiten Weltkrieg.

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Slaves of the Rising Sun – Interviews with Hong Kong Veterans

Produktion: Hong Kong Veterans Commemorative Association. Hongkong 2004.
Augenzeugenberichte von (chinesischen) Veteranen aus der ehemaligen britischen Kronkolonie, die mit den Alliierten gegen die Japaner gekämpft haben.

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The Murmuring 1-3

Regie: Byun Young-joo. Dokumenation 1995. Korea/Japan (?). 16mm, möglicherweise inzwischen auch auf DVD verfügbar. 98 Minuten.
Drei Filme über die Verbrechen der japanischen Streitkräfte an asiatischen Frauen, empfohlen vom Women’s Active Museum on War and Peace in Tokyo, mit dem Recherche International e.V. bei der Erstellung der Ausstellung (für die Portraitsammlung überlebender asiatischer Frauen) kooperiert hat.
Kontakt: www.koreaverband.de

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Unterwegs als sicherer Ort

Dokumentation. 92 Minuten, Deutschland 1997, Regie: Dietrich Schubert
Empfehlenswerte Dokumentation, die – über die Beschreibung der Flucht- und Lebenswege der jüdischen Familie Finkelgruen – die wenig bekannte Verfolgung von Juden durch die Nazis außerhalb Europas bis ins chinesische Shanghai thematisiert. Der Film liefert nicht nur bewegende Erinnerungen an die Zeit des Nationalsozialismus und die japanische Besatzung Shanghais, sondern auch Material zur Kritik am hiesigen Umgang mit dieser Vergangenheit.
Text für Flyer/Pressemitteilungen: 
Im Jahre 1942 wird der Großvater des Kölner Schriftstellers Peter Finkelgruen im KZ Theresienstadt ermordet. Der Täter, der ehemalige SS-Aufseher Anton Malloth, lebte zum Zeitpunkt der Dreharbeiten dieses Films unbehelligt in einem Münchener Altenheim und bezog Sozialhilfe. Dabei war der Mord aktenkundig und Malloth nach dem Krieg in der Tschechoslowakei zum Tode verurteilt worden. Aber die bundesdeutsche Justiz hatte seine Verbrechen bis dahin nicht verfolgt.
Die Auseinandersetzung mit dem Mord an seinem Großvater ist für Peter Finkelgruen zu einer Spurensuche nach der Geschichte seiner Familie geworden. In Begleitung des Filmemachers Dietrich Schubert begab er sich auf die Reise zu Stationen ihres Lebens von Köln über München und Prag bis nach Haifa und Theresienstadt. Dazwischen lagen die Jahre im jüdische Ghetto von Shanghai, wo Finkelgruens Vater gestorben ist. Die Dokumentation zeigt nicht nur das Schicksal dieser jüdischen Flüchtlingsfamilie, sondern erinnert auch an die Situation verfolgter Juden in der chinesischen Hafenstadt und an den Umgang der Bundesrepublik mit Nazi-Tätern.
Formate: DVD und 35mm.
Bei Vorführungen in Kinos sollte die 35mm-Fassung des Films gezeigt werden. Sie lagert im Filmmuseum Düsseldorf und kann dort nach Klärung der Filmrechte mit dem Regisseur ausgeliehen werden.
Kontakt: SchubertFilm. Filmproduktion Dietrich Schubert. Neuer Weg 24.
53949 Dahlem-Kronenburg. Tel.: 06557-7258. E-Mail: info@schubertfilm.de. www.schubertfilm.de
Von dem Film können bei der Vorführung auch DVDs zum Preis von 15 Euro verkauft werden. Dietrich Schubert hat mehrere «Filme gegen das Vergessen» produziert, die ebenfalls auf DVDs verkauft werden können. Die DVDs können auf Kommission bestellt werden. Wiederverkäufter erhalten 30 Prozent Rabatt.

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Women’s Tribunal in Tokyo 2000

Dokumentation über das Frauentribunal im Jahre 2000 in Tokyo, bei dem Japans Kaiser, Militärs und Regierungen symbolisch der Prozess gemacht wurde für die Verschleppung von ca. 200 000 asiatischen Frauen in die Militärbordelle der japanischen Streitkräfte im Zweiten Weltkrieg.

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OZEANIEN

Angels of War

Dokumentation, 54 Minuten, Australien 1982
Regie: Andrew Pike, Hank Nelson und Gavin Daws
Einer der wenigen Filme, der an die hierzulande nahezu unbekannten Folgen des Zweiten Weltkriegs für die Bewohner der pazifischen Inseln erinnern. Im Mittelpunkt stehen Zeitzeugen aus Neuguinea, die das Kriegsgeschehen aus ihrer Sicht beschreiben. Damit entspricht der Film exakt der Perspektive und Intention der Ausstellung und ist deshalb sehr zu empfehlen, obwohl er schon 1982 entstand. Auch an einer Hörstation zu Neuguinea in der Ausstellung sind Originaltöne von Zeitzeugen aus diesem Film zu hören.
Text für Flyer/Pressemitteilungen:
Preisgekrönter Dokumentarfilm über die Folgen des Zweiten Weltkrieges für die Bewohner Neuguineas. Hatten sich zuvor nur wenige Tausend Europäer und Australier auf der von zwei Millionen Menschen bewohnten Pazifikinsel angesiedelt, so marschierten 1942 plötzlich Hunderttausende japanische und alliierte Soldaten ein, um dort ihre Schlachten auszutragen. Für beide Seiten mußten Zehntausende Insulaner Kriegsdienste leisten. Der Film konfrontiert die Berichte von Zeitzeugen mit der Kriegspropaganda in japanischen Wochenschauen und verweist darauf, dass auch die Alliierten in Neuguinea Einheimische mit Gewalt zu Kriegsdiensten rekrutierten.

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Black Soldier Blues

Regie: Nicole Mccuaig. Australien 2004. Fernsehdokumentation. 55 Minuten.
(Erstausstrahlung der deutschen Fassung in Arte am 17.1.2007)
Während des Zweiten Weltkriegs machten 500 000 US-amerikanische Soldaten auf ihrem Weg zu den Schlachtfeldern auf den pazifischen Inseln Zwischenstation in Australien. Darunter waren auch Zehntausende Afro-Amerikaner. Obwohl die japanische Luftwaffe auch Ziele an der nordaustralischen Küste bombardierte und die US-Truppen  zur Verteidigung des fünften Kontinents beitrugen, mochte die australische Regierung die schwarzen Soldaten im Jahr 1941 zunächst nicht einreisen lassen. Denn in Australien galt damals die „White Australia Policy“, eine rassistische Politik, wonach nur Weiße, möglichst Angelsachsen aus Europa, als Einwanderer willkommen waren. Da der Kriegsverlauf der australischen Regierung schließlich keine andere Wahl ließ, als auch schwarze US-Soldaten an Land zu lassen, setzte sie alles daran, die schwarzen GIs zu kontrollieren und zu isolieren. So durften sie z.B. in der australischen Stadt Brisbane nur bestimmte Stadtteile und Kneipen betreten, die streng von denen der weißen Soldaten getrennt waren. Augenzeugen erinnern im Film daran, dass sie als Schwarze nicht nur während des Krieges in der US-amerikanischen Armee diskriminiert wurden, sondern auch danach weiterhin in der US-amerikanischen Gesellschaft. Der Film liefert Anschauungsmaterial zum damals grassierenden Rassismus bis hinein in die Schützengräben, verschweigt allerdings die Diskriminierung der schwarzen Australier, der Aborigines, obwohl auch diese im Zweiten Weltkrieg zu Tausenden als Soldaten für die Alliierten kämpften.
Hinweis: Spannende Dokumentation, die ein weiteres, unbekanntes Beispiel von Rassismus gegenüber schwarzen Soldaten im Zweiten Weltkrieg zeigt. Die Rechte für die deutsche Fernsehfassung müsste bei Arte bzw. den Produzenten eingeholt werden. Die englische Fassung ist bei der Australian Broadcast Corportation zu beziehen.

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Le Bataillon des Guitaristes

Regie: Eric Beauducel, Produktion: Bernard Simon, Frankreich  2004. Dokumenation. 70 Minuten.
Der Film erzählt die Geschichte des „Bateillon du Pacifique“, das Frankreich nach dem Kriegsbeginn in Europa in seinen Pazifikkolonien Polynesien und Neukaledonien rekrutierte.
Hinweis: Auch wenn der Einsatz von Soldaten aus den französischen Kolonien in Ozeanien auch in der Ausstellung thematisiert wird, so ist dieser Film doch eher für Leute interessant, die an der Region besonders interessiert sind. Als Zeitzeugen kommen in dem Film fast ausschließlich französische Siedler zu Wort und Melanesier und Polynesier nur am Rande, weshalb die Dokumentation nicht so gut in Filmprogrammen über „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“ passt, wie die anderen Filme von Bernard Simon.

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50 Years of Silence

Regie: Ned Lander, Carol Ruff and James Bradley. Dokumentation. Australien 1994. Englische Fassung.
Dokumentation über das Schicksal der Holländerin Jan Ruff-O’Herne, die zusammen mit anderen niederländischen Frauen in Indonesien von den japanischen Streitkräften als Zwangsprostituierte in Militärbordelle verschleppt wurde.

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Senso Daughters

Regie: Noriko Sekigushi. Dokumentation. Australien 1990.
Dokumentation über die Folgen der japanischen Invasion in Neuguinea, wo die Soldaten Jagd auf Frauen machten, die sie in ihren Militärbordellen, zum Beispiel in Rabaul, vergewaltigten.

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A charmed life

Regie: Ras Gihan Williams/Patrick Vernan. Großbritannien 2008. 64 Minuten
Interview-Film über Eddie Noble aus Jamaika, der sich 1943 freiwillig zum Kriegsdienst in den britischen Streitkräften meldete und als Mitglied der Royal Air Force in Großbritannien stationiert war.

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SÜD- UND MITTELAMERIKA

Cinema, Aspirinas e Urubus

Regie: Marcelo Gomes, Brasilien 2005, portugiesisch mit englischen Untertiteln,
140 min.
Der Spielfilm zeigt am Beispiel des deutschen Deserteurs Johann, dass die Folgen des Zweiten Weltkriegs selbst in abgelegenen Dörfern Brasiliens noch zu spüren waren. Johann verkauft Medikamente. Er fährt mit einem alten Kleinlaster über Land und wirbt mit einem Film für den Kauf von Aspirin. Unterwegs freundet er sich mit dem Anhalter Ranulpho an, der zu seinem Reise- und Geschäftspartner wird.
Das Kriegsgeschehen ist zunächst nur in den Radionachrichten präsent, die über blutige Schlachten in Europa und Angriffe deutscher U-Boote auf brasilianische Schiffe im Atlantik berichten. Doch als auch Brasilien 1942 dem NS-Regime den Krieg erklärt, steht Johann plötzlich vor der Alternative, entweder nach Deutschland abgeschoben zu werden (und im Zweifel gegen alliierte Freunde wie Ranulpho kämpfen zu müssen) oder sich in ein Internierungslager für Deutsche in Brasilien zu begeben. Das Road-Movie mit seinen preisgekrönten Hauptdarstellern lief 2005 beim Filmfestival in Cannes und wurde von Brasilien für den Auslands-Oskar nominiert.
Der Film kann mit englischen Untertiteln bei der brasilianischen Produktionsfirma Carnaval Filmes (https://carnavalfilmes.com.br/) ausgeliehen werden.
Kontakt: João Vieira (joao@carnavalfilmes.com.br)

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Die Rattenlinie – Fluchtwege der Nazis nach 1945

Regie: Renate und Thomas Giefer. Deutschland 1990. Dokumentation. 45 Minuten. DVD. Deutsche Fassung.
Renate und Thomas Giefer haben Anfang der neunziger Jahre einen Dokumentarfilm und ein Buch über die Flucht hoher Nazi-Funktionäre in den Nahen Osten, nach Lateinamerika und in die USA präsentiert. Entlang dieser sogenannten «Rattenlinie» fanden die Nazis Unterschlupf in katholischen Klöstern  und der Vatikan sowie das Internationale Rote Kreuz verhalfen ihnen zu gefälschten Papieren. Trotz einer 1943 in Moskau verabschiedeten Deklaration der Alliierten, alle «Mittäter oder Anstifter an Kriegsverbrechen, Massenmord oder Hinrichtung», ob «Offizier, Soldat oder Mitglied der NSDAP (…) bis in den letzten Winkel der Erde zu verfolgen», deckte die US-Regierung in den Zeiten des Kalten Kriegs führende Nazi-Wissenschaftler (wie Wernher von Braun) und ranghohe Geheimdienstler (wie Rainhard Gehlen), um sie für eigene Zwecke zu nutzen.

