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Informationen zu den ReferentInnen PDF Drucken E-Mail
Recherche International e.V.:

Karl Rössel ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. , Tel.: 0221 – 23 97 14)
Journalist, im Jahr 1996 Mitinitiator des Projekts «Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg». Recherchen zum Thema in Westafrika, Ozeanien, Australien und auf den Philippinen.
Kurator der Ausstellung. Ko-Autor des Buchs und der Unterrichtsmaterialien zum Thema.
Registriert beim Referentendienst der Europäischen Akademie Nordrhein-Westfalen, die Zuschüsse zu Fahrkosten und Honoraren für Referate gewährt (s.u.).
Themen und Arbeitshilfen zur Ausstellung bzw. zum Begleitprogramm:
* Überblicksreferat zur Bedeutung der Dritten Welt im Zweiten Weltkrieg
* Afrika im Zweiten Weltkrieg (Überblick)
* Asien im Zweiten Weltkrieg (Überblick) 
* Die Philippinen – ein Land im Widerstand. 
* Ozeanien im Zweiten Weltkrieg (Überblick)
* Australische Aborigines im Zweiten Weltkrieg
* Kolonialismus und Neokolonialismus am Beispiel der pazifischen Insel Nauru
* Nazikollaborateure in der 3. Welt und ihre deutschen Apologeten
* Überblick über die faschistische «Internationale» (mit Fotos)
* Kollaboration am Beispiel Palästina/Naher Osten
* Kollaboration am Beispiel Indien
* Unterstützung beim Aufbau der Ausstellung
* Organisation von Begleitprogrammen
* Teilnahme und Redebeiträge bei der Eröffnung der Ausstellung
* Einführungen und Hintergrundgespräche zu Filmen des Begleitprogramms
* Führungen durch die Ausstellung 
* Filmseminar: Die Ausblendung der 3. Welt im Spielfilmen und Fernsehdokumentationen über den Zweiten Weltkrieg (mit Filmbeispielen)
* Vortrag/Seminar: «Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg» im Schulunterricht. Einführung ins Thema und Vorstellung der Unterrichtsmaterialien

Birgit Morgenrath ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. , Tel.: 0221 – 768 111)
Journalistin, seit 1996 Mitträgerin des Projekts «Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg». Recherchen zum Thema in West-, Ost- und Südafrika. Ko-Autorin des Buchs und der Unterrichtsmaterialien zum Thema.
Registriert beim Referentendienst der Europäischen Akademie Nordrhein-Westfalen, die Zuschüsse zu Fahrkosten und Honoraren für Referate gewährt (s.u.).
Themen:
* Afrika im Zweiten Weltkrieg
* Die Kriegswirtschaft in Afrika und ihre Folgen
* Die Kolonialpläne der Nationalsozialisten
* Italiens Krieg gegen Äthiopien: Der Beginn des Zweiten Weltkriegs in Afrika (1935)

Albrecht Kieser ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. , Tel.: 0221 – 789 59 327)
Journalist, Autor der Kapitel über «Schwarze im Nationalsozialismus» im Buch und in den Unterrichtsmaterialien über «Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg».
Registriert beim Referentendienst der Europäischen Akademie Nordrhein-Westfalen, die Zuschüsse zu Fahrkosten und Honoraren für Referate gewährt (s.u.).
Thema: 
* Schwarze im Nationalsozialismus
 

