Offener Brief von recherche international an Schulbuchverlage und deren Antworten
Im Jahr 2008 publizierte recherche international in Zusammenarbeit mit Didaktiker:innen und Pädagog:innen Unterrichtsmaterialien über Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg. Eine erweiterte Auflage erschien 2012.
Im Jahr 2009 schickte recherche international die Erstauflage an mehr als 20 Schulbuchverlage mit der Bitte, die darin dokumentierten Kriegsfolgen in der Dritten Welt bei Neuauflagen von Geschichtsbüchern zu berücksichtigen.
Lediglich der Ernst Klett Verlag (Stuttgart/Leipzig) versprach in seiner Antwort, dies umzusetzen. Aber es dauerte acht Jahre bis 2017 in dem Gesamtband für die Oberstufe Geschichte und Geschehen unter dem Titel „Perspektivenwechsel“ erstmals Quellentexte von recherche international zu Folgen des Ersten und Zweiten Weltkriegs für Menschen in Afrika und Asien erschienen.
Im Jahr 2020 übernahm auch der Cornelsen Verlag in der Neuauflage seines Schweizer Geschichtsbuchs einen Augenzeugenbericht zum Massaker in Nanking aus dem Buch von recherche international.
Doch auch diese Schulbücher werden mit den wenigen zitierten Texten keineswegs der Dimension und Bedeutung des Themas gerecht.
Einige Institutionen und Initiativen, die in den letzten 15 Jahre an dem Ausstellungsprojekt beteiligt waren, haben sich dagegen intensiv mit Aspekten des Themas beschäftigt und dazu eigene Unterrichtsmaterialien, didaktische Arbeitshilfen, Bücher und historische Studien publiziert. Einige davon stehen auf dieser Projektwebseite zum kostenlosen Downloaden zur Verfügung.