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Pakt des Schweigens – Das zweite Leben des SS-Offiziers Priebke

Regie: Carlos Echeverria. Deutschland 2005. WDR-Fernsehdokumentation. 45 Minuten.
Argentinien bot nach dem Zweiten Weltkrieg vielen Nazi-Verbrechern Unterschlupf. Darunter war auch der SS-Hauptsturmführer Erich Priebke, der für eines der schwersten Kriegsverbrechen in Italien verantwortlich war: ein Massaker an Zivilisten als Racheakt für Partisanenangriffe auf die deutschen Besatzer. Priebke lebte in dem kleinen argentinischen Städtchen Bariloche, dessen – deutsche und argentinische – Einwohner der Filmemacher Carlos Echeverria als Komplizen des ehemaligen SS-Mörders entlarvt. Denn selbst nach seiner Enttarnung im Jahre 1994 decken und verteidigen die Bürger des Städtchens Priebke immer noch.

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Peace, memories of Anton de Kom

Regie: Ida Does, Surinam/Niederlande 2012, 43 Min.
Anton de Kom kämpfte in den 1930er Jahren für die Unabhängigkeit Surinams von niederländischer Kolonialherrschaft. Sein Buch „Wir Sklaven von Surinam“ gehört bis heute zu den bedeutendsten literarischen Werken aus Surinam. Von den Kolonialherren nach Amsterdam  verbannt, schloss er sich 1940 nach der Besetzung der Niederlande durch die Wehrmacht dem Widerstand an. 1944 wurde er von der Gestapo verhafte und deportiert, zuletzt nach Sanbostel, ein Außenlager des KZ Neuengamme. Dort starb er am 24. April 1945, wenige Tage vor der Befreiung des Lagers. Seit Surinam 1975 seine Unabhängigkeit erreichte, trägt die Hochschule in der Hauptstadt Paramaribo den Namen „Anton de Kom Universiteit van Suriname“ .
In dem Dokumentarfilm erinnern die Kinder von Anton de Kom an das Leben ihres bedeutenden Vaters.
Kontak zur Produktionsfirma der Filmemacherin Ida Does: www.idadoes.nl

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Periode Dissicence 1: Antilles et Guyane a l’heure de Vichy
Periode Dissicence 2: La Dissidence aux Antilles et Guyane

Regie: Barcha Bauer. Frankreich 2003. Video. 2 mal 52 Minuten
Dokumentation über den Widerstand gegen die Kolonialverwaltung der französischen Kollaborationsregierung von Vichy in den Karibikkolonien Martinique, Guadeloupe und Guyane sowie über den Einsatz von Soldaten von dort in den französischen Streitkräften.
Der Film konnte nicht gesichtet werden. Die Bestelladresse ist unbekannt. Er lief 2005 beim 15. Festival des von dem afrikanischen Filmemacher Sanvie Panou betriebenen Pariser Kinos «Images d’Ailleurs», das unter dem Titel stand: «Les Soldats Noirs dans les guerres francaises».

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Sonny Boy – Eine Liebe in dunkler Zeit

Niederlande 2011. Regie: Maria Peters, 132 Min., Blu-Ray und DVD
Der in den Niederlande mit großem Erfolg präsentierte Spielfilm erzählt die Geschichte von Waldemar Nods aus Surinam, der in den 1920er Jahren zum Studium in die Niederlande kam. Dort lernte er seine spätere Frau kennen.
Die beiden betrieben eine Pension, in der sie – nach der Besetzung des Landes durch deutsche Truppen im Zweiten Weltkrieg – auch Juden versteckten, um sie vor der Deportation zu schätzen. Durch Verrat wurde das Versteck entdeckt. Die NS-Schergen verschleppten Waldemar Nods in das KZ Neuengamme bei Hamburg, seine Frau in das KZ Ravensbrück. Beide kamen um. Nur ihr Sohn, genannt «Sonny Boy», überlebte auf dem Land bei Verwandten versteckt, die rassistische Verfolgung von Schwarzen aus niederländischen Kolonien wie Surinam durch die Deutschen und arbeitete in der Nachkriegszeit als Journalist. Der Film berührende Film beruht auf der realen Geschichte der Familis Nods, wie im Abspann auch mit Originalfotos dokumentiert wird.
Bezugsadresse von Blu-Ray und DVD-Fassungen mit englischen Untertiteln: www.a-film.nl
Der Film ist mit deutschen Untertiteln auf Streamingplattformen verfügbar.

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NAHER OSTEN

Halbmond und Hakenkreuz – Der Großmufti von Jerusalem und sein Erbe

Regie: Klaus von Münchhausen/Rainer Wagner. Deutschland 1995. 44 Minuten, TV-Produktion, ausgestrahlt 20.10.1995 im Süddeutschen Rundfunk und am 10.5. 1998 in 3Sat.
Dokumentation über den Palästinenserführer Hadj Amin el-Husseini, einen der bekanntesten und fanatischsten Kollaborateure der Nazis aus der Dritten Welt.
Archivaufnahmen dokumentieren seine politische Karriere in Palästina, sein Exil in Nazideutschland von 1941 bis 1945, sein Treffen mit Hitler, seine Bemühungen um die Rekrutierung muslimischer Freiwilliger für die Waffen-SS auf dem Balkan und seine Pläne zur Vernichtung der Juden in den arabischen Ländern. Der Film enthält auch ein Fernsehinterview mit Husseini, der nach dem Krieg wieder höchster  internationaler Vertreter der Araber Palästinas wurde, obwohl er auf der Liste der Kriegsverbrecher stand, wonach er nichts bereute …
Hinweis: Eine bemerkenswerte Dokumentation zu dem gerne verschwiegenen Thema der Kollaboration. Die Rechte für öffentliche Vorführungen müssten mit den genannten Produzenten bzw. Fernsehanstalten geklärt werden.

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USA

Blues March

Deutschland 2009. Regie: Malte Rauch, 78 Min., BetaSP
Der Film erzählt die Geschichte des mittlerweile 87-jährigen Jazz-Musikers Jon Hendricks, der als Mitbegründer des Gesangstrios Lambert, Hendricks & Ross Weltruhm erlangte. Hendricks stand mit Jazzgrößen wie Louis Armstrong, Duke Ellington und Miles Davis auf der Bühne und sein unvergleichlich swingender Gesangstil beeinflusste auch die Beatles und die Rolling Stones. Der Film erzählt jedoch nicht nur von dem Musiker Jon Hendricks mit entsprechend swingendem Soundtrack (von Emil Mangelsdorff und Thilo Wagner), sondern im Mittelpunkt stehen seine Erfahrungen als «Negro Soldiers» (so der Titel von Frank Capras bekanntem Film, mit dem die US-Regierung im Zweiten Weltkrieg schwarze Soldaten anwarb). Hendricks war damals bereit, für die Befeiung der Welt vom Rassenwahn der Nazis zu kämpfen, musste jedoch feststellen, dass schwarze Soldaten auch in den US-Streitkräften «wie Sklaven auf der Plantage» behandelt wurden. Als schließlich weiße US-Militärpolizisten auf ihn und andere schwarze US-GIs schossen, desertierte Hendriks aus der Armee und führte fortan seinen ganz eigenen Krieg…
Erstausstrahlung des Films im WDR-Fernsehen am 2. Dezember 2010.
Bezugsadresse: Strandfilm GmbH www.strandfilm.com

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Cree Code Talkers

Regie: Alexandra Lazarowich (Cree), Kanada 2016, Cree und englisch mit englischen Untertiteln, 13 min.
Der Kurzfilm erinnert an Charles «Checker» Tomkins, der im Zweiten Weltkrieg für die US-Luftwaffe ein Verschlüsselungssystem für geheime Militärkommunikation auf der Basis der Cree-Sprache entwickelte.
Der Film wird vom National Screen Institut in Kanada auf youtube angeboten:
https://www.youtube.com/watch?v=kD5HHbUCNt0

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Inside Buffalo

Regie: Fred Kudjo Kuwaru. 59 Minuten. Italien 2009
Die Geschichte der 92. US-Division, einer Kampfeinheit von Afro-Amerikanern, die im Zweiten Weltkrieg bei Einsätzen in Italien „regelrecht verheizt wurde“.

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Joséphine Baker

Regie: Annette von Wangenheim. Deutschland 2006. 45 Minuten
WDR-Dokumentation über die schwarze US-amerikanische Künstlerin, die sich während des Zweiten Weltkriegs auf Seiten der Alliierten gegen die faschistischen Achsenmächte engagierte und eine Aktivistin der „Black Consciousness Bewegung“ war. Baker-Biographen und Historiker kommentieren Film- und Fotomaterial.
Die Filmrechte liegen bei der Dokumentarfilm-Redaktion des WDR in Köln.

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Miracle at Santa Anna

Regie: Spike Lee. Italien/USA 2008. 154 Minuten.
Vier afro-amerikanische Soldaten der 92. US-Division 1944 im Schützengraben vor einem italienischen Bergstädtchen und ein Junge, den sie aus den Trümmern geborgen haben. Spike Lees Auseinandersetzung mit dem Rassismus in der US-Armee, der – aufgrund kritischer Passagen über italienische Partisanen – in Italien einige Debatten ausgelöst hat.
Tatsächlich verzettelt sich der Regisseur in diesem insgesamt wenig konsistent erzählten Spielfilm, statt sich auf den Kern der Geschichte, die rassistische Behandlung schwarzer Soldaten in den US-Streitkräften zu konzentrieren. Der Film ist leider eine der schwächsten Produktionen von Spike Lee und somit auch zur Auseinandersetzung über die Rolle schwarzer US-Soldaten im Zweiten Weltkrieg nur bedingt zu empfehlen.