Honorarvorstellungen von MitarbeiterInnen von Recherche International e.V.
(Karl Rössel, Birgit Morgenrath, Albrecht Kieser):
* Veranstaltung an einem Tag ohne Übernachtung: 250 Euro
* Veranstaltung an einem Abend mit Übernachtung: 350 Euro 
* Zwei volle Arbeitstage (wg. mehrerer Veranstaltungen bzw. An- und Abreise): 450 Euro
* Eine Woche: 1000 Euro
* Ein Monat: 4000 Euro.
Bei Veranstaltungen außerhalb von Köln müssen Reisekosten übernommen und Übernachtungsmöglichkeit (auch in privaten Unterkünften möglich) gestellt werden.
Zur Erklärung der Honorarsätze: 
Für Freiberufler wie die MitarbeiterInnen von Recherche International e.V. sind Honorare als Brutto-Sätze zu verstehen, von denen sämtliche Kosten für Steuern, Versicherung und die Infrastruktur des Rheinischen JournalistInnenbüros (Miete, Computertechnik etc.) finanziert werden müssen.
Zuschüsse zu Fahrtkosten und Honoraren für Referate beantragen!
Alle MitarbeiterInnen des Rheinischen JournalistInnenbüros sind beim Referentendienst Gesellschaft der Europäischen Akademien e.V. registriert. Diese bezuschusst aus Mitteln des BMZ Referate zu entwicklungspolitischen Themen und dies – soweit die Budgetmittel reichen – erfreulich unbürokratisch. Auch Reisekosten (Bahnfahrten zu Veranstaltungsorten) werden bezuschusst, müssen jedoch jeweils ausdrücklich zusätzlich beantragt werden. Voraussetzung für die Gewährung von Zuschüssen sind min. 15 TeilnehmerInnen an den jeweiligen  Veranstaltungen, die seit 2013 auch per Anwesenheitsliste nachgewiesen werden müssen. Bei der Gesellschaft können auch Honorar-Zuschüsse für mehrere Veranstaltungen an einem Tag oder an aufeinanderfolgenden Tagen beantragt werden (z.B. für Referate, Seminare, Führungen, Filmgespräche etc.).
Das Antragsformular findet sich im Internet unter: 
Die Adresse:
Gesellschaft der Europäischen Akademien e.V.
Weberstrasse 118
53113 Bonn
Kontakt: Natali Rezwanian-Amiri
Tel: 0228 – 94 93 01-25
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

ACHTUNG: Seit Mitte 2013 sind Förderungen von Veranstaltungen durch die Gesellschaft Europäischer Akademien nicht mehr gesichert. Für Veranstaltungen im Jahr 2014 können zwar Förderanträge gestellt werden, allerdings werden zunächst nur solche bis März 2014 bearbeitet. Ob und in welchem Umfang darüber hinaus Veranstaltungen gefördert werden können, wird von den für 2014 vom BMZ bewilligten Mitteln für die Gesellschaft der Europäischen Akademien abhängen. Recherche International e.V. empfiehlt allen, die 2014 Veranstaltungen planen, in jedem Falle Förderanträge für Honorare und Reisekosten von ReferentInnen zu stellen, aber sich zugleich um alternative Finanzierungsmöglichkeiten zu bemühen, falls die Akademie keine Fördergelder zahlen kann.
 
 
Charles Onana ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. )
Journalist aus Kamerun und Direktor des Verlags «Editions Duboiris» in Paris. Wohnort: Paris.
Thema: Frankreich und seine vergessenen Befreier – Zur Rolle und Diskriminierung afrikanischer Soldaten aus den französischen Kolonien
Vortragssprache: Französisch
Infos zum Referenten: Charles Onana hat im Jahre 2003 in seinem Verlag (Editions Duboiris) eine fundierte Untersuchung über die Behandlung der französischen (Kolonial-) Soldaten vorgelegt («Enquête sur les combattants de la République 1939-2003»). Sie trägt den Titel «La France et ses Tirailleurs». Das Vorwort schrieb der ehemalige Generalsekretär der UNESCO (und Kriegsteilnehmer) Amadou Mahtar M’Bow aus dem Senegal und Informationen daraus sind in das Buch des Rheinischen JournalistInnenbüros über «Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg» eingeflossen.
Charles Onana hat weitere Bücher über Hintergründe des Völkermords in Ruanda («Les secrets du génocide rwandais») und das Regime des Diktators Bokassa in Zentralafrika («Bokassa: ascension et chute d’un empereur») veröffentlicht.
Aktuell hat er einen Dokumentarfilm über Frankreich und seine vergessenen Befreier («La France et ses liberateurs») realisiert, den Recherne International mit deutschen Untertiteln versehen hat und verleiht. (Deutscher Titel: „Frankreich und seine Befreier“)
Konditionen: Charles Onana ist bereit, zum Thema seines Buches und seines Films zu referieren. Fahrtkosten und Unterkunft müssen übernommen werden, über das Hononar lässt sich – je nach finanzieller Lage der jeweiligen Veranstalter – reden.

