Vortrag von Karl Rössel (recherche international e.V.)
Montag, 29. September 2025, 18.00 – 19.45 Uhr
Akademie des Bistums Aachen in Zusammenarbeit mit dem Bündnis „Aachen postkolonial“ und dem Projekt NRWeltoffen der VHS Aachen
Pressemitteilung der Aktion 3. Welt Saar vom 7. Mai 2020 zum 75. Jahrestag der Befreiung
Die „Aktion 3.Welt Saar“ hat zum 75 Jahrestag der Befreiung, dem Sieg der Alliierten über Nazi-Deutschland am 8.5.1945, eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der sie fordert, die „NS Erinnerungsarbeit auf neue Füße“ zu stellen. Hier
Landeszentrale für politische Bildung – Hamburg:
Der Palästinenserführer Mohammed Amin al-Husseini
und andere Nazi-Kollaborateure aus dem Nahen Osten, Indien und Argentinien
Vortrag von Karl Rössel (recherche international e.V.)
Donnerstag, 31. August 2023, 18.30 Uhr
Ort: Tschaikowsky-Saal I Tschaikowskyplatz 2 I 20355 Hamburg

Zur Tradition des eliminatorischen Antisemitismus im Nahen Osten seit dem Zweiten Weltkrieg und seiner Verharmlosung hierzulande bis in die Gegenwart
Vortrag von Karl Rössel (recherche international e.V.) im Rahmen der Aktionswochen gegen AntisemitismusDonnerstag, 30. November 2023, 20.00 Uhr, Weingut Andreas Dilger, Urachstr. 3, Freiburg
Infos zum Inhalt der Veranstaltung hier
Infos zum Programm der Aktionswochen gegen Antisemitismus 2023 in Freiburg:
https://respect-freiburg.net/aktionswochen-gegen-antisemitismus-2023-in-freiburg/
Eine gekürzte Fassung des Vortrags erschien im Januar 2025 in der Wochenzeitschrift „jungle world“ (Nr. 2, 11. Januar 2024): hier
In voller Länge ist der Vortrag im Südnordfunk des iz3w zu hören:
https://www.iz3w.org/aktuell/vortrag-karl-rössel-mit-nazis-gegen-juden
Performance von William Kentridge, Südafrika (u.a.) zur Rolle Afrikas im Ersten Weltkrieg bei der Ruhrtriennale 2018:
The Head and The Load
9.-12. August, Kraftzentrale, Duisburg
(Am 10. August um 20 Uhr in Anwesenheit von William Kentridge)
Erinnerungen an die jüdischen Passagiere des Flüchtlingsschiff „Struma“, das 1942 im Schwarzen Meer versenkt wurde, nachdem die türkische Regierung ihm die Landerechte in Istanbul verwehrt hatte.
Hier ein Artikel von Eberhard Rondholz aus der Zeitschrift konkret im Februar 2022
Hier der ergänzende Leserbrief dazu, der leicht gekürzt im März 2022 in der konkret abgedruckt wurde.

1944 landeten 25000 brasilianische Soldaten in Italien, die „Força Expedicionária Brasilieira“ (FEB), den Vormarsch der Alliierten gegen die deutschen Besatzer zu unterstützen. Doch die Einsätze und Opfer der brasilianischen Befreier waren lange Zeit fast vollständig vergessen. Ein kleines Privatmuseum in dem toskanischen Bergstädtchen Barga erinnerte bis 2025 daran.
WeiterlesenGedenkveranstaltung der Stadt Köln zum 75. Jahrestag des Kriegsendes
75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs thematisiert die Stadt Köln in ihren Gedenkveranstaltungen erstmals die massiven Kriegsfolgen außerhalb Europas, insbesondere in Afrika. So war das Internationale Amt der Kölner Oberbürgermeisterin schon Mitveranstalter bei der Präsentation von Filmen zum 8. Mai 1945 aus afrikanischer Perspektive bei den Afrika Film Tagen von FilmInitiativ Köln e.V. im September 2020.
Am Freitag, den 18. Dezember 2020, 17 Uhr, folgte nun noch eine weitere Film- und Diskussionsveranstaltung zur Rolle Afrikas im Zweiten Weltkrieg, die aufgrund der Corona-Pandemie allerdings nur online stattfinden konnte. Sie wurde eingeleitet durch die experimentelle Filmcollage «8. Mai 1945. Unsere Geschichte zählt» des aus Burkina Faso stammenden Filmemachers Lionel Somé und der Medienkünstlerin Marie Köhler. Im Anschluss daran folgte eine Diskussionsrunde, an der mit Karl Rössel auch der Kurator der Ausstellung «Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg»von recherche international e.V. teilnahm.
Die Weblinks zu Film und Podiumsgespräch finden Sie seit dem
17.12.2020 auf der Sonderseite: www.stadt-koeln.de/afrika-unsere-geschichte-zaehlt
Bei den AFRIKA FILM TAGEN 2020 von FilmInitiativ Köln e.V. liefen am 20.9. und 21.9.2020 im Filmforum im Museum Ludwig zwei Dokumentarfilme mit afrikanischen Perspektiven zum Ende des Zweiten Weltkriegs