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Regie: Georg A. Colburn, USA 2017, englisch mit englischen Untertiteln, 70 min.
Der Dokumentarfilm begleitet sechs Navajo-Veteranen bei ihrer Rückkehr auf die pazifischen Inseln, auf denen sie ein halbes Jahrhundert zuvor die entscheidende Endphase des Krieges miterlebt hatten. Während es ihnen in den Schulen ihrer Reservate in den USA verboten war, die Navajo-Sprache zu sprechen, leistete diese im Pazifikkrieg als Code für militärische Nachrichtenübermittlung, den die Japaner nie entschlüsseln konnten, ebenfalls einen wichtigen Beitrag zum Sieg der Alliierten.
Der Film der Starbright Media Corporation findet sich auf Youtube unter:
https://www.youtube.com/watch?v=9r_KExR5Njw

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The Negro Soldier

Regie: Stuart Heisler. USA 1944. Originalfassung Englisch.
US-amerikanischer Propagandafilm, der im Auftrag der Regierung in der von Rassentrennung geprägten Gesellschaft der USA Verständnis für die Einsätze afro-amerikanischer Soldaten in den US-Streitkräften wecken sollte.

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SCHWARZE IM NATIONALSOZIALISMUS

Afro.Talk – Drei Generationen im Gespräch

Regie: Joshua & John A. Kantara, Deutschland 2008, dt. Fassung, 16 min.
In der Kurzdokumentation erzählt Theodor Wonja Michael, der als Schwarzer Deutscher die NS-Zeit in Berlin überlebte, von seinen Erfahrungen im Nationalsozialismus und er diskutiert mit dem Filmemacher John Kantara und dessen Sohn Joshua über den anhaltenden Rassismus in der Nachkriegszeit und was dagegen getan werden kann.
Der Film kann bei Kantara Productions ausgeliehen werden.
Kontakt: kantaraproductions@gmail.com & johnkantara@mac.com

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Black Survivors of the Holocaust

Regie: David Okuefuna. Großbrittanien 1997. 60 Minuten
Die Dokumentation erinnert an die wenig beachtete Geschichte von ca. 20 000 Schwarzen, die während der NS-Zeit in Deutschland lebten bzw. versuchten zu überleben. Sie waren ständig bedroht von Verfolgung,Sterilisation und medizinischen Experimenten und von der Verschleppung in Konzentrations- und Vernichtungslager.
Produktionsfirma: Moise Shewa Films

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Blues in Schwarz-Weiß – Vier Schwarze deutsche Leben

Regie: John A. Kantara, Deutschland 1999, deutsche Fassung, 37 min.
Der Filmtitel Blues in Schwarz-Weiss stammt aus einem Gedicht der afrodeutschen Dichterin und Aktivistin May Ayim. Sie ist eine der vier Schwarzen Deutschen, die in dem Film von John Kantara aus ihrem Leben erzählen. Die anderen sind Aminata Cissé-Schleicher aus Leipzig, die in der DDR aufgewachsen ist, der Musiker, Schauspieler und Produzent Tyron Ricketts sowie der 2019 in Köln verstorbene «Nestor» der Initiative Schwarzer Deutscher, Theodor Wonja Michael.
Der Film kann bei Kantara Productions ausgeliehen werden.
Kontakt: kantaraproductions@gmail.com & johnkantara@mac.com

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Pagen in der Traumfabrik

Regie: Annette von Wangenheim. Deutschland 2002. Ausgestrahlt im WDR-Fernsehen am 1.3.12002
Dokumentarfilm über die Situation schwarzer Deutscher, die im Nationalsozialismus als Komparsen für deutsche Kolonial- und Propagandafilme herhalten mussten.
Die Filmrechte liegen bei der Dokumentarfilm-Redaktion des WDR in Köln.

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Schwarze im NS-Staat

Regie: Manfred Uhlig/Peter Martin. Deutschland 2002. 30 Minuten
Der Dokumentarfilm zu der gleichnamigen Ausstellung stellt fünf schwarze Deutsche vor, die die NS-Zeit überlebten. Darunter ist z.B. Gert Schwramm, dessen US-amerikanischer Vater 1941 nach Auschwitz und der selbst 1944 nach Buchenwald deportiert wurde.
Der Film wurde von der Hamburger ECO Media TV-Produktion GmbH produziert.
Kontakt: www.ecomediatv.de

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Und wir waren Deutsche

Regie: John A. Kantara. Deutschland 1999. 35 Minuten
Der Film dokumentiert eine Begegnung des schwarzen Deutschen Hans-Jürgen Massaquoi mit dem jüdischen Schriftsteller Ralph Giordano. Die beiden Schulfreunde  überlebten die Nazizeit in Hamburg und schauen nach 50 Jahren auf ihre von Angst vor Verfolgung und Ermordung geprägte Jugendzeit zurück.
Regisseur des Films ist der schwarze deutsche Filmemacher und Jouranlist John A. Kantara. Er betreibt in Berlin die Produktionsfirma «Kantara Films @ Documentaries».
Kontakt: www.kantara.de

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SPANISCHER BÜRGERKRIEG

Madrid before Hanita

Regie: Eran Torbiner. Israel 2006. Dokumentation. 56 Minuten.
Originalfassung mit englischen Untertiteln.
Als 1936 der Spanische Bürgerkrieg begann, machten sich auch 300 Männer und Frauen aus dem damals noch britischen „Mandatsgebiet Palästina“ auf, um in den Internationalen Brigaden für die Republik und gegen die Putschisten unter General Franco zu kämpfen. Die meisten dieser Freiwilligen waren Juden, die damals in Palästina noch zusammen mit Arabern in einer Kommunistischen Partei organisiert waren. Manche dieser Brigadisten waren erst nach 1933 aus Nazideutschland geflohen und gingen nach Spanien, weil sie voraussahen, dass dort auch eine entscheidende Schlacht gegen die deutschen und italienischen Faschisten geführt wurde, die Franco mit Flugzeugen, Waffen und Truppen unterstützten. Deshalb war, wie einer der Zeitzeugen betont und wie es der Filmtitel sagt, den jüdischen Brigadisten Madrid damals wichtiger als der Aufbau eines Kibbuz wie Hanita in Palästina. Insgesamt kämpften 7000 Juden auf Seiten der Republikaner in Spanien und es gab sogar gesonderte jüdische Einheiten wie die Botwin-Kompanie, zu der auch Freiwillige aus Palästina gehörten. Siebzig von ihnen ließen in Spanien ihr Leben, aber ihr Einsatz ist, wie die eindrucksvollen Aussagen der Zeitzeugen im Film dokumentieren, bei ihren Angehörigen und KampfgefährtInnen nicht vergessen. Die bewegende Dokumentation belegt einmal mehr, dass Juden den Faschismus und ihre Verfolgung durch die Nationalsozialisten keineswegs, wie oft fälschlicherweise behauptet, widerstandslos hingenommen haben, sondern viele das Ausmaß der drohenden Verfolgung frühzeitig vorher sahen und mit der Waffe in der Hand dagegen kämpften.
Hinweis: Beim Einsatz des Films in Schulen gibt es eine Einschränkung: Aufgrund der engagierten Zeugenaussagen wechseln die Untertitel zum Teil so rasch, dass ihnen vollständig nur zu folgen vermag, wer die englische Sprache gut beherrscht.

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DVDs zum Ausleihen – ausführliche Informationen

12 wichtige Filme auf DVD, die für Filmvorführungen im Rahmen der Ausstellung direkt bei Recherche International e.V. ausgeliehen werden können. Mit Ausnahme des Films „Angels of War“ (Ozeanien, engl. Untertitel) sind alle Filme deutsch untertitelt.

Recherche International e.V.
c/o Karl Rössel
Kuenstr. 35
D – 50733 Köln
Tel: + 49 (0)221 23 97 14

E-Mail: karl.roessel@rjb-koeln.de

 
Originaltitel: Indigènes
 
Originaltitel: Jamal, Rachid, Roschdy, Samy…, petits-fils de tirailleurs
 
Originaltitel: L’ami y’a bon
 
Originaltitel: «C’est nous les Africains… Eux aussi ont liberé l’Alsace»
 
Originaltitel: Histoires Vives
 
Originaltitel: La France et ses liberateurs
 
Originaltitel: Baroud d’honneur
 
Originaltitel: Frères de sang – Tirailleurs de l’Empire
 
Originaltitel: Les Massacres de Sétif, un certain 8. Mai 1945
 
Spielfilm aus Burkina Faso über Kolonialsoldaten
 

13. My Heart is not broken yet
 

AFRIKA

 
1. Tage des Ruhms
Originaltitel: Indigènes
Filmographische Angaben:
Spielfilm, 119 Minuten, Algerien/Marokko/Frankreich/Belgien 2006.
Regie: Rachid Bouchareb. Darsteller: Bernard Blancan, Sami Bouajila, Jamel Debbouze, Samy Naceri, Roschdy Zem.
Hinweise zum Film:
Der zentrale und aktuellste Spielfilm zum Thema über vier Kolonialsoldaten aus dem Maghreb, die im Zweiten Weltkrieg erst in Italien, dann in der Provence und schließlich im Elsass für die Befreiung Europas von der Naziherrschaft kämpften.
Text für Flyer/Pressemitteilungen:
Der algerische Regisseur Rachid Bouchareb erzählt die Geschichte von vier Kolonialsoldaten der französischen Streitkräfe im Zweiten Weltkrieg: von ihrer Rekrutierung in Nordafrika bis zu ihren Kämpfen gegen die deutsche Wehrmacht in Italien, der Provence und schließlich in einem abgelegenen elsässischen Dorf bei der Befreiung Frankreichs von der Naziherrschaft. Mit großartigen Schauspielern, die beim Filmfestival in Cannes 2007 kollektiv als beste männliche Hauptdarsteller ausgezeichnet wurden, und bewegenden Bildern über das Kriegsgeschehen erzählt dieser Film am Beispiel seiner vier Protagonisten von der weitgehend vergessenen Beteiligung Zehntausender afrikanischer Soldaten an den brutalen Schlachten entlang der eisigen Fronten des letzten Kriegswinters in Europa. Aufnahmen von französischen Friedhöfen, auf denen afrikanische Gefallene begraben sind, sowie von erbärmlichen Wohnheimen, in denen Veteranen aus dem Maghreb, die in Frankreich geblieben sind, bis in die Gegenwart leben müssen, verweisen auf die Geschichtsvergessenheit in Europa und die bis heute anhaltende Diskriminierung der Kolonialsoldaten in Frankreich.
Rachid Bouchareb hat für diesen Film langwierige Recherchen in französischen Staatsarchiven und Bibliotheken durchgeführt, aber die wichtigsten Hintergrund-Informationen lieferten ihm afrikanische Veteranen und ihre Nachfahren: «Wir haben Leute gesucht, die diese Epoche noch selbst miterlebt hatten, und sind dafür nach Bordeaux, Marseilles und Nantes gefahren, aber vor allem auch in den Senegal, nach Marokko und Algerien. Auf den Erfahrungen und Gefühlen dieser Zeitzeugen beruht unser Film. Bei den Gesprächen mit ihnen wurde mir auch klar, dass ich nicht die Geschichte eines einzelnen Soldaten erzählen wollte, sondern eine Geschichte, die für den gesamten afrikanischen Kontinent steht.»
Die deutsche Fassung des Films ist im Begleitprogramm zur (Wander-)Ausstellung «Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg» erstmals hierzulande zu sehen.
Formate:
Auf DVD und auf Blue-ray-Disk (für bessere Projektion in Kinos mit entsprechender technischer Ausstattung) verfügbar.
Eine englisch untertitelte 35mm-Kopie des Films kann bei der französischen Produktionsfirma in Paris bestellt werden (Vorführkosten ca. 500 Euro plus Transport). Kontakt über Recherche International e.V.
Sprachen:
Originalfassung mit deutschen Untertiteln und
deutsch synchronisierte Fassung (z.B. für Schulvorstellungen) verfügbar.
Fotos:
Unter dem Stichwort «Presse» auf dieser Internetseite
Filmmiete:
Pro Vorführung 100 Euro Mindestgarantie (auch bei kostenlosem Eintritt) bzw. 40 Prozent der Kinoeinnahmen, wenn dieser Anteil mehr als 100 Euro beträgt (also ab Gesamteinnahmen von 250 Euro pro Vorführung).
ReferentInnen für Filmgespräche:
Versuche, Rachid Bouchareb oder einen der Darsteller zu kontaktieren, sind gescheitert. Für Einführungen und Filmgespräche kann Karl Rössel von Recherche International e.V. angefragt werden.
Bonusmaterial:
DVD und Blue-ray-Disk enthalten auch Trailer zum Film, die als Werbung eingesetzt werden können sowie das «Making Of».
Zusatzinformationen:
Die deutsche Fassung des Films ist unter dem Titel «Tage des Ruhms» auf DVD (als Home-Video für private Zwecke) bei der Berliner Firma Pandastorm Pictures zu beziehen (Tel. 030-5360178-0, www.pandastorm.com)
Zu dem Film ist ein französischsprachiges Begleitbuch erschienen, das neben dem Skript spannendes Hintergrundmaterial enthält: Buchareb, Rachid / Lorelle, Olivier: «Indigènes». Paris 2006.
 