Psychiaterin, Publizistin, Mitstreiterin Frantz Fanons im Unabhängigkeitskampf in Algerien. Wohnort: Paris
Thema: Das Vichy-Regime in Algerien und die Bedeutung des Zweiten Weltkriegs für die antirassistischen und antikolonialen Theorien Frantz Fanons
Vortragssprache: Französisch
Infos zur Referentin: Alice Cherki ist in Algerien geboren und hat dort als jüdisches Kind die antisemitischen Gesetze des Vichy-Regimes persönlich miterleben müssen. So musste sie im Alter von drei Jahren ihren Kindergarten verlassen, «weil sie Jüdin war», auch wenn sie damals noch gar nicht verstand, was das bedeutete. Ihre Beschreibung dieses Erlebnis wird an einer Hörstation der Ausstellung über «Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg» (im Kapitel über Judenverfolgung außerhalb Europas) im Originalton präsentiert. In den fünfziger Jahren hat Alice Cherki als Psychiaterin und Aktivistin der algerischen Befreiungsfront fünf Jahre lang eng mit Frantz Fanon zusammen gearbeitet: bei der Revolutionierung der algerischen Psychiatrie und im Befreiungskampf gegen die französische Kolonialmacht im Untergrund in Algerien und in Tunesien.
2000 publizierte sie eine Biographie über den Theoretiker des antikolonialen Befreiungskampfes, die ein Jahr später unter dem Titel «Frantz Fanon – Ein Porträt» auch in deutscher Übersetzung erschien. Frantz Fanon hat Befreiungskämpfer in der «Dritten» Welt und Intellektuelle in den Industrieländern gleichermaßen fasziniert und beeinflusst zum einem mit seiner ungeschminkten Analyse des europäischen Kolonialismus und Rassismus, zum anderen mit den praktischen Konsequenzen, die er daraus für sich selbst zog. 1925 in Martinique geboren, studierte Fanon Philosophie und Medizin in Lyon und meldete sich im Zweiten Weltkrieg freiwillig, um für das «Freie Frankreich» und gegen Nazideutschland zu kämpfen. Wie Cherki beschreibt, hat der Antisemitismus der Nazis und die rassistische Diskriminierung der Kolonialsoldaten in den französischen Streitkräften seine spätere Analyse des Rassismus entscheidend geprägt.
Alice Cherki ist neben zahlreichen weiteren Publikationen auch Mitautorin eines Buchs über die Juden Algeriens (Les Juifs d’Algerie).
Konditionen: Da sie sehr beschäftigt ist, bittet Alice Cherki potentielle VeranstalterInnen, zunächst per mail mit ihr Kontakt aufzunehmen. Fahrtkosten und Hotelunterkunft sollten gewährleistet sein. Das Honorar ist Verhandlungssache.