Weitere Informationen zu den Filmen HIER‚
Video-Statements des Regisseurs Mehdi Lallaoui HIER‚
Der Film „Auch Arikaner haben das Elsass befreit…“ zur online-Sichtung HIER
Einführung von Karl Rössel (recherche international e.V.) bei der Filmveranstaltung zur Rolle Afrikas im Zweiten Weltkrieg HIER

Am Donnerstag, 3. September, präsentierte recherche international e.V. im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln die Diskussionsveranstaltung
DIE TÜRKEI, DIE JUDEN UND DER HOLOCAUST – Zur Bedeutung eines kritischen Geschichtsbewusstseins in der Migrationsgesellschaft
Mit Corry Guttstadt & Dogan Akhanli
Weitere Informationen zum Programm und den ReferentInnen HIER
Fotos von der Veranstaltung HIER
Ein Museum erinnert an die brasilianischen Befreier der Toskana
Artikel aus der Zeitschrift ila (Nr. 444, April 2021) hier
Vom NS-Regime verfolgte Juden im philippinischen Exil
Ein Artikel von Rainer Werning in der Zeitschrift iz3w Juli/August 2020 hier.
Tagung der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung
29.-31. Oktober 2015
Programmflyer hier
27. Januar 2017: Berlin (Jüdisches Museum Berlin)
ReferentInnen berichteten über die Verfolgung von Juden in den nordafrikanischen Ländern Tunesien, Libyen und Algerien, die unter Kontrolle der faschistischen Achsenmächte (Deutschland & Italien) sowie ihrer Kollaborateure der französischen Vichy-Regierung standen.
Begleitend zu der Veranstaltung zeigte das Jüdische Museum eine Auswahl von Tafeln zur Judenverfolgung in Nordafrika aus der Ausstellung „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“, die recherche international e.V. zur Verfügung gestellt hatte. Die Veranstaltung war mit 90 TeilnehmerInnen gut besucht.

Die Verschleppung Hunderttausender Frauen aus Asien und der Pazifikregion in japanische Militärbordelle ist in der (Wander-)Ausstellung „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“ ausführlich dokumentiert. Seit deren Premiere im September 2009 hat der Korea-Verband in zahlreichen Ausstellungsstädten Begleitveranstaltungen zum Thema organisiert. Mit Lee Ok-Seon wurde erneut eine der letzten überlebenden Zeitzeuginnen aus Korea zu einer Rundreise von Darmstadt über Köln und Hamburg bis Berlin im August/September 2013 eingeladen.
„Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“ – Zum Hintergrund einer Ausstellung
16. April 2015, 19 Uhr, Albertina (Beethovenstr. 6)
Flyer zur einführenden Diskussionsveranstaltung (am 16.4.2015) hier
Das Pädagogische Zentrum FfM – Fritz Bauer Institut & Jüdisches Museum Frankfurt lud am 18. September 2014 zu einer Lehrerfortbildung im Jüdischen Museum Frankfurt ein. Das Thema:
Verfolgung, Flucht, Widerstand und Hilfe außerhalb Europas im Zweiten Weltkrieg
Nähere Informationen dazu hier.
Veranstaltungen «Indien – Die größte Demokratie der Welt? Marktmacht, Hindunationalismus & Widerstand»
Erste Vorstellung des Buches «Indien – Die größte Demokratie der Welt? Marktmacht, Hindunationalismus & Widerstand» (Autor: Dominik Müller), gefördert von der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW, der Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt, der Jakob Moneta Stiftung und der Rosa-Luxemburg-Stiftung.
Veranstaltung zu den Unterrichtsmaterialien des Pädagogischen Zentrums des Fritz Bauer-Instituts & des Jüdischen Museums Frankfurt am 12. Juni 2014. Hier der Einladungsflyer.