2. Jamal, Rachid, Roschdy, Samy… Die Enkel der «Tirailleurs»
Originaltitel: Jamal, Rachid, Roschdy, Samy…, petits-fils de tirailleurs
Filmographische Angaben:
Dokumentation, 52 Minuten
Frankreich 2006
Regie: Morad Aït Habbouche, Hervé Corbière
Darsteller: Sami Bouajila, Jamel Debbouze, Samy Naceri, Roschdy Zem Frankreich 2006.
Hinweise zum Film:
Die vier Hauptdarsteller des Spielfilms «Indigènes» und Regisseur Rachid Bouchareb auf den Spuren ihrer Vorfahren in Nordafrika, die im Ersten und Zweiten Weltkrieg für Frankreich gekämpft haben. Interessante, sowohl als historische Ergänzung zu dem Spielfilm «Indigènes» als auch einzeln einsetzbar und verständlich.
Text für Flyer/Pressemitteilungen:
Diese Dokumention will an die «Tirailleurs» (Kolonialsoldaten) erinnern, die im Ersten wie im Zweiten Weltkrieg «für das Mutterland» (‹la mère patrie›) Frankreich gekämpft haben, aber heute vergessen sind, weil sie Araber oder Schwarze waren. Der Film begleitet Rachid Bouchareb, den algerischen Regisseur des Spielfilms «Indigènes», und seine Hauptdarsteller auf der Suche nach der Geschichte ihrer Vorfahren sowie nach überlebenden Zeitzeugen in Nordafrika. Dabei treffen sie z.B. auf Youb Lalleg, der im Februar 1941 mit einem Regiment algerischer Kolonialsoldaten in den Krieg zog und sich noch sechs Jahrzehnte später sehr genau daran erinnert und so zum Vorbild für eine der Hauptfiguren in dem Spielfilm wurde.
Formate:
Auf DVD und auf Blue-ray-Disk (bessere Projektion in Kinos mit entsprechender technischer Ausstattung) verfügbar.
Sprache:
In Originalfassung mit deutschen Untertiteln verfügbar.
Fotos:
Filmmiete:
50 Euro pro Vorführung.
ReferentInnen für Filmgespräche:
Versuche, Rachid Bouchareb oder einen der Darsteller zu kontaktieren, sind gescheitert.
 
3. Der Freund aus den Kolonien
Originaltitel: L’ami y’a bon
Filmographische Angaben:
Kurzfilm/Animation, 9 Min.
Algerien/Frankreich 2004
Regie: Rachid Bouchareb
Format:
DVD
Sprache:
Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Hinweise zum Film:
Zeichentrickfilm in schwarz-weiß (außer bei der französischen Fahne) über einen Senegalesen, der in den Zweiten Weltkrieg ziehen muss, in Frankreich in deutsche Gefangenschaft gerät, 1944 nach Dakar zurück kehrt, dort mit anderen seinen ausstehenden Sold einfordert und deshalb von französischen Maschinengewehrschützen niedergemetzelt wird. Die Geschichte des Massakers von Thiaroye (in der Nähe von Dakar) als eindringliche Animation.
Der Kurzfilm ist an einer Video-Station auch in der Ausstellung permanent zu sehen, kann aber in Begleitprogrammen dazu auch außerhalb eingesetzt werden, etwa bei Veranstaltungen zur Werbung im Vorfeld und auch zur Diskussion des Themas in Schulen oder anderswo.
Text für Flyer/Pressemitteilungen:
Ein senegalesischer Bauer wird 1939 als Kolonialsoldat der französischen Truppen im Zweiten Weltkrieg rekrutiert. Nach verlustreichen Kämpfen in Nordfrankreich gerät er in deutsche Kriegsgefangenschaft, aber 1944 zurück in Dakar danken ihm die französischen Kolonialoffiziere seine Einsätze nicht…
Der Kurzfilm wird in der Ausstellung «Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg» neben Informationen über das Kolonialmassaker von Thiaroye bei Dakar im Jahre 1944 permanent gezeigt.
Fotos:
Unter dem Stichwort «Presse» auf dieser Internetseite
Filmmiete:
Keine, wurde für die Ausstellung und die Begleitprogramme von Recherche International e.V. pauschal abgegolten.
 
4. «Auch Afrikaner haben das Elsass befreit»
Originaltitel: «C’est nous les Africains… Eux aussi ont liberé l’Alsace»
Filmographische Angaben:
Dokumentation, 26 Minuten
Frankreich 1994
Regie: Jean Marie Fawer
Format:
Auf DVD verfügbar.
Sprache:
Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Hinweise zum Film:
Sensible Erinnerung an den zentralen Beitrag, den afrikanische Soldaten zur Befreiung des Elsass (und damit auch Süddeutschlands) vom Nazi-Regime geleistet haben und an ihre anhaltende Diskriminierung in der Nachkriegszeit. Aufgrund seiner Kürze ist der Film auch bei Diskussionsveranstaltung oder in Schulen gut einsetzbar.
Zusammen mit der Dokumentation „Histoires Vives“ über das Hiphop-Tanztheater aus Straßburg ein passendes Doppelprogramm aus der deutsch-französischen Grenzregion.
Text für Flyer/Pressemitteilungen:
Zu Beginn des Films sind Bilder von einem Friedhof zu sehen mit Kriegsgräbern arabischer Kolonialsoldaten aus dem Zweiten Weltkrieg. Dann folgt der Hinweis (illustriert mit Archivaufnahmen), dass 500000 Nordafrikaner im Jahre 1944 für die Befreiung Frankreichs von der Naziherrschaft gekämpft haben. Viele von ihnen sahen sich in diesem Kriegswinter erstmals mit Eiseskälte und Schnee konfrontiert. Überlebende berichten in Interviews, wie sie rekrutiert und in de Gaulles Armee des Freien Frankreich diskriminiert wurden. Einige, die im Elsass geblieben sind, wurden „zwar auf dem Papier Franzosen“, fühlten sich aber auch ein halbes Jahrhundert nach Kriegsende nicht als gleichberechtigte Menschen anerkannt.
Die deutsch untertitelte Fassung des Films wurde für das Begleitprogramm zur Ausstellung «Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg» produziert und ist in diesem Kontext erstmals hierzulande zu sehen.
Fotos:
Unter dem Stichwort «Presse» auf dieser Internetseite
Filmmiete:
Keine!
Regisseur Jean Marie Fawer hat seinen Film kostenlos für das Begleitprogramm zur Ausstellung zur Verfügung gestellt, freut sich jedoch über Rückmeldungen und Berichte über die Reaktionen des Publikums sowie über Einladungen zu Filmgesprächen.
Referent für Filmgespräche:
Regisseur Jean Marie Fawer,
Kontakt: ANAFilms, Tel.: 0033 – 6 – 16454579
Referentenkosten:
Fahrtkosten und Unterkunft sollten ebenso übernommen werden wie ein Honorar.
 
5. Geschichte wird gemacht
Originaltitel: Histoires Vives
Filmographische Angaben:
Dokumentation, 52 Minuten,
Frankreich 2007
Regie: Fitouri Belhiba und Jean Marie Fawer
Format:
Auf DVD verfügbar.
Sprache:
Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Hinweise zum Film:
Dokumentation zur Entstehung des Hiphop-Tanztheaters „Die vergessenen Befreier“ („A Nos Morts“), in der die Beteiligten auch ihre persönlichen Beziehungen zum Thema schildern. Empfehlenswerte Ergänzung zur Aufführung des Theaterstücks im Begleitprogramm der Ausstellung, aber auch unabhängig davon einsetzbar als Beispiel für politische Bewusstseinsbildung mit Hilfe von Hiphop als zeitgenössischer künstlerischer Ausdrucksform von MigrantInnen.
Auch zur Werbung für das Hiphop-Stück im Vorfeld einer Aufführung und zur inhaltlichen Vor- und Nachbereitung z.B. in Schulklassen gut geeignet.
Zusammen mit der Dokumentation „Auch Afrikaner haben das Elsass befreit“ ein passendes Doppelprogramm aus der deutsch-französischen Grenzregion.
Text für Flyer/Pressemitteilungen:
«Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, die Seiten der französischen Geschichte zu füllen, die bislang fehlten», sagt Yassine, einer der Choreographen der Künstlergruppe «Memoires Vives» aus Straßburg. Dazu gehören die millionenfachen Einsätze von Soldaten aus den Kolonien im Ersten Weltkrieg von 1914 bis 1918 und im Zweiten von 1939 bis 1945. Die französischen Musiker und Tänzer erinnern daran auf eindrucksvolle und zeitgenössische Weise: mit Hiphop-Songs und Break-Dance vor Videoinstallationen mit historischen Filmausschnitten und Fotos. Die Dokumentation zeigt die Beteiligten bei Proben und Aufführungen zu ihrem Tanztheater-Stück «Die vergessenen Befreier» («A Nos Morts») und sie erläutern, wie die Beschäftigung mit dem Hiphop-Musical ihre persönlichen Beziehungen zu dem Thema – z.B. durch Gespräche in ihren Familien – verändert hat.
Die deutsch untertitelte Fassung des Films wurde für das Begleitprogramm zur Ausstellung «Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg» produziert und ist in diesem Kontext erstmals hierzulande zu sehen.
Fotos:
Unter dem Stichwort «Presse» auf dieser Internetseite
Filmmiete:
70 Euro pro Vorführung.
Referenten für Filmgespräche:
Die beiden Regisseure Fitouri Belhiba (Tunesier) und Jean Marie Fawer (beide leben in Straßburg) kommen gerne zu den Vorführungen.
Kontakte:
Fitouri Belhiba:
Tel.: 0033 – 3 – 88296154
Jean Marie Fawer:
ANAFilms, Tel.: 0033 – 6 – 16454579
Referentenkosten:
Fahrtkosten und Unterkunft sollten ebenso übernommen werden wie ein Honorar. Übersetzung aus dem Französischen ist notwendig.
Bonusmaterial:
Zu dem Hiphop-Tanztheater liegt auch ein dreiminütiger Trailer mit deutschen Untertiteln vor, der zu Werbezwecken eingesetzt werden kann.
 