Geb. in Freiburg im Breisgau, studierte an der Universität Zürich und der Brandeis University in Waltham (Massachusetts). Habilitation an der Universität Basel. Derzeit Professor für Europäische Geschichte der Neuesten Zeit am Colby College in Waterville, Maine (USA). Lebt und arbeitet in den USA.
Thema: Hitlers afrikanische Opfer – Die Massaker der Wehrmacht an schwarzen französischen Soldaten
Vortragssprache: Deutsch
Infos zum Referenten: Raphael Scheck legte 2006 zunächst in englischer Sprache seine Untersuchung «Hitler’s African Victims» vor, die das Bild der deutschen Wehrmacht in einem wichtigen Punkt revidierte. Bis dahin hatte die historische Literatur der Wehrmacht für den Krieg gegen Frankreich im Allgemeinen ein korrektes Verhalten bescheinigt, das in scharfem Kontrast zur deutschen Kriegführung im Osten stehe. Aufgrund der Archivquellen, die Raffael Scheck erschlossen hat, ist dieses Bild nicht mehr aufrechtzuerhalten und damit auch die letzte Legende der Wehrmacht von einem «sauberen Westfeldzug» nicht länger haltbar. Denn Scheck belegte erstmals detailliert, dass die Wehrmacht im Mai und Juni 1940 Massaker an schwarzen Soldaten und Kriegsgefangenen verübte, die in der französischen Armee gekämpft hatten, und er zeigt auf, wie weit die Nazifizierung der Truppe bereits zu diesem Zeitpunkt fortgeschritten war. Mehrere Tausend schwarze Gefangene wurden während des Feldzugs ermordet und eine unbestimmte Zahl von Schwarzen wurde erschossen, ohne Gelegenheit zu bekommen, sich zu ergeben. Scheck stellt in seinem Buch die Massaker an schwarzen Soldaten in die Kontinuitätslinie der Brutalisierung der deutschen Kriegsführung seit den Kolonialkriegen gegen die Hereros und den Maji-Maji-Aufstand. Er untersucht darüber hinaus die deutsche Propaganda gegen die sog. «Schwarze Schmach» während der Rheinlandbesetzung, welche die Stationierung von Kolonialtruppen in Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg als Verbrechen und Provokation darstellte. Die Nationalsozialisten hielten die Erinnerung an diese Hetzkampagne auch nach 1933 wach. Als «Rheinlandbastarde» diffamierte Kinder wurden während des Dritten Reichs erfasst und sterilisiert. 
Schecks Buch über die vergessenen Wehrmachtsverbrechen an afrikanischen Kolonialsoldaten konnte zunächst nur in englisch und französisch erscheinen, bis es – vermittelt vom Rheinischen JournalistInnenbüro, das über seine Recherchen Kontakte zu Scheck geknüpft hatte – im Frühjahr 2009 im Verlag Assoziation A erscheinen konnte, der auch das Buch über «Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg» publiziert hat.
Zu den weiteren Publikationen Schecks gehören «Alfred von Tirpitz and German Right Wing Politicvs, 1914-30» und «Mothers of the Nation: Right-Wing Women in Weimar Germany».
Konditionen: Da Scheck in den USA lebt und lehrt, steht er nur eingeschränkt für Veranstaltungen in Deutschland zur Verfügung. Im Rahmen einer Lesereise wird er Ende August/Anfang September 2009 im Begleitprogramm zur Ausstellungseröffnung in Berlin auftreten. Danach kann er erst wieder ab Sommer 2010 Veranstaltungstermine in Deutschland wahrnehmen, da er dann bis 2011 für ein Forschungsjahr freigestellt ist. Auch wenn er aus familiären Gründen jeweils nur kurz kommen könnte, wären z.B. Termine in Ausstellungsorten wie z.B. Osanabrück (im Frühsommer 2010) und Köln (im Spätsommer 2010) realisierbar. In Bezug auf eine mögliche Honorierung erwartet er «nicht viel, wäre aber für Erstattung der Reisekosten und (bescheidene) Unterkunft sehr dankbar».