Perspektiven der Geschichtsvermittlung zu Nazismus und Holocaust in der Migrationsgesellschaft
Mehrtägige Tagung vom 17. bis 20. November in Wien, bei der auch das Projekt „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“ von Recherche International e.V. vorgestellt wurde. Das Programm der Tagung zum downloaden hier. (PDF-Download).
Die Aktion 3. Welt Saar, die im Februar/März 2011 die A2-Version der Ausstellung in den Räumen der Stiftung Demokratie Saarland in Saarbrücken zeigte, feierte am 6. Oktober ihr 30-jähriges Bestehen.
Karl Rössel von Recherche International e.V. war eingeladen, die Laudatio zu halten und dabei einen kritischen Rückblick auf drei Jahrzehnte Internationalismusarbeit im Allgemeinen und die politische Praxis der Aktion 3. Welt Saar im Besonderen zu liefern. Die Rede ist nachzulesen hier

Im Frühjahr 2011 war die Ausstellung „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“ in Göttingen zu sehen. Julia Seifert gehörte damals zu den Betreuerinnen und bot Führungen durch das Afrika-Kapitel der Ausstellung an. Ein Jahr später schickte sie Recherche International dieses Foto, das sie bei einem Auslandssemester als Ethnologie-Studentin im Februar 2012 in Tansania gemacht hat. Es zeigt eine kleine Gedenktafel am Rande einer Straße in der Stadt Mbeya im südlichen Hochland. Die Tafel erinnert an Soldaten aus Tansania (Askari genannt), die im Zweiten Weltkrieg ihr Leben für die Befreiung der Welt vom Naziterror gelassen haben. Hunderttausende Kolonialsoldaten aus Ostafrika kämpften unter britischem Kommando im Zweiten Weltkrieg.
Julia Seifert schrieb, dass sie „sofort wieder an die Ausstellung gedacht“ habe, als sie vor dieser Gedenktafel in Tansania stand und dass sie hoffe, dass das Photo und die Informationen aus Tansania dazu „hilfreich“ für die weitere Aufarbeitung der Kolonial-Geschichte des Zweiten Weltkriegs sein können.
Recherche International e.V. bedankt sich für diesen Hinweis und bittet alle, die ähnliche historische Dokumente, Zeitzeugnisse und Fotos entdecken oder besitzen, diese zur Veröffentlichung auf dieser Internetseite zur Verfügung zu stellen, damit die verdrängte und verschwiegene (Kolonial-)Geschichte des Zweiten Weltkriegs endlich stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden kann.
2014 jährte sich der Beginn des Ersten Weltkriegs zum 100. mal. Dabei wurde das Thema in den meisten Publikationen, Zeitungsartikeln und Fernsehsendungen wieder fast ausschließlich aus eurozentrischer Perspektive behandelt und Kriegsfolgen für den Rest der Welt werden ignoriert.
Hinweise auf empfehlenswerte Publikationen, Veranstaltungen, Filme und eine Ausstellung zur Rolle der Dritten Welt sowie zu Kolonialsoldaten im ERSTEN Weltkrieg finden sich hier.