6. Frankreich und seine Befreier
Originaltitel: La France et ses liberateurs
Filmographische Angaben:
Dokumentation, 90 Minuten
Frankreich 2009
Regie: Charles Onana
Format:
Auf DVD verfügbar.
Sprache:
Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Hinweise zum Film:
Politisch-historisch eine interessante Dokumentation, bei deren Einsatz allerdings auf die Entstehungsbedingungen (als Einmannproduktion ohne professionelles Filmteam) hingewiesen werden sollte, um die filmischen Mängel zu erklären (Tonschwankungen, harte Schnitte, nur wenige historische Filmaufnahmen aus Archiven, längere Passagen von Talking Heads insbesondere in der zweiten Hälfte…). Da Charles Onana auch ein empfehlenswertes Buch zum Thema geschrieben hat (La France et ses tirailleurs) und ein eloquenter, engagiert politisch argumentierender Diskussionspartner ist, wird der Einsatz dieses Films in Begleitprogrammen zur Ausstellung insbesondere dort empfohlen, wo Onana auch als Diskussionspartner eingeladen werden kann und soll.
Überschneidungen zu der zweiten abendfüllenden Dokumentation zum Thema «La France et ses tiraillerus» von Bernhard Simon gibt es nur wenige, so dass in einem Programm auch durchaus beide Filme präsentiert werden können. Der Film von Simon ist sowohl technisch deutlich professioneller und bietet zudem reichhaltigere Archivaufnahmen. Onana ist – als Journalist aus Kamerun – dafür näher an seinen Zeitzeugen und repräsentiert deshalb eher eine afrikanische Perspektive zum Thema. Dies ist – bei allen filmästhetischen Mängel – der Hauptgrund dafür, dass sich Recherche International auch um eine deutsche Untertitelung dieses Films  bemüht hat. Der Film ist im Rahmen der Ausstellung erstmals hierzulande zu sehen.
Text für Flyer/Pressemitteilungen: 
Auch wenn es in diesem Dokumentarfilm um den Einsatz von Kolonialsoldaten durch Frankreich im Zweiten Weltkrieg, so beginnt er doch mit der deutschen Kolonialgeschichte und verweist damit auf die Verursacher dieses und auch des Ersten Weltkriegs. Ausgangspunkt ist die Berliner Konferenz von 1884, auf der die europäischen Kolonialmächte den Kontinent Afrika untereinander aufteilten und ihre Interessen dort mit brutaler Gewalt militärisch durchsetzten. Deutschland schreckte dabei auch nicht vor Massenmorden wie dem gegen die Herero zurück, an dem auch der Vater des späteren Nazi-Feldmarschalls Göring beteiligt war. Mit diesen und ähnlichen Verweisen z.B. auf die rassistische Hetze gegen afrikanische Kolonialsoldaten auf Seiten Frankreichs im Ersten Weltkrieg und die als «Rheinlandbastarde» denunzierten Kinder, die aus Beziehungen von Afrikanern mit deutschen Frauen hervor gingen, steckt Onana den historischen Rahmen ab, der in den von Nazideutschland zu verantwortenden Zweiten Weltkrieg und den Einsatz Hunderttausender afrikanischer Kolonialsoldaten auf Seiten der Alliierten führte. Das Kollbarationsregime von Vichy und De Gaulles Aufruf zur «Verteidigung der Freiheit» mit Hilfe der Kolonien, die Landung der Alliierten in Nordafrika Ende 1942 und die Rekrutierung weiterer 250.000 Soldaten aus dem Maghreb für die Befreiung Europas werden ebenso chronologisch von Zeitzeugen geschildert, wie das Massaker von Thiaroye 1944 im Senegal und die Diskriminierung der Veteranen bei der Gewährung von Kriegsrenten bis in die Gegenwart.
Onana hat für seinen historischen Abriss unbekannte und prominente Kriegsteilnehmer interviewt wie z.B. Assane Seck, Ex-Minister aus dem Senegal, Joseph Ndiaye, langjähriger Hüter des Sklavenhaus-Museums auf der Insel Goree, und Ahmadou- Mahtar M’Bow, den ehemaligen Generalsekretär der UNESCO.
Auf ihren persönlichen Erinnerungen basiert dieser Film, dem im übrigen anzumerken ist, dass er von dem aus Kamerun stammenden Journalisten und Verleger Onana mit geringen technischen und finanziellen Mitteln realisiert wurde bzw. werden musste.
Fotos:
Noch nicht erhalten.
Filmmiete:
100 Euro pro Vorführung.
Referent für Filmgespräche:
Regisseur, Verleger und Buchautor Charles Onana
Kontakt:
Tel: 0033 – 1 – 53249381,  E-Mail: contact@editionsduboiris.com
Referentenkosten:
Fahrtkosten (aus Paris) und Unterkunft sollten übernommen, ein Honorar soweit möglich.
 
7. Eine Frage der Ehre
Originaltitel: Baroud d’honneur
Filmographische Angaben:
Dokumentation, 54 Minuten
Frankreich 2006
Regie: Grègoire Georges-Picot
Format:
Auf DVD verfügbar.
Sprache:
Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Hinweise zum Film:
Der Film thematisiert die entwürdigende Praxis Frankreichs, seinen Kolonialsoldaten angemessene Kriegsrenten nur dann zu gewähren, wenn sie mindestens Dreiviertel des Jahres in Frankreich leben. Viele alte Afrikaner wohnen deshalb neun Monate im Jahr in trostlosen Heimen in Südfrankreich und dort landen schließlich auch zwei marokkanische Veteranen, die zum 60. Jahrestag der alliierten Landung in der Provence erstmals seit dem Kriegsende wieder nach Frankreich eingeladen wurden.
Ein bewegender Film, der nicht „Talking Heads“ präsentiert, sondern den Protagonisten in Form eines Roadmovies bei ihrer Reise durch Frankreich folgt und dabei auch ihre Dialogen untereinander unaufdringlich dokumentiert. Das macht ihre Verbitterung aufgrund ihrer Diskriminierung gegenüber französischen Kriegsteilnehmern um so deutlicher. Sehr empfehlenswert.
Text für Flyer/Pressemitteilungen:
60 Jahre nach Landung der alliierten Truppen in der Provence (1944) sind erstmals auch 15 afrikanische Veteranen, die daran teilgenommen hatten, zu den Gedenkfeierlichkeiten nach Frankreich eingeladen. Sie stehen stellvertretend für Zehntausende Afrikaner, die für die Befreiung Europas vom Faschismus ihr Leben riskierten. Die Kamera folgt zwei von ihnen, den Marokkanern El Ghazi Amnaye und Hammou Lhedmat. Es ist ihr erster Besuch in Frankreich seit dem Kriegsende und dabei erfahren sie, dass sie als Kriegsteilnehmer das Recht auf französische Pensionszahlungen hätten, wenn sie mindestens neun von zwölf Monaten im Jahr in Frankreich lebten.
So landen sie schließlich in einem der trostlosen Heime in Südfrankreich, in dem Dutzende alte Kämpfer aus Nordafrika verbittert und isoliert die Zeit totschlagen, um ihren Familien zu Hause mit den – nur in Frankreich ausgezahlten – Kriegsrenten das Überleben zu sichern. Der Film zeichnet sich dadurch aus, dass er nicht nur Interviews mit seinen Protagonisten präsentiert, sondern die Kamera auch unaufdringlich die Gespräche der Veteranen untereinander aufzeichnet, die ihre Zerrissenheit zwischen dem französischen Exil und der afrikanischen Heimat eindrucksvoll dokumentieren.
Die deutsch untertitelte Fassung des Films wurde für das Begleitprogramm zur Ausstellung «Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg» produziert und ist in diesem Kontext erstmals hierzulande zu sehen.
Fotos:
Unter dem Stichwort «Presse» auf dieser Internetseite
Filmmiete:
70 Euro pro Vorführung.
Referent für Filmgespräche:
Regisseur Grégoire Georges-Picot ist bereit, aktuelle Informationen zur Debatte um die Pensionszahlungen für Kolonialsoldaten in Frankreich nachzuliefern.
Kontakt: Tel.: 0033 – 4 – 91995635,  E-Mail: amicalemarat@wanadoo.fr
Referentenkosten:
Fahrtkosten und Unterkunft sollten übernommen werden, das Honorar ist verhandelbar. Übersetzung aus dem Französischen ist notwendig.
 
8. Blutsbrüder – Soldaten des Empires
Originaltitel: Frères de sang – Tirailleurs de l’Empire
Filmographische Angaben:
Dokumentation, 90 Minuten
Frankreich 2008
Regie: Bernard Simon
Format:
Auf DVD verfügbar.
Sprache:
Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Hinweise zum Film:
Der Film erzählt die Geschichte der Rekrutierung von Soldaten in Afrika durch die Kolonialmacht Frankreich von der Zeit Napoleons III. über den Ersten und Zweiten Weltkrieg bis zur Unabhängigkeit der meisten afrikanischen Staaten in den 1960er Jahren. Dabei kommen nicht nur afrikanische Veteranen zu Wort, die der Regisseur in abgelegenen Dörfern aufgespürt hat, sondern auch ihre weißen Kommandanten. Ein Film, in dem die Einsätze von afrikanischen Soldaten im Zweiten Weltkrieg im Kontext der Kolonialgeschichte beschrieben werden.
Text für Flyer/Pressemitteilungen:
Der Film erzählt die Geschichte der Rekrutierung von Soldaten in Afrika durch die Kolonialmacht Frankreich die schon vor 150 Jahren unter Napoleon III. begann. Aus dieser Zeit stammt auch die Bezeichnung «Tirailleurs Sénegalais», mit der die Franzosen seitdem all ihre Kolonialsoldaten aus Ländern südlich der Sahara titulierten, auch wenn diese – wie Hunderttausende im Ersten und Zweiten Weltkrieg – nicht aus dem Senegal stammten. In abgelegenen Gegenden West- und Zentralafrikas hat der Regisseur Veteranen aufgespürt, die bis zur Unabhängigkeit ihrer jeweiligen Länder in den 1960er Jahren für Frankreich Kriegsdienste leisteten, darunter auch solche, die 1944 in Tunesien, in Italien, auf der Insel Elba und bei der Befreiung Europas von der Naziherrschaft dabei gewesen waren. Der Film rückt ihre Einsätze in den Kontext der Kolonialgeschichte.
Die deutsch untertitelte Fassung des Films hat der Regisseur selbst für das Begleitprogramm zur Ausstellung «Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg» produziert. Sein Film ist in diesem Kontext erstmals hierzulande zu sehen.
Filmmiete:
Pro Vorführung 100 Euro Mindestgarantie (auch bei kostenlosem Eintritt) bzw. 40 Prozent der Kinoeinnahmen, wenn dieser Anteil mehr als 100 Euro beträgt (also ab Gesamteinnahmen von 250 Euro pro Vorführung).
Referenten für Filmgespräche:
Regisseur Bernard Simon, der auch über Kontakte zu einem hochbetagten, aber immer noch rüstigen marokkanischen Veteranen aus dem Zweiten Weltkrieg verfügt. Dieser lebt ebenfalls in Frankreich und streitet dort bis heute für die Gewährung gleicher Kriegsrenten für Afrikaner. Eine entsprechende Betreuung vorausgesetzt, am liebsten in Begleitung von Bernard Simon, könnte er als einer der letzten überlebenden Zeitzeugen ebenfalls eingeladen werden.
Tel.: 0033 – 2 – 33555732,  E-Mail: bernard@arcencielprod.fr
Referentenkosten:
Fahrtkosten und Unterkunft sollten übernommen werden, das Honorar ist verhandelbar. Übersetzung aus dem Französischen ist notwendig.
Zusatzinformation:
Regisseur Bernard Simon hat angekündigt, von seinen Filmen nach der Untertitelung für Vorführungen oder im Rahmen der Ausstellung auch DVDs zum Verkauf zur Verfügung zu stellen.
 