Kum’a Ndumbe (Kontakt über: Eric van Grasdorff/AfricAvenir, Berlin, 
Professor an der Universität Jaundé, Kamerun. Lebt und lehrt in Kamerun.
Thema: Die Kolonialpläne der Nationalsozialisten
Vortragssprache: Deutsch
Infos zum Referenten: Prinz Kum’a Ndumbe III. (geb. 1946) schreibt Theaterstücke, Gedichte, Romane, Essays und Sachbücher, vornehmlich auf Deutsch und Französisch, aber auch auf Englisch und Duala. Er ist Germanist, Historiker, Politologe und habilitierter Professor. Er war langjähriger Präsident des Schriftstellerverbands in Kamerun sowie Vizepräsident des Schriftstellerverbands zentralafrikanischer Staaten und ist Mitbegründer der Initiative AfricAvenir in Berlin und Kamerun.
Schon 1974 dokumentierte Kum’a Ndumbe in einer Forschungsarbeit die Kolonialpläne der Nationalsozialisten erstmals detailliert anhand historischer Quellen. Da sich dafür damals zunächst kein deutscher Verleger fand, publizierte Jean-Paul Sartre sie zunächst in seiner Zeitschrift «Les Temps Modernes». (Erst 1993 konnte sie unter dem Titel «Was wollte Hitler in Afrika?» auch in Deutschland erscheinen.) Kum’a Ndumbe ging es darum, den weit verbreiteten, aber historisch falschen Eindruck zu korrigieren, die Expansionsziele des NS-Regimes seien ausschließlich «nach Osten» gerichtet gewesen. Er fragt «Was wäre aus Afrika geworden, wenn Hitler den Krieg gewonnen hätte?». Und er weist nach, dass es – für die Zeit nach der Unterwerfung Osteuropas – ausgearbeitete Pläne Nazideutschlands zur Eroberung eines riesigen Kolonialreiches in Afrika gab.
Von Kum’a Ndumbe sind in der Edition «AfricAvenir/Exchange&Dialogue» zahlreiche weitere Bücher in deutscher Sprache zur Kolonialgeschichte erschienen, so z.B. über «Das deutsche Kaiserreich in Kamerun» und «Die Beziehungen zwischen Deutschland und Südafrika von 1933 bis 1973». (Informationen dazu finden sich unter: www.africavenir.org
Kum’a Ndumbe hat auch das Vorwort für das Buch des Rheinischen JournalistInnenbüros «Unserer Opfer zählen nicht – Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg» geschrieben und darin die Ausgrenzung der Kriegsteilnehmer und -opfer aus der Peripherie in der europäischen Geschichtsschreibung als «stillen Rassismus» kritisiert.
Konditionen: Da Kum’a Ndumbe in Kamerun lebt und seine Auftritte in Deutschland deshalb mit einem erheblichen Aufwand verbunden sind, erwartet er – neben der Übernahme von Reisekosten und Unterkunft – auch ein angemessenes Honorar. Die genaueren Bedingungen und auch anstehende Besuchszeiten Kum’a Ndumbes in Berlin, die sich möglicherweise mit Vorträgen in anderen deutschen Städten kombinieren ließen, können bei Eric van Grasdorff von AfricAvenir in Berlin erfragt werden (s.o.).


Mitarbeiterin im Korea-Verband. Koreanistin. Dolmetscherin. Wohnort: Berlin
Thema: Die Massenvergewaltigungen von Frauen in japanischen Militärbordellen
Vortragssprache: Deutsch
Infos zur Referentin: Nataly Han hat sich intensiv mit der Situation der sogenannten «Comfort Women» («Trostfrauen») beschäftigt, die von den japanischen Streitkräften in ihre Militärbordelle verschleppt wurden. Sie hat dazu zuletzt einen Beitrag im Korea-Forum publiziert und sie sammelt derzeit Material zu einer gesonderten Ausstellung zum Thema.
Zusammen mit der koreanischen Studentengruppe der FU und koreanischen Frauengruppen hat sie 2008 in Berlin eine Veranstaltung mit der Zeitzeugin Gil Wonok organisiert und über diese auch ein kurzes Filmportrait produziert, das im Januar 2009 in der Sendereihe «Japanorama» des Offenen Kanals lief. Außerdem steht sie in Kontakt zu Initiativen aus Japan und Korea, die eine «Anti-Yasukuni-Kampagne» planen. Damit soll gegen die anhaltende Ehrung japanischer Kriegsverbrecher durch die Regierung in Tokio im dortigen Yasukuni-Schrein protestiert werden.
Im November 2007 hat Nataly Han auch eine Ausstellung über Zwangsprostituierte aus dem KZ Ravensbrück in Korea gezeigt, um auf die Parallelität von systematischen Kriegsverbrechen gegen Frauen zu verweisen.
Nataly Han steht sowohl als Referentin über die Massenvergewaltigungen von Frauen in japanischen Militärbordellen zur Verfügung als auch als fachkundige Gesprächspartner zu dem koreanischen Dokumentarfilm «Nasn Maksori 2 – Habitual Sadness», der den Alltag und das politische Engagement einiger überlebender Frauen in Korea zeigt, und zu „63 years on…“ („63 Jahre danach“), einem Filmportrait von Fünf Überlebenden, das Recherche International mit Hilfe von FilmInitiativ Köln und dem Koreaverband in Berlin im Jahr 2010 für Begleitveranstaltungen zur Ausstellung deutsch untertiteln ließ.
Hinweise auf Veranstaltungen, die der Korea-Verband zum Thema anbietet, finden sich
hier auf unserer Seite.
Nataly Han kann auch Kontakte zu dem japanischen Fotografen Tsukasa Yajima vermitteln, der in Berlin lebt, intensiv zu dem Thema gearbeitet und Fotos von betroffenen Frauen in Korea, China und Taiwan gemacht hat, die er – akustisch untermalt von Gesängen der Frauen – in einer Videoinstallation präsentiert.
Konditionen: Übernahme von Reise- und Übernachtungskosten. Honorar nach Vereinbarung.
Der Flyer zu dem vom Korea-Verband angebotenen Veranstaltungspaket mit Nataly Han und Tsukasa Yajima findet sich hier.
 