Um so verdienstvoller ist die Artikel-Serie zur Kolonialgeschichte des Ersten Weltkriegs, die seit Mitte 2013 in der internationalistischen Zeitschrift iz3w aus Freiburg erscheint (www.iz3w.org). In der Nr. 340 (Januar/Februar 2014) folgte darin auch Teil eins eines zweiteiligen Beitrags von Karl Rössel von Recherche International e.V. über Kolonialsoldaten im Ersten Weltkrieg, der in der iz3w-AusgabeNr. 341 (März/April 2014) fortgesetzt wurde.
Teil eins des Beitrags («Die Front ist die Hölle») ist nachzulesen hier.
Teil zwei des Beitrags ist nachzulesen hier.
Südlink-Themenheft:
Hundert Jahre Erster Weltkrieg
Der globale Süden zwischen den Fronten (Nr. 168. 2014)
Tirailleurs (Mein Sohn der Soldat)
Regie: Mathieu Vadepied, Frankreich/Senegal 2022, Wolof und französisch mit deutschen Untertiteln, 100 min.
Als ein 17-jähriger Senegalese im Ersten Weltkrieg von der französischen Armee zwangsrekrutiert wird, meldet sich sein Vater freiwillig zum Kriegsdienst, um ihn zu beschützen. Die beiden werden von Afrika nach Europa gebracht, wo sie für die Kolonialmacht an der Front kämpfen müssen. Während der Vater nichts unversucht lässt, das Überleben seines Sohnes zu sichern, gerät dieser unter den Einfluss eines französischen Leutnants.
Das eindringliche Drama über afrikanische Kolonialsoldaten im Ersten Weltkrieg war 2022 der Eröffnungsfilm in Cannes und ein Millionenerfolg in Frankreich. Hierzulande fand der Spielfilm jedoch bemerkenswert wenig Beachtung. Schauspielstar Omar Sy überzeugt darin als verzweifelter Vater, der alles riskiert, um das Leben seines Sohnes zu retten. Weil ihm das Thema so wichtig war, beteiligte sich Omar Sy auch an der Produktion.
Die deutsch untertitelte Kinofassung des Films wird vom Weltkino Filmverleih in Leipzig vertrieben (http://www.weltkino.de/).
Kontakt für Theatrical Sales: Martin Kiebeler, (mkiebeler@weltkino.de)
Das Historische Museum Frankfurt hat von 2012/2013 die Ausstellung „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“ sieben Monate lang gezeigt. Dadurch angeregt ist dort ab dem 11. September 2014 (bis zum 15.2.2015) eine neue Ausstellung mit dem Titel „Gefangene Bilder. Wissenschaft und Propaganda im Ersten Weltkrieg“ zu sehen. Den Ausgangspunkt dafür „bilden Porträts von zehn französischen Kolonialsoldaten aus Nord- und Westafrika“, Kriegsgefangene, die in einem Lager fotografiert worden sind und die Austellung geht der Frage nach: „Wie passen diese Fotografien, die fast hundert Jahre unbeachtet im Archiv lagen, zum üblichen Bild vom Ersten Weltkrieg“.
Hier das Plakat und der Programmflyer.
Zwei weitere Filme zu Kolonialsoldaten aus dem Ersten Weltkrieg, die im Begleitprogramm zur Frankfurter Ausstellung liefen, können auch anderen Veranstaltern empfohlen werden:
Majubs Reise
Deutschland 2013, Dokumentarfilm, Regie & Buch: Eva Knopf; 44 min.
Produktion: Filmakademie Bade-Württemberg. Kontakt: www.filmakademie.de
In der Kolonie Deutsch-Ostafrika geboren, wird Majub bin Adam Mohamed Hussein im Ersten Weltkrieg Soldat für die Deutschen. Damals ist er neun Jahre alt. Nachdem die Deutschen den Krieg verloren haben, zahlen sie ihm seinen Sold nicht mehr aus. Etwa zehn Jahre nach dem Krieg entschließt Majub sich deshalb, seinen ausstehenden Sold persönlich abzuholen. Im nationalsozialistischen Deutschland wird aus dem Kolonialsoldaten des Ersten Weltkriegs ein vielbeschäftigter Statist und Kleindarsteller im deutschen Kino. Fast immer, wenn es in den Filmen der Nazizeit einen Schwarzen brauchte, war es Majub, der diese Rolle spielte. Er war Zarah Leanders Chauffeur, Hans Albers’ Diener und Heinz Rühmanns Liftboy. Regisseurin Eva Knopf erzählt in ihrem essayistischen Dokumentarfilm Majubs Reise von seiner Kindheit in der Kolonie, seinem Leben im nationalsozialistischen Deutschland und seinem Platz in den Kolonialfantasien der Deutschen.