9. Die Massaker von Sétif – Ein anderer 8. Mai
Originaltitel: Les Massacres de Sétif, un certain 8. Mai 1945
Filmographische Angaben:
Dokumentation, 53 Minuten
Frankreich 2003,
Regie: Mehdi Lallaoui/Bernard Langlois.
Format:
Auf DVD verfügbar.
Sprache:
Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Hinweis: Ein passender und sehr empfehlenswerter Film für das Begleitprogramm zur Ausstellung (z.B. zum Abschluss einer Filmreihe). Das Rheinische JournalistInnenbüro ist bei der französischen Produktionsfirma für fünf Aufführungen dieses Films in Vorleistung getreten, weshalb Filmmieten in diesem Falle an das RJB zu zahlen sind.
Text für Flyer/Pressemitteilungen:
Dokumentation mit beeindruckendem Archivmaterial und bewegenden Aussagen von Zeitzeugen über den Tag des Kriegsendes in Europa, der in Algerien zum Tag der Trauer wurden, weil in dem Örtchen Sétif französische Siedler auf Zivilisten schossen, die bei den Feierlichkeiten des Kriegsendes auch eine algerische Fahne mit sich führten. Die Folge davon war eine Revolte in der gesamten Region, die von den französischen Truppen brutal niedergemetzelt wurde, was – nach algerischen Quellen – bis zu 45.000 Opfer forderte.
Filmmiete:
100 Euro pro Vorführung.
Referent für Filmgespräche:
Versuche, Kontakte mit dem Filmemacher aufzunehmen, sind bisher gescheitert.
 
10. Tasuma (Le Feu)
Regie: Sanou Kollo Daniel. Burkina Faso 2004. Spielfilm. 85 Minuten
35mm-Fassung: Dioula und Französisch mit englischen Untertiteln.
DVD-Fassung: mit französischen, englischen und spanischen Untertiteln.
Spielfilm über einen westafrikanischen Kolonialsoldaten aus einem Bergdorf in Burkina Faso, der unter französischem Kommando an Kriegsfronten in Indochina und Algerien zog, aber noch Jahrzehnte später vergeblich auf seine Pension wartet und schließlich zu ungewöhnlichen Maßnahmen greift, um sie zu erhalten. Wie der Protagonist des Films müssen afrikanische Veteranen auch in der Realität zahlreiche bürokratische Hürden überwinden, um ihre Kriegsrenten durchzusetzen. Und viele, die für Frankreich in verschiedenen Kriegen ihr Leben riskierten, gingen völlig leer aus. Der Film verdeutlich, welche existenzielle Bedeutung die Folgen des Zweiten Weltkriegs und die Diskriminierung afrikanischer Kolonialsoldaten selbst in abgelegenen Saheldörfern bis heute haben. Der Regisseur, der auch eine Dokumentation über Kolonialsoldaten aus Burkina Faso gedreht hat („Droit de Mémoire“), verarbeitete in seinen Filmen Erfahrungen, die sein Vater in den französischen Streitkräfte hatte machen müssen.
Hinweis: Die DVD ist mit engllischen Untertiteln bei Recherche International für 10 Euro für die individuelle Nutzung zu beziehen. Filmmiete der DVD-Fassung für öffentliche Vorführungen nach Vereinbarung.
Bezugsadresse: karl.roessel@rjb-koeln.de
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ASIEN
 
11. Unterwegs als sicherer Ort
Filmographische Angaben:
Dokumentation. 92 Minuten
Deutschland 1997
Regie: Dietrich Schubert
Hinweise zum Film:
Empfehlenswerte Dokumentation, die – über die Beschreibung der Flucht- und Lebenswege der jüdischen Familie Finkelgruen – die wenig bekannte Verfolgung von Juden durch die Nazis außerhalb Europas bis ins chinesische Shanghai thematisiert. Der Film liefert nicht nur bewegende Erinnerungen an die Zeit des Nationalsozialismus und die japanische Besatzung Shanghais, sondern auch Material zur Kritik am hiesigen Umgang mit dieser Vergangenheit.
Text für Flyer/Pressemitteilungen:
Im Jahre 1942 wird der Großvater des Kölner Schriftstellers Peter Finkelgruen im KZ Theresienstadt ermordet. Der Täter, der ehemalige SS-Aufseher Anton Malloth, lebte zum Zeitpunkt der Dreharbeiten dieses Films unbehelligt in einem Münchener Altenheim und bezog Sozialhilfe. Dabei war der Mord aktenkundig und Malloth nach dem Krieg in der Tschechoslowakei zum Tode verurteilt worden. Aber die bundesdeutsche Justiz hatte seine Verbrechen bis dahin nicht verfolgt.
Die Auseinandersetzung mit dem Mord an seinem Großvater ist für Peter Finkelgruen zu einer Spurensuche nach der Geschichte seiner Familie geworden. In Begleitung des Filmemachers Dietrich Schubert begab er sich auf die Reise zu Stationen ihres Lebens von Köln über München und Prag bis nach Haifa und Theresienstadt. Dazwischen lagen die Jahre im jüdische Ghetto von Shanghai, wo Finkelgruens Vater gestorben ist. Die Dokumentation zeigt nicht nur das Schicksal dieser jüdischen Flüchtlingsfamilie, sondern erinnert auch an die Situation verfolgter Juden in der chinesischen Hafenstadt und an den Umgang der Bundesrepublik mit Nazi-Tätern.
Formate:DVD
Bei Vorführungen in Kinos sollte die 35mm-Fassung des Films gezeigt werden.
Sprache:Deutsch
Filmmiete:
DVD: 100 Euro pro Vorführung.
35-mm-Fassung: 120 Euro pro Vorführung (plus Transport), Bezugsadresse s.o.
Referenten für Filmgespräche:
Peter Finkelgruen (Schriftsteller wohnhaft in Köln und Protagonist des Films), Dietrich Schubert (Regisseur)
Zusatzinformationen:
Von dem Film können bei der Vorführung oder im Rahmen der Ausstellung auch DVDs zum Preis von 15 Euro verkauft werden. Dietrich Schubert hat mehrere «Filme gegen das Vergessen» produziert, die ebenfalls auf DVDs verkauft werden können. Die DVDs können auf Kommission bestellt werden. Wiederverkäufter erhalten 30 Prozent Rabatt. Informationen zu den Filmen unter:
 
12. «63 Years On…» – «63 Jahre später…»
Regie: Kim Dong-Won, Südkorea 2008, 60 Min., OF m.dt.UT
Mit bewegenden Interviews und beeindruckendem Archivmaterial dokumentiert der Film die sexuelle Versklavung Hunderttausender Frauen durch die japanischen Streitkräfte während des Zweiten Weltkriegs in Asien und der Pazifikregion (1937-1945). Beispielhaft werden fünf Betroffene aus China, Korea, den Philippinen und den Niederlanden vorgestellt. (Die indonesischen Inseln waren bis zum japanischen Einmarsch eine niederländische Kolonie.) Die von den japanischen Besatzern zynisch als «comfort women» («Trostfrauen») titulierten Opfer berichten von ihrer Verschleppung, ihrem qualvollen Alltag in den Miltärbordellen und ihrem Leben in den 63 Jahren danach.
Der Film wurde 2008 mit dem Asia Pacific Screen Award als beste Dokumentation ausgezeichnet und erhielt weitere Auszeichnungen auf internationalen Festivals.
Die preisgekrönte koreanische Dokumentation «63 Years On» über das Schicksal der von den japanischen Streitkräften in Militärbordelle
verschleppten Frauen wurde von Recherche International e.V. und vom
Korea-Verband deutsch untertitelt und steht für Begleitveranstaltungen
zur Ausstellung auf DVD zur Verfügung.
Filmmiete: 70 Euro
Kontakt:
karl.roessel@rjb-koeln.de (Recherche International e.V., Köln)
nataly.han@gmx.net (Korea-Verband, Berlin)

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13. My Heart is not broken yet (Mein Herz hat nicht verloren)
Originaltitel: My Heart is not broken yet
Regie: Ahn SHae-Rhyon, Südkorea 2009, 95 Minuten, OF koreanisch mit deutschen Untertiteln
Bewegendes Portrait der Südkoreanerin  Song Sin-do, die mit 16 Jahren in ein japanisches Frontbordell verschleppt und massenhaft mißbraucht wurde. Ein halbes Jahrhundert später brach sie ihr Schweigen und 1992 verklagte sie gegen die japanische Regierung auf Entschädigung. Über ein Jahrzehnt focht sie durch alle Instanzen bis im März 2003 auch der oberste japanische Gerichtshof ihre Klage mit der Begründung, die Kriegsverbrechen der japansichen Streitkräfte seien verjährt, abwies. Der Film dokumentiert den langen juristischen Kampf und zeigt, dass er nur mit Hilfe japanischer Frauengruppen und zahlreicher weiterer UnterstützerInnen
durchgehalten werden konnte. „Ich habe das Gerichtsverfahren zwar verloren,“ so Song Sin-do zum Schluss, „aber mein Herz hat nicht verloren!“
Die DVD des Films kann für 20 Euro erworben und für 70 Euro für öffentliche Vorführungen ausgeliehen werden.
Kontakt beim Korea-Verband:
www.koreaverband.de
Mail: ag-trostfrauen@koreverband.de
Konakt bei Recherche International:
karl.roesse@rjb-koeln.de
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OZEANIEN

 
14. Angels of War
Filmographische Angaben:
Dokumentation, 54 Minuten
Australien 1982
Regie: Andrew Pike, Hank Nelson und Gavin Daws
Hinweise zum Film:
Einer der wenigen Filme, der an die hierzulande nahezu unbekannten Folgen des Zweiten Weltkriegs für die Bewohner der pazifischen Inseln erinnern. Im Mittelpunkt stehen Zeitzeugen aus Neuguinea, die das Kriegsgeschehen aus ihrer Sicht beschreiben. Damit entspricht der Film exakt der Perspektive und Intention der Ausstellung und ist deshalb sehr zu empfehlen, obwohl er schon 1982 entstand. Auch an einer Hörstation zu Neuguinea in der Ausstellung sind Originaltöne von Zeitzeugen aus diesem Film zu hören.
Text für Flyer/Pressemitteilungen:
Preisgekrönter Dokumentarfilm über die Folgen des Zweiten Weltkrieges für die Bewohner Neuguineas. Hatten sich zuvor nur wenige Tausend Europäer und Australier auf der von zwei Millionen Menschen bewohnten Pazifikinsel angesiedelt, so marschierten 1942 plötzlich Hunderttausende japanische und alliierte Soldaten ein, um dort ihre Schlachten auszutragen. Für beide Seiten mußten Zehntausende Insulaner Kriegsdienste leisten. Der Film konfrontiert die Berichte von Zeitzeugen mit der Kriegspropaganda in japanischen Wochenschauen und verweist darauf, dass auch die Alliierten in Neuguinea Einheimische mit Gewalt zu Kriegsdiensten rekrutierten.
Die DVD-Fassung des Films mit englischen Kommentaren und englischen Untertiteln kann bei Recherche International ausgeliehen werden.
Kontakt: karl.roessel@rjb-koeln.de
Eine 16mm-Fassung ist  verfügbar bei: Freunde der deutschen Kinemathek e.V., Potsdamer Str. 2, 10785 Berlin
Tel.: 030–269 55-150, E-Mail: verleih@fdk-berlin.de, Internet: www.fdk-berlin.de
Sprache:
Originalfassung mit englischen Untertiteln
Fotos:
Recherche International e.V.
Filmmiete:
DVD: 70 Euro
16mm-Fassung: 100 Euro plus Verleihgebühren und Tranport.
Referent für Filmgespräche: Karl Rössel mit ergänzenden Informationen über das Ausmaß des Kriegs im Pazifik und seine Folgen für die Inselbewohner.
Kontakt:
Tel.: 0221 – 317091, E-Mail: karl.roessel@rjb-koeln.
Referentenkosten: Fahrtkosten und Unterkunft sollten ebenso übernommen werden wie ein Honorar (250-350 Euro). Die Beantragung von Zuschüssen für Referate ist möglich über die Europäische Akademie Nordrhein-Westfalen (s. Angaben in der Referentenliste zur Aufstellung.)
 