Politik- und Sozialwissenschaftler, Publizist und Buchautor.
Themen: 
* Koreas Rolle als Aufmarschbasis der japanischen Streitkräfte im 2. Weltkrieg
* Indonesien im Zweiten Weltkrieg
* Nach dem Krieg war vor dem Krieg – Die Folgen des 2. Weltkriegs in Asien
Infos zum Referenten: Dr. Rainer Werning hat längere Studienaufenthalte in Südost- und Ostasien sowie zahlreiche Recherchereisen in die Region unternommen, u.a. im Auftrag des Rheinischen JournalistInnenbüros zur Rolle der Region im Zweiten Weltkrieg für das Asien-Kapitel des Buchs «Unsere Opfer zählen nicht – Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg». Rainer Werning hat zahlreiche Bücher über die Geschichte, Politik und Kultur Koreas, der Philippinen und Indonesiens verfasst und berichtet für verschiedene Medien regelmäßig aus und über die Region. Darüber hinaus arbeitet er als Tutor bei Länderseminaren von «InVEnt» über die Philippinen und Nordkorea.
Konditionen: Fahrtkosten und Übernachtung sowie ein Hononar von 250 Euro für einen Vortrag an einem Tag (ohne Übernachtung) bzw. 350 Euro (mit Übernachtung und Rückreise am nächsten Vormittag).
Rainer Werning ist wie die oben genannten MitarbeiterInnen von Recherche international e.V. beim Referentendienst der Gesellschaft der Europäischen Akademien e.V. registriert. Diese bezuschusst aus Mitteln des BMZ Referate zu entwicklungspolitischen Themen und dies – soweit die Budgetmittel reichen – erfreulich unbürokratisch. 
Das Antragsformular findet sich im Internet unter: 
http://www.europaeische-akademie-nrw.de/html/referentendienst.html
Die Adresse:
Gesellschaft der Europäischen Akademien e.V.
Weberstrasse 118
53113 Bonn
Kontakt: Natali Rezwanian-Amiri
Tel: 0228 – 94 93 01-25
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