Eva Knopf über ihren Film: „Fast alles, was wir über [Mohamed Hussein] wissen, stammt aus den Archiven der Nationalsozialisten – aus Unterlagen des Auswärtigen Amtes und seinen Auftritten in Propagandafilmen. Er hat keine lebenden Verwandten – es gibt nichts, was ihn unter seinen eigenen Bedingungen zeigt. Wenn wir diese Archivbilder und Dokumente zeigen, laufen wir Gefahr, die Degradierungen, die Mohamed Husen erfahren hat, zu wiederholen. Wenn wir sie nicht zeigen, wird er für immer in den Archiven vergessen werden.“
The Halfmoon Files
Deutschland 2007; Dokumentarfilm, Regie & Buch: Philip Scheffner; Beta SP; 87 min.
Vertrieb: Filmgalerie 451. Kontakt: www.filmgalerie451.de
Eine faszinierende Spurensuche nach Informationen über Kolonialsoldaten, die 1916 in einem Lager bei Berlin gefangen waren und von denen nur Tonaufnahmen auf Schallplatten erhalten sind, die deutsche Wissenschaftler aufnahmen, um fremde Stimmen zu dokumentieren. Auf der Internetseite des Filmemachers Philip Schaffner heißt es über den Film:
„Es war einmal ein Mann.
Er geriet in den europäischen Krieg.
Deutschland nahm diesen Mann gefangen.
Er möchte nach Indien zurückkehren.
Wenn Gott gnädig ist, wird er bald Frieden machen.
Dann wird dieser Mann von hier fortgehen.“
Knisternd verklingen die Worte von Mall Singh, gesprochen in einen Phonographentrichter am 11. Dezember 1916 in der Stadt Wünsdorf bei Berlin.
90 Jahre später ist Mall Singh eine Nummer auf einer alten Schellackplatte in einem Archiv, eine unter Hunderten von Stimmen von Kolonialsoldaten des 1. Weltkrieges.
Die Aufnahmen entstanden in einer einmaligen Allianz aus Militär, Wissenschaft und Unterhaltungsindustrie. Philip Scheffner folgt in seiner experimentellen Spurensuche „The Halfmoon Files“ diesen Stimmen an den Ort ihrer Aufnahme. Wie in einem Memoryspiel, das bis zum Ende unvollständig bleibt, deckt er Bilder und Töne auf, in denen die Geister der Vergangenheit zum Leben erwachen. Spiralförmig schrauben sich die Worte seiner Protagonisten ineinander. Diejenigen, die den Aufnahmeknopf drückten an ihren Phonographen, an ihren Foto- und Filmkameras, haben die offizielle Geschichte geschrieben. Mall Singh und die anderen Kriegsgefangenen aus dem Halbmondlager sind aus dieser Geschichte verschwunden. Ihre Geister scheinen mit dem Filmemacher zu spielen, ihm aufzulauern. Sie folgen ihm auf seinem Weg, die Stimmen in ihre Heimat zurückzubringen.
Doch die Handlung der Geschichte entgleitet dem Erzähler. Und die Geister lassen sich nicht vertreiben.
„Wenn ein Mensch stirbt, irrt er herum und wird ein Geist.
Es ist die Seele, die umherschweift.
Diese Seele ist wie ein Lufthauch.
Der Geist ist wie die Luft, die uns umgibt.
Er kann überall hingehen.“

8. Mai 2012, Karlsruhe (Infoladen): Vortrag und Buchvorstellung mit historischen Fotos und Originaltönen von ZeitzeugInnen. Mit Karl Rössel.
Das Einladungsplakat finden Sie hier zum Download.
zum Thema „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“
„Jugendinitiative gegen Rassismus und Antisemitismus“ (JIGRA).
mit Dokumentation über den 8. Mai 1945 in Algerien