 

Zur Ausgrenzung der Kolonialisierten in der Kinematographie über den Zweiten Weltkrieg

Einführung in das cineastische Begleitprogramm
zur Ausstellung «Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg»
am 5.11.2010 im Kommunalen Kino, Freiburg hier

1000. Mittwochsdemonstration ehemaliger «Trostfrauen»

Aktionen in Solidarität mit der 1000. Mittwochsdemonstration ehemaliger «Trostfrauen» in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul

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WWI-FILME

Tirailleurs (Mein Sohn, der Soldat)
Regie: Mathieu Vadepied, Frankreich/Senegal 2022, Wolof und französisch mit deutschen Untertiteln, 100 min.
Als ein 17-jähriger Senegalese im Ersten Weltkrieg von der französischen Armee zwangsrekrutiert wird, meldet sich sein Vater freiwillig zum Kriegsdienst, um ihn zu beschützen. Die beiden werden von Afrika nach Europa gebracht, wo sie für die Kolonialmacht an der Front kämpfen müssen. Während der Vater nichts unversucht lässt, das Überleben seines Sohnes zu sichern, gerät dieser unter den Einfluss eines französischen Leutnants.

Das eindringliche Drama über afrikanische Kolonialsoldaten im Ersten Weltkrieg war 2022 der Eröffnungsfilm in Cannes und ein Millionenerfolg in Frankreich. Hierzulande fand der Spielfilm jedoch bemerkenswert wenig Beachtung. Schauspielstar Omar Sy überzeugt darin als verzweifelter Vater, der alles riskiert, um das Leben seines Sohnes zu retten. Weil ihm das Thema so wichtig war, beteiligte sich Omar Sy auch an der Produktion.
Die deutsch untertitelte Kinofassung des Films wird vom Weltkino Filmverleih in Leipzig vertrieben (http://www.weltkino.de/).
Kontakt für Theatrical Sales: Martin Kiebeler, (mkiebeler@weltkino.de)

Majubs Reise
Deutschland 2013, Dokumentarfilm, Regie & Buch: Eva Knopf; 44 min.
Produktion: Filmakademie Baden-Württemberg.

In der Kolonie Deutsch-Ostafrika geboren, wird Majub bin Adam Mohamed Hussein im Ersten Weltkrieg Soldat für die Deutschen. Damals ist er neun Jahre alt. Nachdem die Deutschen den Krieg verloren haben, zahlen sie ihm seinen Sold nicht mehr aus. Etwa zehn Jahre nach dem Krieg entschließt Majub sich deshalb, seinen ausstehenden Sold persönlich abzuholen. Im nationalsozialistischen Deutschland wird aus dem Kolonialsoldaten des Ersten Weltkriegs ein vielbeschäftigter Statist und Kleindarsteller im deutschen Kino. Fast immer, wenn es in den Filmen der Nazizeit einen Schwarzen brauchte, war es Majub, der diese Rolle spielte. Er war Zarah Leanders Chauffeur, Hans Albers’ Diener und Heinz Rühmanns Liftboy. Regisseurin Eva Knopf erzählt in ihrem essayistischen Dokumentarfilm Majubs Reise von seiner Kindheit in der Kolonie, seinem Leben im nationalsozialistischen Deutschland und seinem Platz in den Kolonialfantasien der Deutschen.
Eva Knopf über ihren Film: «Fast alles, was wir über [Mohamed Hussein] wissen, stammt aus den Archiven der Nationalsozialisten – aus Unterlagen des Auswärtigen Amtes und seinen Auftritten in Propagandafilmen. Er hat keine lebenden Verwandten – es gibt nichts, was ihn unter seinen eigenen Bedingungen zeigt. Wenn wir diese Archivbilder und Dokumente zeigen, laufen wir Gefahr, die Degradierungen, die Mohamed Husen erfahren hat, zu wiederholen. Wenn wir sie nicht zeigen, wird er für immer in den Archiven vergessen werden.»

The Halfmoon Files

Deutschland 2007; Dokumentarfilm, Regie & Buch: Philip Scheffner; Beta SP; 87 min.
Vertrieb: Filmgalerie 451

Eine faszinierende Spurensuche nach Informationen über Kolonialsoldaten, die 1916 in einem Lager bei Berlin gefangen waren und von denen nur Tonaufnahmen auf Schallplatten erhalten sind, die deutsche Wissenschaftler aufnahmen, um fremde
Stimmen zu dokumentieren. Auf der Internetseite des Filmemachers Philip Schaffner heißt es über den Film:
«Es war einmal ein Mann.
Er geriet in den europäischen Krieg.
Deutschland nahm diesen Mann gefangen.
Er möchte nach Indien zurückkehren.
Wenn Gott gnädig ist, wird er bald Frieden machen.
Dann wird dieser Mann von hier fortgehen.»
Knisternd verklingen die Worte von Mall Singh, gesprochen in einen Phonographentrichter am 11. Dezember 1916 in der Stadt Wünsdorf bei Berlin.
90 Jahre später ist Mall Singh eine Nummer auf einer alten Schellackplatte in einem Archiv, eine unter Hunderten von Stimmen von Kolonialsoldaten des 1. Weltkrieges.
Die Aufnahmen entstanden in einer einmaligen Allianz aus Militär, Wissenschaft und Unterhaltungsindustrie. Philip Scheffner folgt in seiner experimentellen Spurensuche „The Halfmoon Files“ diesen Stimmen an den Ort ihrer Aufnahme. Wie in einem Memoryspiel, das bis zum Ende unvollständig bleibt, deckt er Bilder und Töne auf, in denen die Geister der Vergangenheit zum Leben erwachen. Spiralförmig schrauben sich die Worte seiner Protagonisten ineinander. Diejenigen, die den Aufnahmeknopf drückten an ihren Phonographen, an ihren Foto- und Filmkameras, haben die offizielle Geschichte geschrieben. Mall Singh und die anderen Kriegsgefangenen aus dem Halbmondlager sind aus dieser Geschichte verschwunden. Ihre Geister scheinen mit dem Filmemacher zu spielen, ihm aufzulauern. Sie folgen ihm auf seinem Weg, die Stimmen in ihre Heimat zurückzubringen.
Doch die Handlung der Geschichte entgleitet dem Erzähler. Und die Geister lassen sich nicht vertreiben.
«Wenn ein Mensch stirbt, irrt er herum und wird ein Geist.
Es ist die Seele, die umherschweift.
Diese Seele ist wie ein Lufthauch.
Der Geist ist wie die Luft, die uns umgibt.
Er kann überall hingehen.»

Träger

Projektträger ist mit recherche international e.V. ein gemeinnütziger Verein, der 1999 gegründet wurde und seitdem in Kooperation mit einem Team von AutorInnen aus dem Rheinischen JournalistInnenbüro in Köln die vorliegenden Publikationen über «Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg» (Buch und Unterrichtsmaterialien) herausgegeben sowie die Wanderausstellung konzipiert und realisiert hat.

Darüber hinaus hat der Verein die Herausgabe einer Biographie des südafrikanischen Anti-Apartheid-Kämpfers und Mitgefangenen von Nelson Mandela, Denis Goldberg, unterstützt sowie Studien über genozidale Erfahrungen von Migrant:innen, die Geschäfte der Mikrofinanzindustrie auf Kosten der Armen in Ländern wie Indien und Bangaladesch sowie Aufstellung und Erhalt eines Mahnmals in Köln in Erinnerung an den Völkermord an den Armenier:innen.

Um diese und andere Aktivitäten fortführen zu können, bittet Recherche International e.V. um
Spenden auf das Konto:
recherche international e.V.
Sparkasse KölnBonn
Bankleitzahl: 37050198
Konto-Nr.: 23812043
IBAN: DE07 3705 0198 0023 8120 43
SWIFT-BIC.: COLSDE33
.
Steuerabzugsfähige Spendenquittungen werden erteilt. Gezielte Spenden für das Projekt «Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg» sollten den Zusatz «3www2» auf dem Überweisungsträger enthalten.

Das Buch zum Thema

Buchtitel

Rheinisches JournalistInnenbüro / Recherche International e.V (Hg.).: 
«Unsere Opfer zählen nicht» – Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg 
Verlag Assoziation A. Hamburg/Berlin 2005. 
Vier Hardcover-Auflagen bis 2014. (Alle vergriffen.)
ISBN 3-935936-26-5, 444 Seiten. 415 Fotos. 29,50 Euro.
Das Buch kann hier als PDF kostenlos heruntergeladen werden.

Eine ungekürzte Paperback-Ausgabe des Buchs „Unsere Opfer zählen nicht – Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“ ist kostengünstig (für nur 7,50 Euro!) bei der Bundeszentrale für politische Bildung erhältlich. Seit Juni 2016 lag eine zweite Auflage der Paperbackausgabe vor. Eine dritte Paperback-Auflage folgte im Jahr 2019 (Schriftenreihe, Band 10408).
Die Paperbackausgabe des Buchs kann über diesen link bestellt werden:
https://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/197024/unsere-opfer-zaehlen-nicht

Das Buch ist die erste deutschsprachige Publikation über die weit reichenden Folgen des Zweiten Weltkriegs in der Dritten Welt. Es entstand auf der Grundlage langjähriger Recherchen und zahlreicher Interviews mit Veteranen, Zeitzeugen und Historikern in 30 Ländern. Die drei Hauptkapitel beschreiben die Rolle Afrikas, Asiens und Ozeaniens im Zweiten Weltkrieg und enthalten z.B. Länderanalysen über Südafrikas Rolle im Krieg, über den landesweiten Widerstand gegen die japanischen Invasoren auf den Philippinen, Osttimors Besatzung und Befreiung sowie über die Folgen des Baus gigantischer Militärstützpunkte auf pazifischen Inseln wie Samoa, Fidschi, Neukaledonien, den Neuen Hebriden, im Zentralpazifik und in Mikronesien. Weitere Abschnitte erinnern an Kolonialsoldaten im Spanischen Bürgerkrieg, Schwarze und Native Americans in der US-Armee, die Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs auf Lateinamerika und den Nahen Osten sowie an die Kriegseinsätze australischer Aborigines und neuseeländischer Maoris. Dabei wird nicht verschwiegen, dass es in der Dritten Welt nicht nur Opfer gab, sondern auch Kollaborateure der faschistischen Achsenmächte, die im Krieg an deren Seite kämpften – von Nordafrika über Palästina, den Irak und Indien bis nach Indonesien.