Schriftsteller, geb. 1942 im jüdischen Ghetto von Shanghai. Wohnort: Köln
Themen: 
* Das jüdische Ghetto von Shanghai
* Speziell für Schulklassen: Kindheit im Krieg in Shanghai und Deutschland 
(zusammen mit Gertrud Seehaus)
Infos zum Referenten: Der in Köln lebende Schriftsteller wurde 1942 im jüdischen Ghetto von Shanghai geboren. Sein Vater kam dort um. Im letzten Kapitel seines Buchs «Haus Deutschland oder Die Geschichte eines ungesühnten Mordes» (Hamburg 1994) erzählt er davon und von den Plänen der NS-Gesandten vor Ort, die Vernichtung der Juden auch in der chinesischen Hafenstadt fortzuführen. Das Buch dokumentiert zudem – am Beispiel eines Nazi-Funktionärs, der den Großvater des Autors ermordete, aber nie dafür belangt wurde – wie NS-Verbrechen in (West-) Deutschland verdrängt, verschwiegen und vergessen wurden. Der bewegende Dokumentarfilm über Finkelgruens Leben «Unterwegs als sicherer Ort» von Dietrich Schubert (s. Filmliste in den Unterrichtsmaterialien auf S. 221) und ein weiteres Buch des Autors («Erlkönigs Reich. Die Geschichte einer Täuschung.» Hamburg 1999.) liefern weitere spannende Materialien zu Erinnerung bzw. Verdrängung von Geschichte. 
SPEZIELL FÜR SCHULEN: «Opa und Oma hatten kein Fahrrad –Kindheit im Krieg in Shanghai und Deutschland».
Zusammen mit seiner Frau Gertrud Seehaus hat Peter Finkelgruen kürzlich das Buch «Opa und Oma hatten kein Fahrrad“ publiziert, das sich insbesondere für Lesungen, Gespräche und Spiele mit Kindern (4-6 Schuljahr) eignet und das die AutorInnen am liebsten in Anwesenheit von Eltern und Großeltern der Kinder vorstellen. Hier finden Sie eine Vorstellung des Buches.
Eine ausführliche Darstellung Peter Finkelgruens finden Sie hier.
Konditionen: Honorare und sonstige Kostenerstattung nach Absprache.
 

Corry Guttstadt (Kontakt: Theo Bruns/Verlag Assoziation A, Hamburg,
Turkologin, Lehrerin, Übersetzerin und Autorin. Wohnort: Hamburg
Thema: Istanbul – Paris – Ausschwitz. Türkische Juden als Opfer des Holocausts
Infos zur Referentin: Corry Guttstadt hat 2008 ein Buch publiziert, das denTitel trägt «Die Türkei, die Juden und der Holocaust» und schon jetzt als Standardwerk zum Thema gilt. Etwa 30.000 türkische Juden lebten während der Zwischenkriegszeit in verschiedenen europäischen Ländern. Obwohl sie eine zahlenmäßig bedeutende Gruppe bildeten und viele von ihnen Opfer des Holocausts wurden, war ihr Schicksal bislang weitgehend unbekannt. Corry Guttstadt hat die wechselvolle Geschichte der türkischen Juden recherchiert und beschrieben. Noch gegen Ende des 19. Jahrhunderts hatten die etwa 400.000 Juden des Osmanischen Reiches weltweit eine der größten und blühendsten Gemeinden gestellt. Die Kriege zu Beginn des 20. Jahrhunderts sowie der forcierte Nationalismus trieb viele von ihnen in die Emigration. In zahlreichen europäischen Metropolen entstanden türkisch-jüdische Gemeinden, die ihre eigenen kulturellen und sozialen Strukturen hervorbrachten. Während des Nationalsozialismus wurden auch viele ihrer Mitglieder Opfer der Judenverfolgung, obwohl sie als Angehörige der im Krieg neutralen Türkei speziellen Bedingungen unterlagen. Corry Guttstadt dokumentiert die widersprüchliche Politik der türkischen Regierung, die zwar einerseits verfolgten deutsch-jüdischen Wissenschaftlern und Künstlern Exil gewährte, andererseits jedoch wenig unternahm, um ihre im NS-Machtbereich befindlichen jüdischen Staatsbürger zu retten. Ihr Buch hat nicht nur eine wichtige Forschungslücke geschlossen, sondern erhält vor dem Hintergrund eines erstarkten Antisemitismus in der Türkei sowie der Diskussion um Holocaustgedenken in der Migrationsgesellschaft eine besondere Aktualität.
Konditionen: Nach Vereinbarung.

Buchautor und Publizist. Langjähriger Mitarbeiter der Informationsstelle Lateinamerika in Bonn. 
Thema: Lateinamerika und Karibik im Zweiten Weltkrieg
Infos zum Referenten: Gert Eisenbürger hat zahlreiche Bücher und Artikel über lateinamerikanische Themen publiziert und auch das Kapitel über Lateinamerika im Zweiten Weltkrieg für das Buch «Unserer Opfer zählen nicht – Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg» verfasst. Darin beschreibt er nicht nur die ökonomischen und militärischen Folgen des Kriegs für den Kontinent, sondern auch um die Bedeutung verschiedener lateinamerikanischer Länder als Fluchtpunkt für jüdische und politische Flüchtlinge aus Europa.
Gert Eisenbürger hat u.a. unter dem Titel «Lebenswege» 15 «Biographien zwischen Europa und Lateinamerika» herausgegeben und kürzlich zusammen mit Theo Bruns und Stefan Thimmel eine politische Landeskunde zu Uruguay.
Konditionen: Nach Vereinbarung.

Sonja Wegner ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. )
Historikerin, Publizistin, Buchautorin
Thema: Exil während der NS-Zeit in Lateinamerika, insbesondere in Uruguay
Infos zur Referentin: Sonja Wegner hat 2013 ein Buch zum Exil in Uruguay veröffentlicht (Zuflucht in einem fremden Land. Exil in Uruguay 1933-1945) und schließt mit dieser Länderstudie zum Exilland Uruguay, das in der Zeit von 1933-1945 etwa 10 000 deutschsprachige Emigranten, überwiegend Juden, aufnahm, eine Forschungslücke. Das Buch beleuchtet die Schwierigkeiten während der NS-Zeit ein Einwanderungsland zu finden und Deutschland zu verlassen, die Einwanderungsgesetze sowie die politische und wirtschaftliche Situation Uruguays in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sowie die Versuche der Emigranten, ihren Lebensunterhalt zu verdienen und ihr soziales, religiöses und kulturelles Leben zu organisieren. Dabei wird auch die Rolle der deutschen Gesandtschaft und der deutschen Kolonie in Uruguay beleuchtet. Grundlage für das Buch sind zahlreiche Interviews mit Zeitzeugen und intensive Archivarbeit mit dem Ziel, den Opfern ihre Stimme wiederzugeben und die persönlichen Geschichten in die große Geschichte zu integrieren.
Konditionen: Nach Vereinbarung


Uki Goñi (Kontakt: Theo Bruns/Verlag Assoziation A, Hamburg,  
Journalist und Buchautor. Wohnort: Buenos Aires (Argentinien)
Thema: Die organisierte Fluchthilfe für NS-Verbrecher nach Argentinien
Vortragssprache: Spanisch
Infos zum Referenten: 2006 erschien unter dem Titel «Odessa – Die wahre Geschichte der Fluchthilfe für NS-Kriegsverbrecher» die deutsche Übersetzung eines Buchs, das Uki Goñi vier Jahre zuvor verfasst hatte. Bei seinen Recherchen zu diesem Buch hatte Goñi festgestellt, dass Dokumente zu diesem Thema noch kurz zuvor in Argentinien von der Regierung vernichtet worden waren. Doch in Archiven rund um die Welt fand er z.B. noch Belege dafür, dass es während des Zweiten Weltkrieges Anweisungen der argentinischen Regierung gegeben hatte, jüdischen Flüchtlingen Visa und Einreise zu verwehren und Naziverbrechern aus Europa zur Flucht zu verhelfen, darunter prominente Kriegsverbrecher wie Eichmann, Mengele und Barbie, die sich mit Unterstützung des Vatikans und des Roten Kreuzes nach Argentinien absetzen konnten. Dabei wurden die Fäden der organisierten Fluchthilfe – wie Goñi nachweist - im Palast des argentinischen Präsidenten Juan Domingo Perón gezogen, einem Bewunderer des europäischen Faschismus. Lateinamerika-Experten hierzulande verbreiten trotz alledem weiterhin, die Fluchthilfe für Nazis in Argentinien sei nicht mehr als ein «Mythos», was Veranstaltungen zu diesem Thema um so aktuell wie dringlich macht.
Konditionen: Uki Goñi lebt in Buenos Aires, war jedoch in den letzten Jahren mehrfach zu längeren Besuchen in Deutschland. Kontakte zu ihm sowie Informationen über seine Reisepläne und seine Honorarvorstellungen vermittelt sein deutscher Verleger Theo Bruns vom Verlag Assoziation A (s.o.).