Rezensionen finden Sie hier.

Rezensionen

24 Kritiker aus Zeitungs-, Rundfunk und TV-Redaktionen kürten «Unsere Opfer zählen nicht» im Juli 2005 zum «Sachbuch des Monats». Der «Badischen Zeitung» erschien das Buch ebenso «überfällig» wie dem Züricher «Tages-Anzeiger», «da es einem auf jeder Seite die Unzulänglichkeit unseres eurozentrischen Geschichtsbildes bewusst» mache. Der Rezensent der «tageszeitung» staunte, «wie vielfältig die Dritte Welt […] in das Kriegsgeschehen verwickelt war», und ein Kritiker des Österreichischen Rundfunks bekannte, dass ihm, «die vielfältigen Perspektiven dieses Buchs» erst «die Dimension des Welt-Kriegs bewusst» gemacht hätten. Die Berliner Literaturkritik erhob es zum «Handbuch für historische und aktuelle Zeitfragen», weil es «zum Perspektivwechsel in der (europäischen und westlichen) Geschichtsbetrachtung» herausfordere und die «Frankfurter Rundschau» hoffte, dass sich nach diesem «enorm wichtigen Beitrag» andere zu weiteren Arbeiten zum Thema würden «inspirieren» lassen. Der Rezensent von «contraste» schrieb, das Buch solle «in keiner öffentlichen Bibliothek fehlen.» Die «Militärgeschichtliche Zeitschrift» sprach von einer «gelungenen Überblicksdarstellung der (Vor- und Nach-) Kriegsereignisse aus einem außereuropäischen Blickwinkel», die «jedem zur Lektüre empfohlen» sei. Und «Überblick», die entwicklungspolitische Fachzeitschrift der evangelischen Kirche, empfahl, «für dieses spannend geschriebene Buchprojekt […] auch in Schulen und Universitäten um Leserschaft» zu werben, damit bislang Versäumtes «mehr als ein halbes Jahrhundert später nachgeholt» werde.

Die Rezensionen sind nachzulesen auf der Internetseite des Verlags Assoziation A unter:
https://www.assoziation-a.de/buch/unsere_opfer_zaehlen_nicht/

Das Buch „Unsere Opfer zählen nicht“ von recherche international e.V. wurde im Juni 2020 von der Neuen Zürcher Zeitung als eines von fünfzehn Werken über den Zweiten Weltkrieg vorgestellt, „die in den letzten 75 Jahren Debatten auslösten und Reflexionen anstiessen – oder unsere Sicht auf den Krieg bis heute prägen.“ 

Hier der Text aus der NZZ vom 22.6.2020

Hörbeispiele

Hörbeispiele

Das Schweigen brechen

Die Einleitung zu dem Buch «Unsere Opfer zählen nicht» in gekürzter Fassung, 
abgedruckt in der Frankfurter Rundschau

(mehr …)

Kontakte

Für das Projekt «Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg»:
recherche international e.V.
c/o Karl Rössel
Kuenstr. 35
50733 Köln
++49 (0)221 – 23 97 14
karl.roessel@rjb-koeln.de

Ausleihe der Ausstellung (in A1 und A2):
Forum für Umwelt und gerechte Entwicklung e.V. (FUgE
)
Oststr. 13, 59065 Hamm, Kontakt: Marcos da Costa
++49 (0)2381-41511
++49 (0)176-55178759

dacostamelo@fuge-hamm.de
https://fuge-hamm.org/

Das Projektarchiv befindet sich im:
Archiv für alternatives Schrifttum (afas)
Münzstraße 37-43
47051 Duisburg
++49 (0)203 93554300
afas-archiv@t-online.de
afas-archiv.de/

O-Töne von Zeitzeug:innen

 Hier alle O-Töne als Zip-Datei herunterladen 

Die Seitenzahlen beziehen sich auf die Unterrichtsmaterialien von Recherche International , in denen alle in der Ausstellung verwendeten Originaltöne von ZeitzeugInnen transkribiert nachzulesen sind.

Afrika

Take 1: Like Tiguhan Astatke Abate (Äthiopien, Vizepräsident des Verbands ehemaliger
Partisanen), amharisch mit dt. Übersetzung. 0’40 Min. (s. S. 52)

Take 2: Assefa Bayu (Äthiopien, Präsident des Verbands ehemaliger Partisanen), amharisch
mit dt. Übersetzung. 1’04 Min. (s. S. 52)

Take 3: Adamu Asseghan (Äthiopien, als Kind bei den Partisanen), engl. m. dt. Übersetzung.
2’07 Min. (s. S. 52)

Take 4: Te Mikael Kidanemariam (Äthiopien, als Kind bei den Partisanen), engl. 1’41
Min. (s.S.52)

Take 5: derselbe, engl. mit dt. Übersetzung. 1’38 Min. (s. S. 52)

Take 6: Yoro Ba (Senegal, franz. Kolonialsoldat), Wolof m. dt. Übersetzung. 2’23 Min.
(s. S. 61)

Take 7: Baby Sy (Obervolta, franz. Kolonialsoldat), franz. 0’59 Min. (s. S. 62)

Take 8: derselbe, franz. m. dt. Übersetzung. 0’58 Min. (s. S. 62)

Take 9: Alice Cherki (Algerien, als Jüdin verfolgt) franz. 1’05 Min. (s. S.76)

Take 10: dieselbe, franz. mit dt. Übersetzung. 1’08 Min. (s. S. 76)

Asien:

Take 11: Remedios Gomez-Paraisa (Philippinen, Kommandantin der antijapanischen
Befreiungsarmee), engl. 3’04 Min. (s. S. 100f.)

Take 12: dieselbe, engl. mit dt. Übersetzung, 2’40 Min. (s. S. 100f.)

Take 13: Hwang Kum-Ju (Südkorea, Zwangsprostituierte der japanischen Armee), koreanisch
mit dt. Übersetzung. 2’17 Min. (s. S. 111)

Take 14: Luis Taruc (Philippinen, Anführer der antijapanischen Volksbefreiungsarmee),
engl. mit dt. Übersetzung. 3’24 Min. (s. S. 136)

Take 15: Ko Tim-keung (Hongkong, Historiker), engl. 1’22 Min. (s. S. 143)

Ozeanien:

Take 16: Alfred Alusasa Bisili (Salomon-Inseln, Kundschafter der Alliierten), engl.
1’51 Min. (s. S. 152f.)

Take 17: derselbe, engl. mit dt. Übersetzung. 1’52 Min. (s. S. 152f.)

Take 18: Kekuni Blaisdell (Hawaii, polynesischer Zeitzeuge) engl. 0’40 Min. (s. S. 161)

Take 19: derselbe, engl. mit dt. Übersetzung. 0’40 Min. (s. S. 161)

Take 20: Napuia Keko’olani-Raymond (Hawaii, polynesische Zeitzeugin), engl. 1’55
Min. (s. S. 161)

Take 21: dieselbe, engl. mit dt. Übersetzung. 1’41 Min. (s. S. 161)

Take 22: Bert Beros (Australien, liest sein an der Front verfasstes Gedicht über Kolonialsoldaten
aus Neuguinea), engl. 0’35 Min. (s. S. 167)

Take 23: derselbe, engl. mit dt. Übersetzung. 1’02 Min. (s. S. 167)

Take 24: Biuku Gasa (Salomon-Inseln, als Kundschafter der Alliierten Lebensretter
John F. Kennedys), Pidgin-englisch mit dt. Übersetzung. 2’44 Min. (s. S. 169)

Take 25: James Angimea (Nauru, von Japan deportiert), engl. 0’40 Min. (s. S. 179)

Take 26: derselbe, engl. mit dt. Übersetzung. 0’40 Min. (s. S. 179)

Take 27: Maura Thoma (Nauru, Bombenopfer), engl. 0’35 Min. (s. S. 179)

Take 28: dieselbe, engl. mit dt. Übersetzung. 0’35 Min. (s. S. 179)

Take 29: Rufo Lujan (Guam, Chamorro, Zeitzeuge), engl. 0’31 Min. (s. S. 184)

Take 30: derselbe, engl. mit dt. Übersetzung. 0’32 Min. (s. S. 184)

Take 31: Epeli Hau’ofa (Fidschi-Inseln, Schriftsteller) engl. 1’19 Min. (s. S. 190)

Take 32: derselbe, engl. mit dt. Übersetzung. 1’17 Min. (s. S. 190)

 

Arbeitsblätter zur Ausstellung für Schulklassen

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Unterrichtseinheiten eines Workshops der UNESCO-Projektschulen

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Reaktionen aus dem Hochschulbereich auf das Forschungsprojekt «Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg»

Seit das Buch «Unsere Opfer zählen nicht» im Jahre 2005 publiziert wurde gibt es aus dem universitären< Bereich völlig entgegengesetzte Reaktionen auf das Forschungsprojekt von Recherche International, sowohl ablehnende als auch ermutigende. Diese Haltungen zeigten sich auch nach der Veröffentlichung der Unterrichtsmaterialien (2008)und seit Beginn der Tournee der Wander-Ausstellung im Jahre 2009. Herausragend – und auch für deutsche Hochschulen beispielhaft – ist das Engagement, mit dem die historische Fakultät der Universität Luzern das Thema in Forschung und Lehre an der Hochschule sowie in den öffentlichen Diskurs in der Schweiz eingebracht hat.

Ausführlichere Informationen zu den genannten Positionen sind unter den folgenden Stichworten
nachzulesen:

Unterrichtsmaterialien aus Luzern (Schweiz)

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Das war nicht unser Krieg

Folgen des Zweiten Weltkriegs auf den pazifischen Insel
Vorabdruck aus dem Buch in der Zeitschrift iz3w
Rheinisches JournalistInnenbüro (Köln)

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Das Projekt – Informationen zu Entstehung, Intention und Verlauf

«Den afrikanischen Völkern wurden außergewöhnliche Kriegsleistungen abverlangt. Sie mussten strategisch wichtige Rohstoffe (Erze, Kautschuk, Holz, Lebensmittel) liefern, die der Westen nötig hatte.(…) Rekrutierungen, Zwangsarbeit und Steuern aller Art zogen bisweilen auch blutige Kämpfe nach sich. In den großen Küstenstädten herrschte Not. Die Ärmsten hüllten sich in alte Getreidesäcke. Doch im allgemeinen ertrug man die Kriegslast ohne großen Widerstand: man litt stumm. Zweifellos fühlte man, dass man an einem großen, weltweiten Drama teilnahm. Dennoch war die Kriegslast manchmal sogar für die Soldaten leichter zu tragen. Sie befanden sich Auge in Auge mit den Nazitruppen und wussten, gegen wen sie kämpften. Die anonymen Massen der Afrikaner aber ließ man Tausende von Kilometern vom Kriegsschauplatz entfernt arbeiten und zahlen. Das Ende des Krieges weckte den legitimen Wunsch nach einem normalen menschlicheren Leben.»
Ki-Zerbo, Joseph: Die Geschichte Schwarzafrikas. Frankfurt 1981, S. 522 f.
 
Die 3. Welt im 2. Weltkrieg